Aufgabenblock — AFB II
Zehn Aufgaben, in denen Wissen aus mehreren Unterkapiteln zusammenkommt: Befunde erklären, Daten deuten, Mutationen einordnen. Drei gestufte Tipps helfen beim Ansatz.
Vergleichen Sie Replikation, Transkription und PCR, indem Sie in jeder Zeile genau ein Kreuz setzen.
| Merkmal | Replikation | Transkription | PCR |
|---|---|---|---|
| Der Primer wird von der Primase aus RNA gebildet. | |||
| Die Stränge werden durch Hitze getrennt. | |||
| Kein Primer ist nötig. | |||
| Uracil wird eingebaut. | |||
| Nur ein gewählter kurzer Abschnitt wird vervielfältigt. | |||
| Am Folgestrang entstehen Okazaki-Fragmente. | |||
| Das Produkt wird bei Eukaryoten noch im Kern bearbeitet. |
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Bei einer Form der β-Thalassämie, einer erblichen Blutarmut, ist im β-Globin-Gen die erste Base eines Introns verändert (G → A). Die Prä-mRNA ist normal lang. Die reife mRNA ist dagegen länger als üblich, und das β-Globin bricht vorzeitig ab.
Erklären Sie den Befund: Markieren Sie alle zutreffenden Aussagen.
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Das Stresshormon Cortisol, ein Steroidhormon, erhöht einige Stunden nach seiner Ausschüttung in Leberzellen die Menge eines Enzyms der Glucoseneubildung. In Zellen ohne Cortisol-Rezeptor bleibt die Enzymmenge gleich.
Erläutern Sie diese Wirkung, indem Sie den Gedankengang Schritt für Schritt aufbauen.
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Das Gen für das Muskelprotein Dystrophin ist mit 2 200 000 bp eines der längsten Gene des Menschen. Die reife mRNA ist 14 000 Nucleotide lang, das Protein besteht aus 3685 Aminosäuren. Die RNA-Polymerase verlängert die RNA um 40 Nucleotide pro Sekunde, ein Ribosom baut 6 Aminosäuren pro Sekunde ein.
Ermitteln Sie Schritt für Schritt die Dauer der Transkription, den Anteil der Prä-mRNA, der in der reifen mRNA übrig bleibt, die Länge des codierenden Abschnitts und die Dauer der Translation.
- Dauer der Transkription (auf eine Dezimale) h
- Anteil der reifen mRNA an der Prä-mRNA (auf zwei Dezimalen) %
- Nucleotide der Codons einschließlich Stoppcodon nt
- Dauer der Translation eines Proteins (auf eine Dezimale) min
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Ein Extrakt aus Bakterienzellen enthält Ribosomen, tRNAs, Enzyme und alle Aminosäuren. Gibt man künstliche mRNA hinzu, entstehen Peptide:
Poly-U (UUUU…) → nur Phenylalanin · Poly-C (CCCC…) → nur Prolin · Poly-A (AAAA…) → nur Lysin · Poly-AC (ACACAC…) → Threonin und Histidin im Wechsel
Deuten Sie die Ergebnisse: Entscheiden Sie bei jeder Deutung, ob sie stimmt.
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In dieser Familie tritt Mukoviszidose auf.
Werten Sie den Stammbaum aus, indem Sie jede Angabe festlegen.
| Frage | Ihre Auswertung |
|---|---|
| Erbgang | |
| Genotyp von I-2 | |
| Genotyp von II-3 | |
| Genotyp von II-4 | |
| Wahrscheinlichkeit, dass II-4 Anlageträger ist |
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Leiten Sie her, wie lang ein Codon mindestens sein muss, damit vier Basen 20 Aminosäuren und ein Stoppsignal verschlüsseln können. Tragen Sie die Zwischenergebnisse ein.
| Überlegung | Wert |
|---|---|
| Zahl der möglichen Codons aus 1 Base | |
| Zahl der möglichen Codons aus 2 Basen | |
| Zahl der möglichen Codons aus 3 Basen | |
| Mindestlänge eines Codons in Basen | |
| Zahl der Codons, die im Standardcode für Aminosäuren stehen |
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Wildtyp: 5′-AUG GCU UGG CAA CUU GAA…-3′ → Met – Ala – Trp – Gln – Leu – Glu …
Ordnen Sie jede Veränderung der mRNA ein.
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Chromosom 1 des Menschen enthält rund 250 Millionen Basenpaare. Okazaki-Fragmente sind beim Menschen etwa 200 Nucleotide lang. Schätzen Sie ab, wie viele Okazaki-Fragmente bei einer Replikation dieses Chromosoms insgesamt entstehen.
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Lea soll begründen, warum ein Gen, das in einer Leberzelle stumm ist, auch in ihren Tochterzellen stumm bleibt. Begründen Sie den Sachverhalt korrekt, indem Sie die fehlerhaften Schritte ihrer Begründung markieren.
