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Übungen: Biotop und Biozönose

Begriffe ordnen, Faktoren einsortieren, Beziehungen im Watt deuten — und klären, wer eigentlich zu einer Population gehört.

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Übungsaufgaben

Zehn Übungen zum Zuordnen, Sortieren und Knobeln — von AFB I bis AFB III, mit einer Mix-Aufgabe aus einem früheren Kapitel und einer Trickaufgabe. Jede Übung gibt sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen die gestuften Tipps.

A1
Grundbegriffe der Ökologie
AFB I

Ordnen Sie jedem Begriff die passende Beschreibung zu.

„Bio-top“ heißt wörtlich „Lebens-Ort“, „Bio-zönose“ „Lebens-Gemeinschaft“.
Population und Biozönose unterscheiden sich in der Zahl der Arten.
A2
Umweltfaktoren in einem See
AFB I

Geben Sie für jeden Umweltfaktor eines Sees an, ob er abiotisch oder biotisch ist.

Ziehen Sie jede Karte in den passenden Korb — oder wählen Sie sie mit Enter aus und drücken Sie dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1abiotisch
2biotisch
Sauerstoff, Temperatur, Nitrat und Licht sind Faktoren der unbelebten Umwelt. Fressen, Filtrieren, Konkurrieren und Blutsaugen gehen von Lebewesen aus — sie sind biotisch.
Fragen Sie: Geht der Einfluss von einem Lebewesen aus?
Je Korb gehören vier Karten hinein.
A3
Vom Individuum zur Biosphäre
AFB I

Die Karten beschreiben die ökologischen Ebenen am Beispiel eines Sees. Nennen Sie die Ebenen in der Reihenfolge von der kleinsten zur umfassendsten.

Ziehen Sie die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1eine einzelne Stockente
2alle Stockenten des Sees
3alle Pflanzen, Tiere, Pilze und Bakterien des Sees
4der See mit Wasser, Grund, Klima und allen Lebewesen samt ihren Beziehungen
5alle Ökosysteme der Erde zusammen
Individuum → Population (eine Art) → Biozönose (alle Arten) → Ökosystem (Biozönose + Biotop) → Biosphäre. Jede Ebene enthält die vorige.
Jede Ebene schließt die vorherige vollständig ein.
Erst mit den unbelebten Bedingungen wird aus der Lebensgemeinschaft ein Ökosystem.
A4
Beziehungen im Wattenmeer
AFB II

Ordnen Sie jede Beobachtung aus dem Wattenmeer als intra- oder interspezifische Beziehung ein.

Setzen Sie in jeder Zeile das passende Kreuz — hier ist es genau eins pro Zeile. Enter setzt und löscht.
Beobachtungintraspezifischinterspezifisch
Silbermöwen streiten in der Brutkolonie um Nistplätze.
Austernfischer hämmern Herzmuscheln auf.
Seepocken siedeln auf den Schalen von Miesmuscheln.
Eine Seehündin säugt ihr Junges auf der Sandbank.
Knutts rasten in dichten Schwärmen und bemerken Greifvögel dadurch früher.
Strandkrabben fressen junge Miesmuscheln.
Intraspezifisch sind Streit um Nistplätze, Säugen und Schwarmbildung — immer innerhalb einer Art, ob schädlich oder nützlich. Muschelfressen und das Besiedeln fremder Schalen betreffen zwei Arten. Die Greifvögel im Schwarm-Beispiel sind nur der Anlass: Die beobachtete Beziehung besteht zwischen den Knutts.
Zählen Sie in jeder Zeile, wie viele Arten an der Beziehung beteiligt sind.
Auch nützliche Beziehungen wie Brutpflege oder Schutz im Schwarm können intraspezifisch sein.
A5
Ein See im Fließgleichgewicht
AFB II

Erläutern Sie, warum ein See ein offenes System im Fließgleichgewicht ist, indem Sie den Lückentext vervollständigen — zwei Wörter bleiben übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Ein See ist ein System: Er nimmt ständig Energie als auf und gibt an die Umgebung ab. Über Zu- und Abflüsse werden Wasser und ein- und ausgetragen. Obwohl ständig Hechte sterben und neue schlüpfen, bleibt ihre Zahl über Jahre . Dieser Zustand heißt .

Ein Ökosystem tauscht Energie und Stoffe mit seiner Umgebung aus — es ist offen. Gleich bleibt nur das Gesamtbild: Zu- und Abgänge halten sich die Waage. Das ist ein Fließgleichgewicht, kein Stillstand.
Ein System, das Energie und Stoffe mit der Umgebung austauscht, ist nicht geschlossen.
Im See fließt ständig etwas hindurch — der Fachbegriff greift genau dieses Bild auf.
A6
Population und Biozönose
AFB II

Vergleichen Sie eine Population mit einer Biozönose, indem Sie jedes Merkmal einem Bereich zuweisen.

Ordnen Sie jedes Merkmal einem der drei Bereiche zu. Mit der Tastatur: Enter zum Auswählen, dann 1–3 für den Bereich, 0 zurück.
1 nur Population
2 beide
3 nur Biozönose
Eine Population ist eine Fortpflanzungsgemeinschaft einer Art; eine Biozönose enthält viele Populationen und damit auch Beziehungen zwischen Arten. Intraspezifische Beziehungen gibt es in beiden, denn jede Biozönose besteht aus Populationen.
Eine Biozönose setzt sich aus mehreren Populationen zusammen.
Drei Merkmale gelten für beide Ebenen.
A7
Selektionsfaktoren sind Umweltfaktoren
MixAFB II

In der Evolution wirken Umweltfaktoren als Selektionsfaktoren. Untersuchen Sie, welche Art von Umweltfaktor in jedem Beispiel selektiert.

Wählen Sie in jedem Menü den passenden Eintrag. Alle Felder müssen stimmen.
BeispielSelektionsfaktor
Vögel erbeuten auf rußgeschwärzten Birken vor allem helle Birkenspanner.
Pfauenhähne mit kurzen Schwanzfedern werden von den Hennen seltener gewählt.
Auf sturmreichen Inseln werden flugfähige Insekten häufiger aufs Meer geweht.
In Malariagebieten sterben Kinder ohne Sichelzell-Allel häufiger an den Malaria-Erregern.
In einem dicht besetzten Graben verdrängen große Stichlinge kleinere vom Futter.
In einem Dürrejahr sterben Pflanzen mit flachen Wurzeln zuerst.
Fressfeinde und Krankheitserreger gehören zu anderen Arten (interspezifisch). Partnerwahl und Konkurrenz um Futter unter Stichlingen spielen sich innerhalb der Art ab (intraspezifisch, bei den Pfauen sexuelle Selektion). Wind und Wassermangel sind abiotische Selektionsfaktoren.
Fragen Sie: Wer oder was sorgt dafür, dass bestimmte Varianten weniger Nachkommen haben?
Jede der drei Möglichkeiten kommt genau zweimal vor.
A8
Trickaufgabe: Wer gehört zur Population?
TrickAFB III

Eine Kursgruppe zählt im Frühjahr in einem Tümpel 180 erwachsene Grasfrösche, 40 Erdkröten, 25 Bergmolche und 1500 Kaulquappen, die alle vom Grasfrosch stammen. Ein Schüler notiert: „Population im Tümpel: 245 Individuen.“ Beurteilen Sie diese Angabe, indem Sie angeben, wie viele Individuen die Grasfrosch-Population des Tümpels umfasst.

Rechnen Sie selbst und tragen Sie das Ergebnis ein — Enter prüft direkt. Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt.
180 + 1500 = 1680. Die Falle ist doppelt: Erdkröten und Bergmolche sind andere Arten und gehören nicht zur Population — die Kaulquappen dagegen sind Individuen der Art Grasfrosch und zählen mit, auch wenn sie ganz anders aussehen. Die Angabe des Schülers beschreibt keine Population, sondern einen Ausschnitt der Biozönose.
Eine Population umfasst nur eine Art — dafür aber alle ihre Individuen.
Ist eine Kaulquappe ein Individuum ihrer Art?
A9
Ein Referat über das Hochmoor
AFB III

Eine Schülerin stellt das Ökosystem Hochmoor vor. Überprüfen Sie ihre Aussagen.

In diesem Text stecken Fehler. Klicken Sie genau die falschen Zeilen an — die richtigen müssen stehen bleiben.
Drei Fehler: Ein Faktor bleibt abiotisch, auch wenn Lebewesen ihn beeinflussen; mehrere Arten ergeben eine Biozönose, keine Population; Konkurrenz unter Artgenossen ist intraspezifisch. Beute fangen (Zeile 3) ist dagegen richtig als interspezifisch eingeordnet.
Prüfen Sie jeden Fachbegriff an seiner Definition.
Drei Aussagen sind falsch.
A10
Fischsterben im Dorfteich
AFB III

Im August treiben in einem kleinen, flachen Dorfteich tote Fische. Entscheiden Sie sich Schritt für Schritt für die sinnvollste Untersuchung bzw. Deutung.

Spielen Sie den Weg Schritt für Schritt durch: Was ist jetzt richtig? Nur die richtige Karte bringt Sie weiter.
    Das Fischsterben ist eine Kette von Wechselwirkungen: Mineralsalze (abiotisch) fördern Algen (Biozönose), deren Abbau verbraucht Sauerstoff (Rückwirkung auf das Biotop), und die Wärme verschärft den Mangel. Wer nur Symptome bekämpft, ändert an der Ursache nichts.
    Welcher Faktor betrifft alle Fische gleichzeitig, egal welcher Art?
    Suchen Sie am Ende die Ursache am Anfang der Kette, nicht die Folge.