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Übungen: Säure-Base-Reaktionen

Zehn Übungen, in denen jedes Proton einen Partner braucht — und Wasser gleich zwei Rollen hat.

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Übungsaufgaben

Zehn interaktive Übungen zum Klicken, Ziehen und Knobeln — von AFB I bis AFB III. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; bei kniffligen Aufgaben helfen dir die gestuften Tipps.

A1
Säure und ihre korrespondierende Base
AFB I

Verbinde jede Säure mit ihrer korrespondierenden Base.

A2
Echte Paare?
AFB I

Welche Paare sind korrespondierende Säure-Base-Paare (Säure/Base)?

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Ein Paar unterscheidet sich um genau ein H⁺. H₂SO₄/SO₄²⁻ und H₃O⁺/OH⁻ trennen zwei Protonen, bei HNO₃/NO₂⁻ fehlt ein O-Atom — das ist gar kein Protonenübergang. Auch NH₃ kann (gegenüber sehr starken Basen) ein Proton abgeben: NH₃/NH₂⁻ ist ein Paar.
A3
Säure, Base oder Ampholyt?
AFB I

Ordne jedes Teilchen ein: Kann es nur Protonen abgeben, nur aufnehmen oder beides?

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Ampholyt
2nur Säure
3nur Base
Ampholyte haben ein abgebbares H und ein freies Elektronenpaar. NH₄⁺ und H₃O⁺ können nur abgeben (sie würden sonst zweifach positiv), PO₄³⁻, Acetat und Nitrat haben kein abgebbares H mehr.
A4
Essigsäure in Wasser — Gleichung bauen
AFB II

Baue die Gleichung für die Reaktion von Essigsäure mit Wasser nach dem Schema Säure 1 + Base 2 ⇌ Base 1 + Säure 2. Zwei Bausteine sind Fallen.

Setze den Bauplan von links nach rechts zusammen. Ein Klick legt den Baustein auf den nächsten freien Platz, ein Klick im Bauplan legt ihn zurück. Enter funktioniert genauso.
CH₃COOH + H₂O ⇌ CH₃COO⁻ + H₃O⁺. Paare: CH₃COOH/CH₃COO⁻ und H₃O⁺/H₂O. OH⁻ wäre die Base zu Wasser — die entsteht nur, wenn Wasser Säure ist. CH₃COOH₂⁺ entstünde, wenn Essigsäure ein Proton aufnähme.
Ansatz: Wer gibt ab, wer nimmt auf? Die Essigsäure ist hier der Donator.
Lösungsweg: Säure 1 = CH₃COOH, Base 2 = H₂O; rechts erst die Base zur Säure 1, dann die Säure zur Base 2.
A5
Mix: Salmiak trifft Natronlauge
AFB II

Gemischt mit 3.1.2: Gibt man Natronlauge zu Ammoniumchlorid (Salmiak), riecht es nach Ammoniak. Na⁺ und Cl⁻ sind nur Zuschauer. Schreibe Formeln ohne Hoch- und Tiefstellung, z. B. NH4+.

Löse die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Formel des Protonendonators
  2. Formel des Protonenakzeptors
  3. Formel des Gases, das man riecht
  4. Korrespondierende Säure zum Akzeptor
NH₄⁺ + OH⁻ ⇌ NH₃ + H₂O. Paare: NH₄⁺/NH₃ und H₂O/OH⁻. Das Hydroxid-Ion der Lauge holt sich das Proton, das entstehende Ammoniak entweicht — ein Nachweis für Ammonium-Ionen.
Ansatz: Welches Teilchen hat ein abgebbares H, welches ein freies Elektronenpaar und eine negative Ladung?
Lösungsweg: NH₄⁺ gibt ab, OH⁻ nimmt auf. Zur Base OH⁻ gehört die Säure H₂O.
A6
Fehlersuche: Paare im Heft
AFB II

Sechs Aussagen aus einem Heft — drei sind falsch.

In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Die häufigsten Fehler: Paare über zwei Protonen hinweg, die falsche Rolle des Wassers und „H in der Formel = Ampholyt“. Prüfe immer: genau ein H⁺ Unterschied, und wer bekommt es?
Ansatz: Vergleiche in jedem Paar die Formeln: Unterscheiden sie sich um genau ein H⁺?
Lösungsweg: Frage beim Wasser: Hat es in dieser Reaktion ein Proton bekommen (→ H₃O⁺) oder abgegeben (→ OH⁻)?
A7
Paare finden — Schritt für Schritt
AFB II

Dihydrogenphosphat-Ionen H₂PO₄⁻ reagieren mit Ammoniak. Bringe das Vorgehen in eine sinnvolle Reihenfolge.

Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Donator suchen: H₂PO₄⁻ hat ein abgebbares H an einem O-Atom.
2Akzeptor suchen: NH₃ hat ein freies Elektronenpaar am N.
3Produkte bilden: HPO₄²⁻ und NH₄⁺.
4Ladungen prüfen: links −1 + 0 = −1, rechts −2 + 1 = −1.
5Paare notieren: H₂PO₄⁻/HPO₄²⁻ und NH₄⁺/NH₃.
Erst die Rollen klären, dann die Produkte bilden, dann mit der Ladungsbilanz kontrollieren. Die Paare ergeben sich zum Schluss fast von selbst: je eine Säure links und ihre Base rechts.
Ansatz: Ohne Rollen keine Produkte, ohne Produkte keine Paare.
Lösungsweg: Donator → Akzeptor → Produkte → Ladungsprobe → Paare.
A8
Trickaufgabe: Wasser gegen Wasser
AFB III

In reinem Wasser läuft die Autoprotolyse ab: H₂O + H₂O ⇌ H₃O⁺ + OH⁻. Wie viele korrespondierende Säure-Base-Paare sind an dieser Reaktion beteiligt?

Rechne selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
Zwei — auch wenn links zweimal dasselbe Teilchen steht. Ein Wassermolekül wirkt als Säure (Paar H₂O/OH⁻), das andere als Base (Paar H₃O⁺/H₂O). Jede Säure-Base-Reaktion hat genau zwei Paare.
Ansatz: Welche Rolle spielt jedes der beiden Wassermoleküle?
Lösungsweg: Säure 1 = H₂O → Base 1 = OH⁻; Base 2 = H₂O → Säure 2 = H₃O⁺.
A9
Natron kann beides
AFB III

Natron (Natriumhydrogencarbonat) enthält HCO₃⁻-Ionen. Verfolge, was mit ihnen passiert.

Spiele den Ablauf Schritt für Schritt durch: Was passiert als Nächstes? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
    HCO₃⁻ + CH₃COOH ⇌ H₂CO₃ + CH₃COO⁻ (Base), aber HCO₃⁻ + OH⁻ ⇌ CO₃²⁻ + H₂O (Säure). Die Rolle entscheidet der Partner — das macht Natron zum Ampholyt.
    Ansatz: Ist der Partner ein Donator oder ein Akzeptor? HCO₃⁻ übernimmt jeweils die andere Rolle.
    Lösungsweg: Mit Säure: HCO₃⁻ → H₂CO₃. Mit Lauge: HCO₃⁻ → CO₃²⁻.
    A10
    Welche Rolle spielt das Wasser?
    AFB III

    Kreuze für jede Reaktion an, welche Rolle Wasser spielt — bei einer Zeile ist keine Spalte richtig, bei einer passen zwei.

    Setze die passenden Kreuze — auch mehrere pro Zeile oder keins sind möglich. Enter setzt und löscht.
    ReaktionH₂O ist SäureH₂O ist Base
    HBr + H₂O
    CH₃NH₂ + H₂O
    F⁻ + H₂O ⇌ HF + OH⁻
    H₃PO₄ + H₂O
    HCl + NH₃ → NH₄Cl (Gasphase)
    H₂O + H₂O ⇌ H₃O⁺ + OH⁻
    Gegenüber Säuren (HBr, H₃PO₄) ist Wasser Base, gegenüber Basen (Methylamin, Fluorid) Säure. In der Gasphasen-Reaktion von HCl mit NH₃ kommt gar kein Wasser vor, in der Autoprotolyse spielt es beide Rollen.
    Ansatz: Suche zuerst den Partner des Wassers: Ist er ein Protonendonator oder ein Akzeptor?
    Lösungsweg: HBr gibt ab → Wasser nimmt auf (Base). F⁻ nimmt auf → Wasser gibt ab (Säure).