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Übung AFB I

Zehn Grundaufgaben quer durch die Fotosynthese — wer sie sicher löst, holt die ersten Punkte der Klausur.

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Aufgabenblock — AFB I

Zehn Standardaufgaben zum Wiedergeben: Begriffe kennen, Werte ablesen, Bilanzen rechnen — vom Blattbau über Pigmente und Primärreaktionen bis zum Calvin-Zyklus.

A1
Merkmale eines Xerophytenblatts
AFB I

Nennen Sie alle Merkmale, durch die sich das Blatt eines Xerophyten wie des Oleanders typischerweise vom Blatt eines Mesophyten wie der Rotbuche unterscheidet.

Mehrere Antworten können richtig sein. Markieren Sie alle zutreffenden und klicken Sie dann auf „Prüfen“.
Alle vier richtigen Merkmale senken die Transpiration. Große, dünne Blätter mit Spaltöffnungen auf Höhe der Epidermis kennzeichnen die Rotbuche. Ohne Palisadengewebe oder ohne Spaltöffnungen könnte auch ein Xerophyt kaum Fotosynthese betreiben.
Fragen Sie bei jeder Option: Senkt dieses Merkmal den Wasserverlust?
Zwei falsche Optionen beschreiben die Rotbuche, zwei sind Übertreibungen: Ohne Spaltöffnungen käme kein CO₂ ins Blatt.
A2
Wo die Pigmente absorbieren
AFB I

Geben Sie für jedes Blattpigment an, wo seine Absorptionsmaxima liegen (Pigmente in Aceton gelöst).

Wählen Sie in jedem Menü den passenden Eintrag. Alle Felder müssen stimmen.
PigmentAbsorptionsmaxima
Chlorophyll a
Chlorophyll b
Carotinoide
Beide Chlorophylle absorbieren im Blau und im Rot, Chlorophyll b etwas näher an der Mitte des Spektrums. Carotinoide absorbieren nur Blau bis Blaugrün. Im Grünbereich liegt bei keinem Pigment ein Maximum — das ist die Grünlücke.
Nur ein Pigment absorbiert kein rotes Licht.
Chlorophyll a hat sein rotes Maximum weiter im Roten als Chlorophyll b.
A3
Lichtkurve des Sauerklees
AFB I

Der Sauerklee wächst am Boden schattiger Buchenwälder. Die Abbildung zeigt seine Netto-CO₂-Aufnahme. Lesen Sie den Lichtkompensationspunkt und die maximale Nettofotosyntheserate ab.

Füllen Sie alle Felder aus und prüfen Sie dann. Enter in einem Feld prüft ebenfalls. Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt.
GrößeWert
Lichtkompensationspunkt in klx
maximale Nettorate in mg CO₂ · dm⁻² · h⁻¹
Die Kurve schneidet die Nulllinie bei 1 klx: Dort gleichen sich Brutto­fotosynthese und Atmung aus. Ab etwa 10 klx verläuft sie waagerecht bei 5 mg CO₂ · dm⁻² · h⁻¹ — Lichtsättigung. Typisch für eine Schattenpflanze: niedriger Kompensationspunkt, frühe Sättigung.
Der Kompensationspunkt ist der Schnittpunkt der Kurve mit der Nulllinie (Netto-Aufnahme = 0).
Die maximale Rate lesen Sie dort ab, wo die Kurve waagerecht verläuft.
−2−1012345605101520Netto-CO₂-Aufnahme in mg · dm⁻² · h⁻¹Lichtintensität in klx
Sauerklee, 20 °C, 0,04 % CO₂ (Modellwerte)
A4
Fachbegriffe des Kapitels
AFB I

Ordnen Sie jedem Fachbegriff die passende Beschreibung zu.

Beginnen Sie mit den Begriffen, deren Wortteile verraten, worum es geht: Foto-lyse = durch Licht lösen.
Phosphorylierung heißt: Ein Phosphatrest wird angehängt — aus ADP wird ATP.
A5
Schichten eines Laubblatts
AFB I

Beschreiben Sie den Aufbau eines bifazialen Laubblatts von der Oberseite zur Unterseite, indem Sie die Schichten ordnen.

Ziehen Sie die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Kutikula der Oberseite
2obere Epidermis
3Palisadengewebe
4Schwammgewebe mit Leitbündeln
5untere Epidermis mit Spaltöffnungen
6Kutikula der Unterseite
Das chloroplastenreiche Palisadengewebe liegt direkt unter der durchsichtigen oberen Epidermis — dort, wo das meiste Licht ankommt. Die Spaltöffnungen liegen meist unten, die Leitbündel im Schwammgewebe.
Die Kutikula wird von der Epidermis nach außen abgeschieden — sie liegt oben und unten ganz außen.
Die Zellen mit den meisten Chloroplasten liegen dem Licht am nächsten.
A6
Stärke im Kartoffelblatt
AFB I

Eine Blattzelle der Kartoffel speichert einen Stärkeabschnitt aus 10 Glucose-Einheiten. Berechnen Sie, wie viele Umläufe des Calvin-Zyklus dafür nötig sind und wie viel ATP und NADPH der Zyklus dabei verbraucht (Energiebedarf für das Verknüpfen zur Stärke nicht mitgerechnet).

Rechnen Sie die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Umläufe (fixierte CO₂) Umläufe
  2. verbrauchtes ATP Moleküle
  3. verbrauchtes NADPH Moleküle
Eine Glucose enthält 6 C-Atome → 6 Umläufe; 10 Glucose → 60 Umläufe. Je Umlauf 3 ATP und 2 NADPH: \(60\cdot3=180\) ATP und \(60\cdot2=120\) NADPH.
Ein Umlauf des Calvin-Zyklus fixiert genau ein CO₂ — also ein C-Atom.
Je Umlauf werden 3 ATP und 2 NADPH verbraucht.
A7
Protonen bei mäßigem Licht
AFB I

Bei mäßigem Licht werden im Thylakoidlumen pH 5,5 und im Stroma pH 7,5 gemessen (Modellwerte). Bestimmen Sie, wie viel Mal höher die H⁺-Konzentration im Lumen ist als im Stroma.

Rechnen Sie selbst und tragen Sie das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
mal höher
ΔpH = 7,5 − 5,5 = 2. Jede pH-Stufe entspricht dem Faktor 10: \(10^{2}=100\). Häufiger Fehler: „2-mal höher“ — der pH-Wert ist eine logarithmische Größe.
Bilden Sie zuerst die Differenz der beiden pH-Werte.
Eine pH-Stufe bedeutet den Faktor 10 in der H⁺-Konzentration.
A8
Die drei Phasen des Calvin-Zyklus
AFB I

Stellen Sie die drei Phasen des Calvin-Zyklus dar, indem Sie den Lückentext vervollständigen — zwei Wörter bleiben übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

In der Phase der bindet das Enzym CO₂ an . Das instabile C6-Produkt zerfällt sofort in zwei Moleküle . Bei der werden diese mit ATP und zu G3P umgesetzt. In der entstehen aus fünf G3P unter ATP-Verbrauch wieder drei RuBP.

Fixierung – Reduktion – Regeneration: Rubisco hängt CO₂ an den C5-Körper RuBP, erst danach wird mit NADPH reduziert. Die ATP-Synthase gehört zur Thylakoidmembran, Glucose entsteht erst außerhalb des Zyklus aus entnommenem G3P.
Die Reihenfolge der Phasen lautet: Fixierung → Reduktion → Regeneration.
RuBP ist der C5-Körper, 3-PG das C3-Produkt der Fixierung.
A9
Die Gleichung der Fotolyse
AFB I

Erstellen Sie aus den Bausteinen die Teilgleichung der Fotolyse am Fotosystem II.

Klicken Sie die Bausteine in der richtigen Reihenfolge an — sie wandern nacheinander in die Plätze. Ein Klick auf einen belegten Platz gibt den Baustein zurück.
\(\ce{2 H2O -> O2 + 4 H+ + 4 e-}\): Zwei Wassermoleküle liefern ein O₂, vier Protonen (bleiben im Lumen) und vier Elektronen (ersetzen die abgegebenen Elektronen des Fotosystems II). Links und rechts stehen je 4 H- und 2 O-Atome.
Ausgangsstoff ist Wasser; CO₂ kommt in der Fotolyse nicht vor.
Für ein O₂ braucht man zwei Wassermoleküle — zählen Sie die H-Atome.
A10
Orte im Chloroplasten
AFB I

Zeichnen Sie in das Schema nacheinander ein, wo die gesuchten Vorgänge ablaufen bzw. die gesuchten Strukturen liegen — klicken Sie dazu die passende Stelle an.

Klicken Sie die gesuchte Stelle an. Mit der Tastatur: Tab oder Pfeiltasten zum Wandern, Enter zum Auswählen.

ABCDE
A: doppelte Hüllmembran · B: Thylakoidmembran mit Chlorophyll, Fotosystemen und ATP-Synthase · C: Thylakoidinnenraum (Lumen) mit Fotolyse und H⁺-Anreicherung · D: Stroma mit Calvin-Zyklus · E: Stärkekorn. Der violette Ring im Stroma ist die ringförmige DNA des Chloroplasten.
Die Primärreaktionen gehören zu den Thylakoiden, der Calvin-Zyklus zur Grundsubstanz drumherum.
Der Innenraum eines Thylakoids ist hell gezeichnet, die dicke grüne Linie darum ist seine Membran.