Das Kellerregal
AFB I–IIEmre räumt mit seinem Vater das Kellerregal auf. Dort stehen drei Flaschen mit Gefahrenpiktogrammen. Sein Vater will einen Rest Backofenreiniger in eine leere Limonadenflasche umfüllen, damit mehr Platz im Regal ist.
- Nenne für jede der drei Flaschen die Namen der abgebildeten Piktogramme.
- Beschreibe, welche Gefahr von der Flasche 2 ausgeht und wie man sich beim Benutzen schützt.
- Ordne die drei Flaschen danach, wie schwer ihre Gefahr laut Signalwort ist, und gib an, welche Flasche das schwächere Signalwort trägt.
- Erkläre, warum der Plan des Vaters mit der Limonadenflasche gefährlich ist.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Flasche 1: Flamme (entzündbar). Flasche 2: Ätzwirkung (ätzend) und Ausrufezeichen (gesundheitsschädlich/reizend). Flasche 3: Umwelt (umweltgefährlich) und Ausrufezeichen.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Der Backofenreiniger ist ätzend: Er verätzt Haut und Augen und reizt die Atemwege. Schutz: Schutzbrille und Handschuhe tragen, nicht einatmen, nichts verspritzen.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Flasche 1 und 2 tragen das Signalwort „Gefahr“ (schwere Gefahr), Flasche 3 trägt „Achtung“ (weniger schwere Gefahr). Also: 1 und 2 gefährlicher als 3.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
In einer Limonadenflasche erwartet jeder ein Getränk. Jemand könnte den Backofenreiniger verwechseln und trinken — das würde Mund und Speiseröhre verätzen. Außerdem fehlen dann Etikett und Piktogramme, niemand wird gewarnt.
Experimentiertag in der 6c
AFB II–IIIBeim Experimentiertag der 6c arbeiten vier Gruppen gleichzeitig. Tim sitzt am Rand und schaut nur zu; er hat seine Schutzbrille abgenommen. Sara will herausfinden, wie eine farblose Flüssigkeit riecht. Sie sagt: „Ich halte einfach kurz die Nase drüber, das geht am schnellsten.“
- Begründe, warum auch Tim seine Schutzbrille tragen muss.
- Vergleiche Saras Vorschlag mit dem richtigen Vorgehen beim Prüfen eines Geruchs.
- Beurteile die Aussage eines Mitschülers: „Wenn ein Stoff kein Gefahrenpiktogramm hat, brauche ich keine Regeln zu beachten.“
- Entwickle eine Checkliste mit mindestens fünf Punkten, die jede Gruppe vor dem Start abhaken soll.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Spritzer können auch Personen treffen, die nur zuschauen — zum Beispiel wenn am Nachbartisch ein Reagenzglas überkocht. Die Augen sind sehr empfindlich. Deshalb gilt die Brillenpflicht für alle im Raum, solange experimentiert wird.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Sara beugt sich mit der Nase direkt über das Gefäß: Dämpfe gelangen konzentriert in Nase, Atemwege und Augen. Richtig ist: Abstand halten und mit der Hand die Luft über der Öffnung vorsichtig zur Nase zufächeln. So riecht man nur eine kleine Menge. Beides prüft den Geruch, aber nur das Zufächeln ist sicher.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Die Aussage ist falsch. Unbekannte Stoffe oder Stoffe ohne Etikett können trotzdem gefährlich sein. Außerdem schützen viele Regeln vor Gefahren, die nicht vom Stoff kommen: Flamme, heißes Glas, Scherben. Die Regeln gelten immer.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Beispiel: 1. Schutzbrille auf? 2. Kittel an, lange Haare zusammengebunden? 3. Tasche weg vom Tisch, kein Essen und Trinken am Platz? 4. Anleitung ganz gelesen? 5. Wissen wir, wo Not-Aus, Augendusche, Löschdecke und Feuerlöscher sind? 6. Steht ein Entsorgungsbehälter bereit? Jede sinnvolle Liste mit fünf passenden Punkten ist richtig.
