Die Mineraliensammlung
AFB I–IIIm Biologieraum steht eine alte Mineraliensammlung. Bei vier Steinen sind die Schilder abgefallen. Auf dem Zettel im Kasten steht:
| Mineral | Beschreibung |
|---|---|
| Pyrit („Katzengold“) | messinggelb, starker Metallglanz, hart |
| Quarz | farblos bis weiß, glänzt wie Glas, sehr hart |
| Graphit | grauschwarz, metallisch glänzend, fühlt sich fettig an, färbt auf Papier ab |
| Talk | weiß bis hellgrün, fühlt sich seifig an, sehr weich (mit dem Fingernagel ritzbar) |
- Gib für jedes Mineral an, welche Sinne bei dieser Beschreibung benutzt wurden.
- Beschreibe, wie du beim Talk vorgehst, um seine Beschreibung zu überprüfen.
- Erkläre, warum Pyrit „Katzengold“ genannt wird und warum man Gold nicht allein mit den Augen erkennt.
- Vergleiche Quarz und Talk: Welche Eigenschaft unterscheidet die beiden am deutlichsten?
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Pyrit: Sehen (Farbe, Glanz), Tasten (hart). Quarz: Sehen (farblos, Glasglanz), Tasten (hart). Graphit: Sehen (Farbe, Glanz), Tasten (fettig), außerdem Abfärben beim Reiben über Papier. Talk: Sehen (Farbe), Tasten (seifig, weich).
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Talk ansehen und die Farbe notieren (weiß bis hellgrün). Dann mit den Fingern über die Oberfläche streichen: Sie fühlt sich seifig an. Zum Schluss vorsichtig mit dem Fingernagel ritzen: Entsteht ein Kratzer, ist der Stein sehr weich.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Pyrit ist messinggelb und glänzt stark metallisch — genau wie Gold. Das Auge sieht keinen Unterschied, deshalb hielten ihn Menschen oft für Gold. Wer Gold sicher erkennen will, braucht weitere Untersuchungen, weil zwei Stoffe gleich aussehen können.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Quarz und Talk können beide weiß sein. Am deutlichsten unterscheiden sie sich beim Tasten: Quarz ist sehr hart und glatt, Talk ist sehr weich und fühlt sich seifig an.
Drei Flaschen in der Chemie-AG
AFB II–IIIIn der Chemie-AG findet Tom im Schrank drei gleiche Flaschen ohne Etikett. Alle enthalten eine farblose, klare Flüssigkeit. Laut Liste müssen es destilliertes Wasser, Zitronensäure-Lösung und Glasreiniger sein.
Tom will gleich die Nase über jede Flasche halten und tief einatmen. „Und wenn das nicht klappt, probiere ich einen Tropfen — Zitronensäure ist ja nur sauer.“
- Begründe, warum Tom nicht probieren darf.
- Untersuche, welche der drei Flüssigkeiten sich allein mit den erlaubten Sinnen erkennen lässt.
- Nimm Stellung zu Toms Plan, direkt an der Flasche zu riechen.
- Plane ein sicheres Vorgehen, mit dem Tom die Flaschen am Ende richtig beschriften kann.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Im Labor wird grundsätzlich nichts probiert. Tom weiß nicht sicher, was in welcher Flasche ist — es könnte auch Glasreiniger sein. Außerdem können Flaschen und Geräte im Labor verunreinigt sein.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Aussehen: alle drei farblos und klar — kein Unterschied. Geruch (zufächeln): Glasreiniger riecht deutlich, Wasser und Zitronensäure-Lösung riechen nicht. Tasten ist bei unbekannten Flüssigkeiten nicht erlaubt, Klang hilft nicht. Also lässt sich nur der Glasreiniger mit den Sinnen erkennen.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Der Plan ist gefährlich. Beim tiefen Einatmen direkt über der Flasche gelangen viele Dämpfe in Nase und Lunge; bei einem stark riechenden Stoff wie Glasreiniger kann das reizen. Richtig ist: Flasche mit Abstand halten, Luft zufächeln, vorsichtig schnuppern.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Zum Beispiel: Schutzbrille aufsetzen. Flaschen mit 1, 2, 3 nummerieren. Durch Zufächeln den Glasreiniger finden und beschriften. Für die beiden übrigen Flaschen weitere Untersuchungen mit Geräten durchführen oder die Lehrkraft fragen, z. B. je einen Tropfen auf einem Uhrglas eintrocknen lassen und schauen, ob ein Rest bleibt. Erst dann endgültig beschriften.
