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Zusammenfassung

Alles Wichtige zu den Kohlenwasserstoffen auf einen Blick — von der Summenformel bis zur Wasserstoffbrücke.

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Organische Stoffe

1.1 — Was organische Stoffe ausmacht, wie man C und H nachweist, wie sich Molekül- und Ionenverbindungen unterscheiden und wie man Moleküle zeichnet.

1.1.1 Organisch oder anorganisch?

Organisch: Kohlenstoffverbindungen. Ausnahmen (anorganisch): CO, CO₂, Kohlensäure, Carbonate. Seit Wöhler (1828) lassen sich organische Stoffe im Labor herstellen.

CH₄, C₃H₈ organisch · CO₂, CaCO₃ nicht

Nachweis von C und H

Stoff verbrennen: Kalkwasser wird trüb → CO₂ → Stoff enthält C. Watesmo-Papier wird blau → H₂O → Stoff enthält H. O ist so nicht nachweisbar (stammt auch aus der Luft).

Ca(OH)₂ + CO₂ → CaCO₃ + H₂O

1.1.2 Molekül- und Ionenverbindungen

Ionenverbindung: Ionengitter, hohe Schmelztemperatur, Schmelze leitet. Molekülverbindung: Elektronenpaarbindungen, niedrige Schmelz- und Siedetemperaturen, leitet nicht.

ΔEN > 1,7 → Ionen

1.1.3 Organische Moleküle darstellen

C ist vierbindig, tetraedrisch (≈ 109,5°). Summenformel C₃H₈ · Strukturformel mit allen Strichen · Halbstrukturformel CH₃–CH₂–CH₃ · Skelettformel als Zickzack.

C: immer 4 Bindungen
Organisch sind …
Kohlenstoffverbindungen
außer den Oxiden des Kohlenstoffs, der Kohlensäure und den Carbonaten.

Die Formel NaCl ist kein Molekül

Bei Salzen gibt die Formel nur das Zahlenverhältnis der Ionen an. Von Molekülen spricht man nur, wenn Atome über Elektronenpaarbindungen verbunden sind.

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Alkane und Alkene

1.2 — Die homologe Reihe, die Regeln für Namen, Isomere, die Einteilung der C-Atome und die Doppelbindung.

1.2.1 Homologe Reihe der Alkane

Nur Einfachbindungen (gesättigt). Jedes Glied eine CH₂-Gruppe mehr. Meth-, Eth-, Prop-, But-, Pent-, Hex-, Hept-, Oct-an. Bis Butan gasförmig, ab Pentan flüssig; Siedetemperatur steigt mit der Kette.

CₙH₂ₙ₊₂

1.2.2 Alkane benennen

12345

Längste Kette → Stammname. Nummerieren, sodass Seitenketten kleinste Lokanten bekommen. Seitenketten alphabetisch, gleiche mit di-, tri-, jede mit eigenem Lokanten.

3-Ethyl-2,2-dimethylpentan

1.2.3 Strukturisomerie

Gleiche Summenformel, andere Verknüpfung → verschiedene Stoffe. Stärker verzweigt → kompakter → niedrigere Siedetemperatur (Pentan 36 °C, 2-Methylbutan 28 °C, 2,2-Dimethylpropan 9,5 °C).

C₄: 2 · C₅: 3 · C₆: 5

1.2.4 Primäre, sekundäre, tertiäre C

Man zählt die direkt gebundenen C-Atome: 1 primär, 2 sekundär, 3 tertiär, 4 quartär. Isooctan (2,2,4-Trimethylpentan): 5 prim., 1 sek., 1 tert., 1 quart.

1 · 2 · 3 · 4 C-Nachbarn

1.2.5 Die Alkene

Eine C=C-Doppelbindung (ungesättigt), um sie keine freie Drehung. Name mit Lokant der Doppelbindung: But-1-en, But-2-en. Alkene entfärben Bromwasser.

CₙH₂ₙ
Alkane und Alkene
CₙH₂ₙ₊₂ · CₙH₂ₙ
n ist die Anzahl der C-Atome. Molare Masse der Alkane: M = (14n + 2) g/mol.

Gleiche Formel heißt nicht gleicher Stoff

Zu C₄H₁₀ gehören Butan und 2-Methylpropan. Umgekehrt ist ein gedrehtes oder gespiegelt gezeichnetes Molekül kein neues Isomer — im Zweifel beide benennen.

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Zwischenmolekulare Kräfte

1.3 — Warum Stoffe bei verschiedenen Temperaturen sieden und warum sich manche mischen und andere nicht.

1.3.1 Van-der-Waals-Kräfte

Kurzzeitige Dipole induzieren Dipole in Nachbarmolekülen. Wirken zwischen allen Molekülen; stärker bei größerer Kontaktfläche (lange, unverzweigte Ketten).

Butan −0,5 °C · 2-Methylpropan −12 °C

1.3.2 Dipol-Dipol-Kräfte

Polare Bindungen (ΔEN 0,4–1,7) und unsymmetrische Gestalt → Dipolmolekül. H₂O ist ein Dipol, CO₂ (linear) nicht.

EN: H 2,2 · C 2,5 · O 3,5

1.3.2 Wasserstoffbrücken

H an O, N oder F gebunden + freies Elektronenpaar an O, N oder F im Nachbarmolekül. Stärkste zwischenmolekulare Kraft: Ethanol siedet bei 78 °C, Dimethylether bei −24 °C.

VdW < Dipol-Dipol < H-Brücken

1.3.3 Hydrophil und lipophil

Hydrophil = polar, wasserlöslich. Lipophil = unpolar, fettlöslich. Heptan und Wasser bilden zwei Phasen; Fett löst sich in Waschbenzin.

„Ähnliches löst sich in Ähnlichem“
Siedetemperatur bei ähnlicher Molekülgröße
Propan < Dimethylether < Ethanol
Van-der-Waals-Kräfte (−42 °C) < Dipol-Dipol-Kräfte (−24 °C) < Wasserstoffbrücken (78 °C).

Beim Sieden bleiben die Moleküle ganz

Überwunden werden nur die Kräfte zwischen den Molekülen, nie die Elektronenpaarbindungen im Molekül. Siedetemperaturen erklärt man deshalb immer mit zwischenmolekularen Kräften.

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Die Regeln, an denen die Punkte hängen

Diese vier Punkte kosten in Klausuren zu den Kohlenwasserstoffen am häufigsten Punkte.

Vier Striche an jedem C-Atom

Nach jeder Strukturformel alle C-Atome kontrollieren: genau vier Bindungen, bei O-Atomen zwei freie Elektronenpaare.

Erst die längste Kette, dann die Nummern

Die Hauptkette kann um Ecken laufen. Eine „Ethylgruppe an C2“ oder „Methylgruppe an C1“ zeigt: Die Kette ist zu kurz gewählt.

Siedetemperaturen in drei Schritten begründen

Welche Kräfte wirken (VdW, Dipol-Dipol, H-Brücken)? Wie stark sind sie (Kontaktfläche, Polarität)? Mehr Energie zum Trennen → höhere Siedetemperatur.

Mischbarkeit ist keine Frage der Dichte

Ob sich Stoffe mischen, entscheidet die Polarität. Die Dichte sagt nur, welche Phase oben liegt.

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