Übungsaufgaben
Zehn Übungen zum Klicken, Zuordnen, Rechnen und Knobeln — von AFB I bis AFB III, mit einer Mix-Aufgabe aus früheren Unterkapiteln und einer Trickaufgabe. Jede Übung gibt sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen die gestuften Tipps.
Nennen Sie alle Merkmale, die auf die motorische Endplatte eines Skelettmuskels zutreffen.
Ordnen Sie jedem Begriff die passende Beschreibung zu.
Geben Sie die Reihenfolge der Vorgänge an, die von einem AP im Motoneuron bis zur Kontraktion der Muskelfaser ablaufen.
Vergleichen Sie das Endplattenpotenzial mit dem Aktionspotenzial der Muskelfaser.
Eine Muskelfaser einer Ratte hat ein Ruhepotenzial von −80 mV und einen Schwellenwert von −55 mV. Ihr EPP hätte ohne aufgesetztes AP eine Höhe von 50 mV (Modellwerte). Vereinfacht gilt: Das EPP ist proportional zur Zahl freier ACh-Rezeptoren. Berechnen Sie schrittweise.
- Depolarisation, die für ein Muskel-AP mindestens nötig ist: mV
- Sicherheitsfaktor (EPP : nötige Depolarisation):
- Höhe des EPP, wenn Curare 60 % der Rezeptoren blockiert: mV
- Anteil der Rezeptoren, der höchstens blockiert sein darf, damit gerade noch ein AP entsteht: %
Ermitteln Sie, wie sich die Höhe des Endplattenpotenzials jeweils verändert.
| Veränderung | EPP größer | EPP kleiner | EPP unverändert |
|---|---|---|---|
| Antikörper haben die Hälfte der ACh-Rezeptoren zerstört. | |||
| Die Acetylcholinesterase ist teilweise gehemmt. | |||
| Die Ca²⁺-Konzentration der Außenlösung wird deutlich gesenkt. | |||
| Der Nerv wird mit doppelter (überschwelliger) Reizstärke gereizt. | |||
| Ein Stoff blockiert nur die spannungsgesteuerten Na⁺-Kanäle der Muskelfaser. | |||
| Die Curare-Dosis wird etwas erhöht. | |||
| Jedes Vesikel enthält mehr ACh-Moleküle als üblich. |
Ein stärkerer Reiz am Motoneuron lässt eine einzelne Muskelfaser nicht stärker zucken. Erläutern Sie das mit Wissen aus 6.1.3 und dem Kapitel Zellatmung. Zwei Wörter bleiben übrig.
Das AP des Motoneurons folgt dem -Prinzip: Ein stärkerer Reiz ändert seine Höhe nicht, ein länger anhaltender Reiz erhöht höchstens die der AP. Jedes AP setzt etwa gleich viel ACh frei, und das ist jedes Mal überschwellig; auch das Muskel-AP ist stets gleich groß. Damit die Faser wieder erschlafft, pumpt das das Ca²⁺ unter Verbrauch von zurück, das vor allem in den gebildet wird.
Ein Schüler reizt den Nerv eines Froschmuskels mit steigender Reizstärke. Die Kraft des ganzen Muskels steigt in vielen kleinen Stufen an. Er folgert: „Für Muskeln gilt das Alles-oder-Nichts-Prinzip nicht.“ Legen Sie sich bei jeder Frage auf die zutreffende Antwort fest.
| Frage | Antwort |
|---|---|
| Warum steigt die Kraft mit der Reizstärke? | |
| Wie reagiert eine einzelne Muskelfaser auf einen Einzelreiz steigender Stärke? | |
| Ist die Folgerung des Schülers richtig? |
Ein Schüler hat einen Lernzettel zur Endplatte geschrieben. Überprüfen Sie seine Aussagen.
Schon im 19. Jahrhundert untersuchte der Physiologe Claude BERNARD Froschpräparate mit hoch dosiertem Curare. Beurteilen Sie Schritt für Schritt, was die Befunde über den Angriffsort beweisen.
