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Übung AFB III

Versuche planen, Fehler aufdecken, im Notfall richtig handeln: Hier zeigst du, dass du Chemie nicht nur weißt, sondern anwenden und beurteilen kannst.

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Aufgabenblock — AFB III

Zehn Aufgaben zum Beurteilen und Übertragen: Du planst einen fairen Versuch, überprüfst Berichte, erkennst Metalle am Steckbrief und entscheidest in einer Notfall-Situation. Lies jede Aufgabe genau — eine davon ist eine Trickaufgabe.

A1
Drei farblose Lösungen
AFB III

Drei Bechergläser enthalten Essigwasser, Salzwasser und Seifenlauge — alle farblos. Du gibst in jedes etwas Universalindikator. Die Probe im mittleren Becherglas wird grün. Lege fest mit dem Entscheidungsbaum, was darin ist.

Beantworte die Fragen des Entscheidungsbaums mit Ja oder Nein und schau, wo du herauskommst.
    Grün heißt neutral. Von den drei Lösungen ist nur Salzwasser neutral. Wichtig: Der Indikator zeigt nur „sauer, neutral oder alkalisch“ — ob Salz, Zucker oder gar nichts im Wasser gelöst ist, verrät er nicht.
    Überlege zuerst für jede der drei Lösungen: sauer, neutral oder alkalisch?
    Universalindikator: rot/orange = sauer, grün = neutral, blau/violett = alkalisch.
    A2
    Tims Versuch beurteilen
    AFB III

    Tim erhitzt Wasser im Reagenzglas: Das Glas ist halb voll, er hält es senkrecht in die Flamme, die Öffnung zeigt zu Lea, er trägt eine Schutzbrille, seine langen Haare sind offen, und er benutzt eine Reagenzglasklammer. Beurteile sein Vorgehen: Welche Punkte sind Fehler?

    Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
    Vier Fehler: Ein Reagenzglas wird höchstens zu einem Drittel gefüllt, schräg gehalten und leicht geschüttelt — sonst kann die Flüssigkeit plötzlich herausspritzen. Die Öffnung zeigt nie auf Menschen, lange Haare werden zusammengebunden. Brille und Klammer sind genau richtig.
    Gehe jede Angabe einzeln durch und frage: Was könnte dabei passieren?
    Siedendes Wasser kann plötzlich aus dem Glas schießen. Wohin fliegt es dann?
    A3
    Einen Versuch planen
    AFB III

    Lea fragt: „Löst sich in warmem Wasser mehr Zucker als in kaltem?“ Plane einen fairen Versuch: Bringe die Schritte in eine sinnvolle Reihenfolge.

    Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
    1Vermutung aufschreiben
    2Zwei Bechergläser mit je 50 mL Wasser füllen: eins mit 20 °C, eins mit 50 °C
    3In beide Gläser immer einen gestrichenen Löffel Zucker geben und rühren
    4Wiederholen, bis ein Bodensatz liegen bleibt, und die Löffel zählen
    5Anzahl der Löffel für beide Gläser notieren
    6Ergebnisse vergleichen und die Vermutung prüfen
    Fair ist der Versuch nur, wenn sich nur eine Sache unterscheidet: die Temperatur. Wassermenge, Löffelgröße und Rühren müssen gleich sein. Das Ende erkennt man am Bodensatz — dann ist die Lösung gesättigt.
    Ein Protokoll beginnt immer vor dem Versuch — womit?
    Woran erkennst du, dass sich kein Zucker mehr löst? Erst danach kannst du zählen und vergleichen.
    A4
    Zucker und Temperatur
    AFB III

    Die Tabelle zeigt, wie viel Zucker sich höchstens in 100 mL Wasser löst. Werte die Werte aus.

    Wassertemperatur20 °C50 °C80 °C
    gelöster Zucker in 100 mL204 g260 g362 g
    Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
    1. Wie viel Gramm Zucker lösen sich bei 50 °C in 200 mL Wasser? g
    2. Eine gesättigte Zuckerlösung (100 mL Wasser, 80 °C) kühlt auf 20 °C ab. Wie viel Gramm Zucker bilden Kristalle am Boden? g
    3. Wie viel Milliliter Wasser von 20 °C braucht man mindestens für 102 g Zucker? mL
    4. Um wie viel Gramm steigt die Löslichkeit von 20 °C auf 80 °C? g
    Bei Zucker steigt die Löslichkeit mit der Temperatur stark an. Kühlt eine heiß gesättigte Lösung ab, kann sie den Zucker nicht mehr halten: Er bildet Kristalle — so entsteht Kandiszucker. Bei Kochsalz ist das anders: Seine Löslichkeit ändert sich mit der Temperatur kaum.
    Doppelte Wassermenge löst die doppelte Menge Zucker.
    Was beim Abkühlen zu viel ist, fällt aus: 362 g minus 204 g. 102 g ist genau die Hälfte von 204 g.
    A5
    Laras Bericht zu Indikatoren
    AFB III

    Lara hat ihre Ergebnisse zusammengefasst. Überprüfe ihren Bericht: Drei Sätze sind falsch.

    In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
    Zwei Denkfehler kommen ständig vor: Ein kleinerer pH-Wert bedeutet stärker sauer, nicht schwächer. Und ein Indikator verrät nur die Eigenschaft sauer, neutral oder alkalisch — nicht, welcher Stoff gelöst ist.
    Schau dir die pH-Skala an: Wo liegt stark sauer?
    Lackmus kennt nur zwei Farben für Lösungen: rot und blau. Kann man damit Stufen unterscheiden?
    A6
    Metalle am Steckbrief erkennen
    AFB III

    Von fünf Proben sind die Eigenschaften bekannt. Untersuche: Welcher Stoff ist es? (Mix: Magnetismus aus Klasse 5, Schmelztemperatur, Steckbrief)

    ProbeFarbeStromMagnetSchmelzt.
    Asilbrig-grauleitetwird angezogen1538 °C
    Brotbraun, glänzendleitetnein1085 °C
    Csilbrigleitetnein660 °C
    Dsilbrigleitetnein232 °C
    Egelb, sprödeleitet nichtnein115 °C
    Setze in jeder Zeile das passende Kreuz — hier ist es genau eins pro Zeile. Enter setzt und löscht.
    ProbeEisenKupferAluminiumZinnSchwefel
    A
    B
    C
    D
    E
    Zuerst die auffälligen Merkmale: Nur Eisen wird vom Magneten angezogen (A), nur Kupfer ist rotbraun (B), nur Schwefel ist gelb und leitet nicht (E). C und D sehen gleich aus — hier entscheidet die Schmelztemperatur: Aluminium schmilzt bei 660 °C, Zinn schon bei 232 °C.
    Beginne mit der Probe, die nur ein einziges Metall sein kann: Welche wird vom Magneten angezogen?
    C und D unterscheiden sich nur in der Schmelztemperatur. Zinn schmilzt schon bei gut 230 °C, z. B. beim Löten.
    A7
    Trickaufgabe: Eiswasser auf der Heizplatte
    AFB III

    Ein Becherglas mit Wasser und vielen Eiswürfeln steht auf einer Heizplatte. Es wird ständig umgerührt. Nach 3 Minuten schwimmt noch reichlich Eis darin. Schätze ab, welche Temperatur das Thermometer zeigt.

    Schiebe den Regler auf deinen Wert — Pfeiltasten bewegen ihn feiner. Nach dem Prüfen siehst du den Trefferbereich.
    −20 °C40 °C
    Das Thermometer zeigt 0 °C — solange noch Eis schmilzt. Die Wärme der Heizplatte wird ganz für das Schmelzen gebraucht, die Temperatur bleibt stehen: ein Haltepunkt bei der Schmelztemperatur. Erst wenn alles Eis geschmolzen ist, wird das Wasser wärmer.
    Was passiert mit der Wärme, solange noch Eis im Glas ist?
    Beim Sieden bleibt die Temperatur stehen. Gilt das beim Schmelzen genauso?
    A8
    Notfall: Spritzer ins Auge
    AFB III

    Beim Umfüllen spritzt Mira Essigessenz ins Auge — sie hatte ihre Schutzbrille kurz abgesetzt. Bewerte die Möglichkeiten und entscheide Schritt für Schritt, was jetzt richtig ist. (Mix: Laborregeln, Gefahrenpiktogramme, saure Lösungen)

    Spiele den Ablauf Schritt für Schritt durch: Was passiert als Nächstes? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
      Der wichtigste Satz dieser Aufgabe: Schutzbrille nie absetzen, solange noch jemand arbeitet. Kommt es trotzdem zum Unfall, gilt: spülen, spülen, spülen — mindestens 10 Minuten — und die Lehrkraft informieren. Niemals versuchen, eine Säure mit einer alkalischen Lösung „wegzumachen“.
      Was verdünnt eine Säure am schnellsten und macht sie weniger gefährlich?
      Essigessenz ist viel konzentrierter als Speiseessig. Sie verätzt.
      A9
      Rotkohl oder Universalindikator?
      AFB III

      Mia sagt: „Rotkohlsaft ist der bessere Indikator, weil er natürlich ist.“ Nimm Stellung: Prüfe jedes Argument — stimmt es oder nicht?

      5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
      Aussage 1 von 5

      Eine gute Stellungnahme wägt ab: Rotkohlsaft ist billig, ungefährlich und zeigt sauer, neutral und alkalisch zuverlässig an. Für einen genauen pH-Wert ist Universalindikator mit Farbskala besser. „Natürlich“ ist dagegen kein Argument — es sagt nichts über die Qualität als Indikator.
      Trenne echte Argumente (was kann der Indikator?) von Scheinargumenten.
      Aussagen mit „immer“ oder „nur“ sind oft zu stark.
      A10
      Sieden und Verdunsten
      AFB III

      Wasser kann auf zwei Arten gasförmig werden. Vergleiche Sieden und Verdunsten: Was gilt nur für das eine, was für beide?

      Ordne jede Aussage einem der drei Bereiche zu. Mit der Tastatur: Enter zum Auswählen, dann 1–3 für den Bereich, 0 zurück.
      1 nur Sieden
      2 beide
      3 nur Verdunsten
      Sieden und Verdunsten sind beide ein Verdampfen: aus flüssig wird gasförmig. Sieden geschieht nur bei der Siedetemperatur und in der ganzen Flüssigkeit (Blasen). Verdunsten geschieht bei jeder Temperatur, aber langsam und nur an der Oberfläche — deshalb trocknet Wäsche auch im Winter.
      Denke an einen Topf mit kochendem Wasser und an eine Pfütze nach dem Regen.
      Was haben beide gemeinsam? Am Ende ist das Wasser gasförmig und weg.