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Zusammenfassung

Alles Wichtige zur Fotosynthese auf einen Blick — die Gleichungen und Regeln, die in der Klausur zählen.

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2.1 Das Blatt als Organ der Fotosynthese

Der Bau des Laubblatts löst drei Aufgaben zugleich: Licht einfangen, CO₂ hereinlassen, möglichst wenig Wasser verlieren.

  • Schichtenfolge:Kutikula → obere Epidermis → Palisadengewebe → Schwammgewebe mit Leitbündeln → untere Epidermis mit Spaltöffnungen → Kutikula.
  • Palisadengewebe:dicht stehende Zellen mit sehr vielen Chloroplasten — Hauptort der Fotosynthese.
  • Schwammgewebe:locker, mit luftgefüllten Interzellularen für den Gasaustausch.
  • Leitbündel:Xylem oben (Wasser hinein), Phloem unten (Assimilate hinaus).
  • Spaltöffnungen:zwei Schließzellen regeln den Spalt; CO₂ hinein, O₂ und Wasserdampf hinaus.
  • Zielkonflikt:offene Spaltöffnungen = viel CO₂, aber hohe Transpiration.
  • Sonnen-/Schattenblatt:Modifikation: gleiche Gene, Lichtmenge entscheidet (mehr Palisadenschichten im Sonnenblatt).
  • Xerophyt:erbliche Angepasstheit: dicke Kutikula, Krypten mit Haaren, Rollblatt, Wasserspeichergewebe, kleine Oberfläche.
Struktur und Funktion
Merkmal → Wirkung
Beispiel: dicke Kutikula → weniger kutikuläre Transpiration · Haare in Krypten → feuchte, windstille Luftschicht → kleineres Konzentrationsgefälle.

Angepasstheit oder Modifikation?

Erblich und auch bei guter Wasserversorgung vorhanden → Angepasstheit (Xerophyt). Nicht erblich, von den Wachstumsbedingungen abhängig → Modifikation (Sonnen- und Schattenblatt).

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2.2 Die lichtabhängigen Reaktionen

Pigmente absorbieren Licht, die Thylakoidmembran macht daraus chemische Energie: NADPH und ATP.

  • Pigmente:Chlorophyll a (≈ 430/662 nm), Chlorophyll b (≈ 453/642 nm), Carotinoide (nur Blau, ≈ 420–500 nm).
  • Grünlücke:500–600 nm werden kaum absorbiert — das Blatt erscheint grün.
  • Wirkungsspektrum:Fotosyntheserate je Wellenlänge; folgt der Summe der Absorptionsspektren (ENGELMANN 1882).
  • Chromatografie:Pigmente auf Kieselgel trennen; Rf-Wert = Laufstrecke Pigment : Laufstrecke Fließmittel, beide ab Startlinie.
  • Kompartimente:Hülle (2 Membranen), Stroma, Thylakoidmembran, Thylakoidinnenraum (Lumen).
  • Fotolyse:am PS II auf der Lumenseite: \(\ce{2 H2O -> O2 + 4 H+ + 4 e-}\) — der Sauerstoff stammt aus dem Wasser.
  • Elektronenweg:H₂O → PS II → Transportkette → PS I → NADP⁺ (wird zu NADPH + H⁺ reduziert).
  • Protonengradient:Lumen pH ≈ 5, Stroma pH ≈ 8; je pH-Stufe Faktor 10 in c(H⁺).
  • Fotophosphorylierung:H⁺ strömen durch die ATP-Synthase ins Stroma; dabei entsteht ATP aus ADP + Pᵢ.
Bilanz der Primärreaktionen (für eine Glucose)
\(\ce{12 H2O + 12 NADP+ + 18 ADP + 18 P_i ->[Licht] 6 O2 + 12 NADPH + 12 H+ + 18 ATP}\)
Rf-Wert: \(R_f=\dfrac{s_\text{Pigment}}{s_\text{Fließmittel}}\), immer zwischen 0 und 1, ohne Einheit.

Innen und außen

Wasserspaltung und H⁺-Anreicherung im Lumen; NADPH- und ATP-Bildung auf der Stromaseite — dort, wo der Calvin-Zyklus sie verbraucht.

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2.3 Calvin-Zyklus und Faktoren

Im Stroma wird CO₂ mit ATP und NADPH zu Zucker aufgebaut — wie schnell, bestimmt der Minimumfaktor.

  • Fixierung:Rubisco bindet CO₂ an RuBP (C5); das C6-Produkt zerfällt in zwei 3-PG (C3).
  • Reduktion:jedes 3-PG mit 1 ATP und 1 NADPH zu G3P.
  • Regeneration:aus fünf G3P entstehen drei RuBP (ATP-Verbrauch); ein G3P verlässt den Zyklus.
  • Bilanz:je CO₂: 3 ATP und 2 NADPH · je Glucose: 6 Umläufe, 18 ATP, 12 NADPH.
  • Netto und brutto:Nettofotosynthese = Bruttofotosynthese − Atmung; messbar ist nur die Nettorate.
  • Kompensationspunkt:Lichtintensität, bei der Brutto und Atmung gleich groß sind (Nettorate 0).
  • Minimumfaktor:Licht, CO₂ oder Temperatur — nur die Erhöhung des knappsten Faktors steigert die Rate.
  • Temperatur:Optimumkurve: RGT-Regel bis zum Optimum, darüber Denaturierung der Enzyme.
  • Zellatmung:Tag und Nacht in den Mitochondrien; gleiches chemiosmotisches Prinzip, entgegengesetzte Energierichtung.
PrimärreaktionenThylakoidmembranLichtCalvin-ZyklusStromaEnzyme, z. B. RubiscoATP, NADPHADP, Pᵢ, NADP⁺H₂OO₂CO₂Glucose
Stoffliche Kopplung von Primärreaktionen und Calvin-Zyklus (Schema)
Gesamtgleichung der Fotosynthese
\(\ce{6 CO2 + 12 H2O ->[Licht] C6H12O6 + 6 O2 + 6 H2O}\)
Calvin-Zyklus: \(\ce{6 CO2 + 18 ATP + 12 NADPH + 12 H+ -> C6H12O6 + 18 ADP + 18 P_i + 12 NADP+ + 6 H2O}\) · Nettorate: \(P_\text{netto}=P_\text{brutto}-R\)

Kein „Dunkel“-Zyklus

Der Calvin-Zyklus braucht kein Licht direkt, läuft aber nur, solange die Primärreaktionen ATP und NADPH nachliefern — nachts steht er still.

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Die Regeln, an denen die Punkte hängen

Diese drei Stellen kosten in der Klausur am häufigsten Punkte.

Immer Struktur und Funktion

Zu jedem Merkmal die Wirkung nennen: Ein Merkmal allein („dicke Kutikula“) ist noch keine Erläuterung.

Pro CO₂ rechnen

Ein Umlauf = ein CO₂ = 3 ATP + 2 NADPH. Für Glucose mal 6, für Stoffmengen die Gesamtgleichung (1 Glucose ↔ 6 CO₂ ↔ 6 O₂).

Netto, brutto und Minimumfaktor

Bläschen und Gaswechsel zeigen die Nettorate. Eine flache Kurve heißt: Ein anderer Faktor begrenzt — nicht, dass der erste „verbraucht“ ist.