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Fest, flüssig, gasförmig

Saft passt sich jeder Flasche an, ein Stein nicht — und Luft lässt sich in der Pumpe zusammendrücken. Woran liegt das?

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Drei Aggregatzustände

Jeder Stoff ist entweder fest, flüssig oder gasförmig. Diese drei Zustände heißen Aggregatzustände. Man vergleicht sie an drei Fragen: Hat der Stoff eine eigene Form? Hat er ein eigenes Volumen (Raum, den er einnimmt, in mL)? Lässt er sich zusammendrücken?

  • fest:eigene Form und eigenes Volumen. Lässt sich nicht zusammendrücken. Beispiele: Eis, Eisen, Kochsalz.
  • flüssig:keine eigene Form — die Flüssigkeit nimmt die Form des Gefäßes an, ihre Oberfläche ist waagerecht. Eigenes Volumen. Lässt sich (fast) nicht zusammendrücken. Beispiele: Wasser, Speiseöl.
  • gasförmig:keine eigene Form und kein eigenes Volumen — ein Gas füllt jedes geschlossene Gefäß ganz aus. Lässt sich gut zusammendrücken. Beispiele: Luft, Wasserdampf.

Wähle einen Aggregatzustand und ziehe die Stoffportion aus dem Vorrat in ein Gefäß (oder wähle das Gefäß unten). Liegt sie in der Spritze, drückst du den Kolben am Griff nach unten — mit der Maus oder mit ↓.

Form und Volumen im Gefäß

Halte fest: Ein fester Stoff behält Form und Volumen, eine Flüssigkeit nur ihr Volumen — ein Gas füllt jedes geschlossene Gefäß ganz aus und lässt sich als einziger Zustand zusammendrücken.

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Übergänge zwischen den Zuständen

Wird ein Stoff erwärmt oder abgekühlt, kann er seinen Aggregatzustand wechseln. Der Stoff bleibt dabei derselbe: Eis, Wasser und Wasserdampf sind alle der Stoff Wasser.

gasförmig fest flüssig Schmelzen Erstarren Verdampfen Kondensieren Sublimieren Resublimieren
Orange: Wärme zuführen. Blau: Wärme abgeben.
  • Schmelzen:fest → flüssig, z. B. Eis im Getränk.
  • Erstarren:flüssig → fest, z. B. heißes Kerzenwachs wird hart.
  • Verdampfen:flüssig → gasförmig. Zwei Arten: Sieden = Verdampfen bei der Siedetemperatur, mit Blasen im Inneren der Flüssigkeit. Verdunsten = langsames Verdampfen an der Oberfläche, auch weit unter der Siedetemperatur (Pfütze trocknet).
  • Kondensieren:gasförmig → flüssig, z. B. der Badezimmerspiegel beschlägt.
  • Sublimieren:fest → gasförmig, ohne flüssig zu werden, z. B. Trockeneis.
  • Resublimieren:gasförmig → fest, ohne flüssig zu werden, z. B. Raureif an kalten Zweigen.
Merke

Wärme zuführen: fest → flüssig → gasförmig. Wärme abgeben: gasförmig → flüssig → fest. Nur der Aggregatzustand ändert sich — der Stoff bleibt derselbe.

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Allgemeine Hinweise

Wasserdampf ist unsichtbar

Der weiße „Dampf“ über dem Kochtopf ist kein Gas. Es sind winzige Wassertröpfchen — der Wasserdampf ist dort schon wieder kondensiert. Echter Wasserdampf ist farblos.

Temperatur immer dazusagen

„Wasser ist flüssig“ stimmt nur bei Zimmertemperatur. Gib den Aggregatzustand eines Stoffes deshalb immer für eine Temperatur an, meist für 20 °C.

Verdunsten ist kein Sieden

Wäsche trocknet auch bei 20 °C: Das Wasser verdunstet. Sieden gibt es erst bei der Siedetemperatur — dann bilden sich Blasen in der ganzen Flüssigkeit.

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