Wirte bestimmen, Kreisläufe ordnen, Stoffströme verfolgen — und entscheiden, wer in einer Beziehung wirklich profitiert.
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Übungsaufgaben
Zehn Übungen zum Klicken, Zuordnen und Knobeln — von AFB I bis AFB III, mit einer Mix-Aufgabe aus früheren Kapiteln und einer Trickaufgabe. Jede Übung gibt sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen die gestuften Tipps.
A1
Wer lebt wie mit wem?
AFB I
Ordnen Sie jedem Beispiel die passende Form des Zusammenlebens zu.
Klicken Sie links einen Eintrag an und dann rechts den passenden — es entsteht eine Verbindungslinie. Mit der Tastatur: Enter zum Auswählen, ↑/↓ zum Wandern.
Die Kleeseide ist gelblich und ohne Chlorophyll — ein Vollparasit. Der grüne Klappertopf betreibt Fotosynthese und holt sich nur Wasser und Mineralsalze. Die Seepocken nutzen den Wal als Unterlage und Transportmittel, ohne ihm Stoffe zu entziehen. Die Ameisen erhalten zuckerhaltigen Honigtau, die Blattläuse Schutz vor Fressfeinden.
Achten Sie darauf, wo der Partner lebt (außen oder innen) und ob eine Pflanze selbst grün ist.
Bei einer der Beziehungen hat ein Partner weder Vor- noch Nachteil.
A2
Plus, Minus oder Null?
AFB I
Geben Sie für jede Beziehung an, wie sie sich auf die beiden Partner auswirkt.
Setzen Sie in jeder Zeile das passende Kreuz — hier ist es genau eins pro Zeile. Enter setzt und löscht.
Beziehung
+/+
+/0
+/−
−/−
Symbiose
Kommensalismus
Parasitismus
Räuber-Beute-Beziehung
interspezifische Konkurrenz
Parasitismus und Räuber-Beute-Beziehung haben dasselbe Vorzeichenmuster +/−; sie unterscheiden sich darin, dass der Parasit seinen Wirt meist lange nutzt, statt ihn zu töten. Konkurrenten schaden sich gegenseitig, weil beide dieselbe knappe Ressource nutzen.
Das erste Zeichen steht für den Partner, der profitiert oder zumindest nicht verliert.
Zwei Zeilen haben dasselbe Muster.
A3
Außen oder innen?
AFB I
Nennen Sie für jeden Parasiten, ob er als Ekto- oder als Endoparasit lebt, indem Sie ihn in den passenden Korb legen.
Ziehen Sie jede Karte in den passenden Korb — oder wählen Sie sie mit Enter aus und drücken Sie dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Ektoparasit
2Endoparasit
Läuse, Flöhe, Wanzen und Milben leben auf der Körperoberfläche bzw. suchen sie zum Saugen auf. Würmer wie Spulwurm, Leberegel und Trichine sowie der Einzeller Toxoplasma leben im Körperinneren — der Einzeller sogar innerhalb von Zellen.
Fragen Sie: Könnte man den Parasiten mit einer Lupe auf der Haut, im Fell oder am Panzer finden?
Je vier Karten gehören in jeden Korb.
A4
Der Kreislauf des Fuchsbandwurms
AFB II
Beschreiben Sie den Entwicklungskreislauf des Fuchsbandwurms, indem Sie die Stationen in die richtige Reihenfolge bringen. Beginnen Sie beim geschlechtsreifen Wurm.
Ziehen Sie die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Der geschlechtsreife Bandwurm im Dünndarm des Fuchses bildet Glieder voller Eier.
2Die Eier gelangen mit dem Kot des Fuchses auf Wiesen und Felder.
3Eine Feldmaus nimmt Eier mit der Nahrung auf.
4In der Leber der Maus wachsen Larven heran; die Maus wird geschwächt.
5Ein Fuchs erbeutet die langsame Maus und frisst die Larven mit.
6Im Darm des Fuchses heften sich die jungen Bandwürmer mit Haken und Saugnäpfen an.
Die Maus ist der Zwischenwirt (Larven), der Fuchs der Endwirt (geschlechtsreifer Wurm). Dass die befallene Maus geschwächt ist und leichter gefangen wird, erhöht die Chance, dass die Larven in den Endwirt gelangen.
Im Zwischenwirt leben die Larven, im Endwirt der geschlechtsreife Wurm.
Der Weg führt vom Fuchs über den Boden in die Maus und wieder zurück in den Fuchs.
A5
Lupinen auf magerem Sand
AFB II
Lupinen wachsen auch auf stickstoffarmen Sandböden gut. Erklären Sie diese Beobachtung, indem Sie den Lückentext vervollständigen — zwei Wörter bleiben übrig.
Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.
In den der Lupine leben Bakterien, die binden und zu umsetzen. Die Pflanze baut daraus und damit Proteine auf. Im Gegenzug erhalten die Bakterien aus der Fotosynthese. Weil beide Partner profitieren, handelt es sich um eine .
Pflanzen können den Stickstoff der Luft (N₂) nicht selbst nutzen; auf stickstoffarmem Boden fehlt ihnen sonst Stickstoff für Aminosäuren und Nucleotide. Die Knöllchenbakterien liefern ihn als Ammonium und werden dafür mit Kohlenhydraten versorgt.
Welches Element enthalten Aminosäuren, aber keine Kohlenhydrate?
Bei der Beziehung haben beide Partner einen Vorteil.
A6
Halb- und Vollparasiten
AFB II
Vergleichen Sie den Klappertopf (Halbparasit) mit der Kleeseide (Vollparasit), indem Sie jedes Merkmal zuordnen.
Wählen Sie in jedem Menü den passenden Eintrag. Alle Felder müssen stimmen.
Merkmal
trifft zu auf
besitzt grüne Blätter mit Chlorophyll
bildet Saugorgane (Haustorien), die in den Wirt eindringen
entnimmt dem Wirt Wasser und Mineralsalze
ist für organische Stoffe vollständig auf den Wirt angewiesen
kann im Dunkeln unter einer Kiste nicht dauerhaft überleben, obwohl der Wirt im Licht steht
Beide Parasiten zapfen ihren Wirt mit Haustorien an und entnehmen Wasser und Mineralsalze. Nur der Klappertopf betreibt Fotosynthese — er braucht deshalb selbst Licht. Die Kleeseide bezieht auch alle organischen Stoffe aus dem Wirt; solange der Wirt im Licht Fotosynthese betreibt, ist sie versorgt.
„Halb“ bezieht sich darauf, welche Stoffe der Parasit selbst herstellen kann.
Wer braucht Licht, wenn er Fotosynthese betreibt?
A7
Algen in der Koralle
MixAFB II
Riffbildende Korallen beherbergen in ihren Zellen einzellige Algen, die Zooxanthellen. Ordnen Sie jeden Stoff bzw. jede Leistung in den Austausch zwischen den Partnern ein — denken Sie dabei an Fotosynthese und Zellatmung.
Ziehen Sie jede Karte in den passenden Korb — oder wählen Sie sie mit Enter aus und drücken Sie dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1Alge → Koralle
2Koralle → Alge
Die Algen liefern Produkte der Fotosynthese (Glucose und daraus gebildete Stoffe) und Sauerstoff, den die Koralle für ihre Zellatmung nutzt. Die Koralle liefert das CO₂ aus ihrer Zellatmung und Ammonium als Stickstoffquelle — beides Ausgangsstoffe für die Alge — und hält die Algen im Licht.
Was entsteht bei der Fotosynthese, was bei der Zellatmung?
Die Produkte des einen Stoffwechselwegs sind die Ausgangsstoffe des anderen.
A8
Trickaufgabe: Eier im Waldbeerenkorb
TrickAFB III
Ein Wanderer isst ungewaschene Waldbeeren, an denen 200 Eier des Fuchsbandwurms haften. Ein Mitschüler rechnet: „Aus jedem Ei entsteht eine Larve, und jede Larve wird im Endwirt zu einem Bandwurm — also leben am Ende 200 neue geschlechtsreife Fuchsbandwürmer.“ Beurteilen Sie diese Rechnung, indem Sie angeben, wie viele geschlechtsreife Bandwürmer tatsächlich aus diesen Eiern hervorgehen können.
Überlegen Sie selbst und tragen Sie das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
Keiner. Der Mensch ist ein Fehlwirt: In seiner Leber wachsen zwar Larven heran und schädigen das Organ schwer, doch sie gelangen nie in einen Fuchs, weil Menschen nicht von Füchsen gefressen werden. Ohne Endwirt wird kein Bandwurm geschlechtsreif — der Kreislauf endet im Menschen.
Wo wird der Fuchsbandwurm geschlechtsreif?
Wie müssten die Larven aus dem Menschen in einen Fuchs gelangen?
A9
Ein Referat mit Fehlern
AFB III
Ein Schüler hält ein Kurzreferat über Parasiten und Symbiosen. Überprüfen Sie seine Aussagen.
In diesem Text stecken Fehler. Klicken Sie genau die falschen Zeilen an — die richtigen müssen stehen bleiben.
Drei Fehler: Parasiten töten ihren Wirt meist nicht, der Putzerfisch lebt in Symbiose mit seinen „Kunden“, und geschlechtsreif wird ein Parasit im Endwirt. Die hohe Eizahl und die Koevolution sind richtig beschrieben.
Prüfen Sie jede Aussage auf die Begriffe Zwischen- und Endwirt sowie auf das Vorzeichenmuster.
Drei Aussagen sind falsch.
A10
Freund oder Blutsauger?
AFB III
Madenhacker sind afrikanische Vögel, die auf Büffeln und Nashörnern sitzen. Bewerten Sie Schritt für Schritt, welche Beziehung zwischen Vogel und Säugetier vorliegt.
Spielen Sie den Weg Schritt für Schritt durch: Was ist jetzt richtig? Nur die richtige Karte bringt Sie weiter.
Die Einordnung einer Beziehung ist eine Bilanz aus Nutzen und Schaden, und diese kann sich mit den Bedingungen verschieben. Bei Madenhackern ergaben Freilandstudien tatsächlich teils keinen Rückgang der Zecken, aber verzögerte Wundheilung (Modellsituation vereinfacht).
Stellen Sie für das Säugetier Nutzen und Schaden gegenüber.
Aussagekräftig ist nur ein Vergleich mit einer Kontrollgruppe.