Die Kiste im Fundbüro
AFB I–IIAm Ende des Schuljahrs räumt der Hausmeister die Fundkiste aus. Darin liegen:
eine Trinkflasche aus Edelstahl · eine Trinkflasche aus Kunststoff · eine Wollmütze · ein Holzlineal · ein Kunststofflineal · ein Wollschal · eine Silberkette · ein Turnbeutel aus Baumwolle
Die Sachen sollen in zwei Kartons: Karton 1 bekommt die Kleidung, Karton 2 alles andere. Mila schlägt vor, für das Recycling später lieber nach Stoffen zu sortieren.
- Nenne für vier Gegenstände aus der Kiste jeweils den Körper und den Stoff.
- Ordne die Gegenstände in Gruppen: Welche haben den gleichen Körper, welche den gleichen Stoff?
- Vergleiche die beiden Trinkflaschen: Was haben sie gemeinsam, worin unterscheiden sie sich?
- Begründe, warum man für das Recycling nach Stoffen sortieren muss und nicht nach Körpern.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Zum Beispiel: Trinkflasche — Edelstahl; Mütze — Wolle; Lineal — Holz; Kette — Silber; Turnbeutel — Baumwolle. Jede richtige Kombination aus Körper und Stoff zählt.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Gleicher Körper, verschiedene Stoffe: die zwei Trinkflaschen (Edelstahl/Kunststoff) und die zwei Lineale (Holz/Kunststoff). Gleicher Stoff, verschiedene Körper: Wollmütze und Wollschal; außerdem Kunststoffflasche und Kunststofflineal.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Gemeinsam: Beide sind derselbe Körper — eine Trinkflasche mit ähnlicher Form und Aufgabe. Unterschied: Sie bestehen aus verschiedenen Stoffen (Edelstahl und Kunststoff) und haben deshalb andere Eigenschaften, z. B. Glanz, Gewicht, Klang.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Beim Recycling wird aus dem alten Stoff neues Material gewonnen, z. B. Kunststoff eingeschmolzen. Dafür müssen gleiche Stoffe zusammenliegen. Ein Karton „Trinkflaschen“ würde Edelstahl und Kunststoff mischen — das lässt sich nicht gemeinsam verarbeiten.
In der Töpferwerkstatt
AFB II–IIIDie Kunst-AG arbeitet mit einem Block aus feuchtem Ton von 600 g. Clara teilt ihn gerecht auf und formt daraus 4 gleich schwere Becher. Kein Ton bleibt übrig.
Die Becher trocknen und werden danach im Brennofen bei etwa 1000 °C gebrannt. Vorher waren sie weich und ließen sich in Wasser wieder aufweichen. Nach dem Brennen sind sie steinhart, klingen hell, wenn man daran klopft, und werden in Wasser nicht mehr weich.
Mia meint: „Das ist alles immer noch derselbe Stoff wie der Tonklumpen am Anfang.“
- Erläutere am Beispiel der Becher, was sich beim Formen ändert und was gleich bleibt.
- Ermittle, wie viel Gramm Ton in einem ungebrannten Becher stecken.
- Beurteile Mias Aussage für die Becher nach dem Brennen.
- Entwickle einen einfachen Versuch, mit dem du zeigen kannst, dass ein Stück ungebrannter Ton und ein Stück gebrannter Ton verschiedene Eigenschaften haben.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Beim Formen ändert sich der Körper: Aus einem Block werden vier Becher mit neuer Form und Größe. Der Stoff bleibt gleich: Es ist weiterhin feuchter Ton — weich, formbar, mit derselben Farbe.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
600 g : 4 = 150 g. In jedem Becher stecken 150 g Ton.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Für die geformten Becher vor dem Brennen stimmt die Aussage. Nach dem Brennen stimmt sie nicht: Die Becher sind hart, klingen hell und weichen in Wasser nicht mehr auf. Andere Eigenschaften bedeuten: Es ist ein neuer Stoff entstanden (Keramik). Das Brennen ist also mehr als Umformen.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Zum Beispiel: Ein Stück ungebrannten, getrockneten Ton und eine Scherbe gebrannten Ton gleich lange in je ein Glas Wasser legen und nach 10 Minuten mit dem Finger drücken. Der ungebrannte Ton wird weich, die Scherbe bleibt hart. Auch ein Klopftest (Klang) oder ein Kratztest ist richtig, wenn beide Proben gleich behandelt werden.
