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Übung AFB I

Piktogramme deuten, Flammen zünden, Stoffe erkennen: zehn Handgriffe, mit denen du in der Klassenarbeit zu den Stoffeigenschaften sichere Punkte holst.

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Aufgabenblock — AFB I

Zehn Standardaufgaben zum Wiedergeben: Regeln kennen, Begriffe zuordnen, Werte ablesen. Das sind die sicheren Punkte in jeder Arbeit — wer Laborregeln, Gasbrenner, Protokoll, Aggregatzustände und Indikatoren beherrscht, hat den Grundstock.

A1
Gefahrenpiktogramme erkennen
AFB I

Auf Flaschen im Chemieraum warnen rot umrandete Rauten vor Gefahren. Gib zu jeder Beschreibung das passende Piktogramm an.

Klicke das gesuchte Zeichen an. Mit der Tastatur: Tab oder Pfeiltasten zum Wandern, Enter zum Auswählen.

A B C D E F A B C D E F
Achtung Verwechslung: Flamme (A) heißt „entzündbar“ — der Stoff brennt selbst. Flamme über einem Kreis (D) heißt „brandfördernd“ — der Stoff brennt nicht unbedingt selbst, lässt aber ein Feuer viel heftiger brennen. Das Ausrufezeichen ist die „kleine“ Warnung, der Totenkopf die große.
Lies zuerst genau: Geht es um Feuer, um die Haut, um Gift oder um die Natur?
Ätzwirkung zeigt Tropfen, die auf eine Hand und auf ein Stück Material fallen. Beim Umweltzeichen siehst du einen kahlen Baum und einen Fisch.
A2
Regeln im Chemieraum
AFB I

Ordne jede Karte zu: Ist das Verhalten im Chemieraum richtig oder verboten?

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1So ist es richtig
2Das ist verboten
Der Grundgedanke hinter allen Regeln: Chemikalien dürfen nie in den Körper gelangen — nicht über den Mund, nicht über die Augen, nicht über die Haut. Deshalb gibt es im Chemieraum kein Essen, kein Probieren und keinen Daumen auf dem Reagenzglas, sondern einen Stopfen.
Frage bei jeder Karte: Könnte dabei ein Stoff in den Mund, in die Augen oder auf die Haut kommen?
Genau vier Karten gehören in jeden Korb.
A3
Den Gasbrenner anzünden
AFB I

Nenne die Schritte zum Anzünden des Gasbrenners in der richtigen Reihenfolge an.

Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Schutzbrille aufsetzen, lange Haare zusammenbinden
2Luftzufuhr und Gasregler am Brenner schließen
3Gashahn am Tisch öffnen
4Streichholz entzünden und seitlich an die Öffnung des Brennerrohrs halten
5Gasregler öffnen — das Gas entzündet sich
6Luftzufuhr langsam öffnen, bis die Flamme blau rauscht
Das Streichholz brennt bevor Gas aus dem Rohr strömt. Wer zuerst das Gas aufdreht und dann erst nach den Streichhölzern sucht, sammelt Gas über dem Tisch — beim Anzünden gibt es dann eine Stichflamme. Die Luftzufuhr bleibt beim Anzünden zu, sonst kann die Flamme ausgehen oder in das Rohr zurückschlagen.
Sicherheit kommt vor allem anderen: Was machst du, bevor du überhaupt etwas aufdrehst?
Die Flamme muss schon bereitstehen, wenn das Gas kommt. Die Luft öffnest du ganz zum Schluss.
A4
Das Versuchsprotokoll
AFB I

Stelle die Teile eines Versuchsprotokolls in der richtigen Reihenfolge: Setze die Fachbegriffe ein. Ein Wort bleibt übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Oben steht die , also das, was ich herausfinden will. Danach schreibe ich meine auf, noch bevor ich den Versuch mache. Unter liste ich alle Geräte und Chemikalien auf. In der beschreibe ich mit einer Skizze, was ich tue. Was ich sehe, höre, rieche oder messe, notiere ich unter . Erst in der erkläre ich, was das Ergebnis bedeutet.

„Meinung“ gehört nicht ins Protokoll. Die Vermutung ist keine Meinung, sondern eine begründete Erwartung, die der Versuch prüft. Und die Deutung steht erst in der Auswertung — nie schon unter Beobachtung.
Das Protokoll folgt dem Ablauf des Versuchs: erst fragen, dann vermuten, dann vorbereiten, durchführen, beobachten, erklären.
Unter Beobachtung steht nur, was die Sinne oder ein Messgerät liefern. Erklärt wird erst ganz am Ende.
A5
Zustandsänderungen benennen
AFB I

Bestimme zu jedem Übergang zwischen den Aggregatzuständen den Fachbegriff. Finde die sechs Paare.

Decke zwei Karten auf, die zusammengehören. Mit der Tastatur: Tab zur Karte, Enter aufdecken, Pfeiltasten zum Wandern.
Die Begriffe kommen paarweise: Schmelzen und Erstarren, Verdampfen und Kondensieren, Sublimieren und Resublimieren sind jeweils Hin- und Rückweg. Beispiele: Beschlagene Brillengläser — Wasserdampf kondensiert. Raureif an kalten Morgen — Wasserdampf resublimiert direkt zu Eis.
Jede Richtung hat ein Gegenstück. Merke dir zuerst die bekannten Paare Schmelzen/Erstarren.
Sublimieren überspringt den flüssigen Zustand: von fest direkt zu gasförmig. „Re-“ bedeutet: zurück.
A6
Körper und Stoff
AFB I

Jeder Gegenstand ist ein Körper, der aus einem Stoff besteht. Zeichne Verbindungslinien von jedem Körper zu dem Stoff, aus dem er (hauptsächlich) besteht.

Frage: Woraus ist das gemacht? Die Antwort ist immer der Stoff.
Stromkabel haben innen einen rötlich glänzenden Metalldraht. Getränkedosen sind sehr leicht und silbrig.
A7
Farben von Indikatoren
AFB I

Erstelle eine Farbtabelle: Was zeigt die Farbe an — sauer, neutral oder alkalisch? Setze in jeder Zeile genau ein Kreuz.

Setze in jeder Zeile das passende Kreuz — hier ist es genau eins pro Zeile. Enter setzt und löscht.
Farbe des Indikatorssauerneutralalkalisch
Universalindikator wird rot
Universalindikator wird grün
Universalindikator wird dunkelblau
Lackmus wird rot
Lackmus wird blau
Rotkohlsaft wird gelb
Rot heißt bei allen drei Indikatoren sauer. Bei alkalischen Lösungen unterscheiden sie sich: Lackmus und Universalindikator werden blau, Rotkohlsaft wird über blau und grün bis gelb. Gelb beim Rotkohl ist also kein „sauer“, sondern stark alkalisch.
Merke dir die gemeinsame Regel: Rot bedeutet sauer. Grün beim Universalindikator liegt genau in der Mitte.
Rotkohlsaft wird immer „blauer“, je alkalischer die Lösung ist — ganz am Ende sogar gelb.
A8
Schmelztemperatur ablesen
AFB I

Die Tabelle nennt Schmelz- und Siedetemperaturen einiger Stoffe. Lies ab, bei welcher Temperatur Kochsalz schmilzt.

StoffSchmelztemperaturSiedetemperatur
Wasser0 °C100 °C
Ethanol (Alkohol)−114 °C78 °C
Kochsalz801 °C1461 °C
Eisen1538 °C2862 °C
Sauerstoff−218 °C−183 °C
Trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
°C
Kochsalz schmilzt erst bei 801 °C. Die zweite Zahl, 1461 °C, ist die Siedetemperatur — dort wird das flüssige Salz gasförmig. Die Schmelztemperatur ist immer die kleinere der beiden Zahlen.
Suche die Zeile „Kochsalz“ und dann die Spalte „Schmelztemperatur“.
Schmelzen kommt vor dem Sieden — die Schmelztemperatur ist deshalb die kleinere Zahl.
A9
Stoffe mit den Sinnen prüfen
AFB I

Fünf Sätze beschreiben, wie man Stoffe prüft. Entscheide bei jedem Satz, ob er stimmt.

5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Mit den Sinnen allein lassen sich viele Stoffe nicht sicher unterscheiden. Und zwei Sinne sind im Labor tabu: der Geschmack immer, der Geruch nur mit Zufächeln. Ab dem Tastsinn braucht es Handschuhe oder einen Spatel.
Denke an die Laborregeln: Welcher Sinn ist im Chemieraum ganz verboten?
Eine Aussage über „immer“ ist oft verdächtig: Reicht das Aussehen wirklich, um einen Stoff zu erkennen?
A10
Zitronensaft auf der pH-Skala
AFB I

Die pH-Skala reicht von 0 bis 14. Zeichne den pH-Wert von Zitronensaft auf der Skala ein: Stelle den Regler ein.

Schiebe den Regler auf deinen Wert — Pfeiltasten bewegen ihn feiner. Nach dem Prüfen siehst du den Trefferbereich.
0 14
Zitronensaft hat etwa den pH-Wert 2 — er ist deutlich sauer. Je kleiner der pH-Wert, desto stärker sauer. 7 ist neutral, über 7 ist alkalisch. Zitronensaft ist also saurer als Essig (etwa pH 3) und viel saurer als Kaffee (etwa pH 5).
Zitronensaft schmeckt sehr sauer. Sauer bedeutet: kleiner als 7.
Stark sauer liegt ganz links auf der Skala, nahe bei 0 bis 3.