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Übung AFB III

Fischerei, Forst, Heide — hier zählt Ihr eigenes Urteil, gestützt auf Fachwissen.

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Aufgabenblock — AFB III

Zehn Aufgaben zum Beurteilen, Planen und Stellungnehmen. Lösen Sie zuerst die Auswahl, formulieren Sie Ihre Antwort dann in eigenen Worten und vergleichen Sie erst danach mit der Musterlösung.

A1
Kormorane an der Äschen-Strecke
AFB III
Material: Streit an einem Mittelgebirgsfluss

Der Bestand der Äsche, eines Fisches kühler, sauerstoffreicher Flüsse mit Kiesgrund, ist an einem Fluss stark zurückgegangen. Ein Angelverein fordert, die Hälfte der überwinternden Kormorane abzuschießen. Gutachten zeigen außerdem: Die Sommertemperatur des Wassers ist in 30 Jahren um 2 °C gestiegen, und viele Kiesbänke sind durch Feinsediment aus angrenzenden Äckern verschlammt. Kormorane fressen viele verschiedene Fischarten.

Beurteilen Sie die Forderung: Markieren Sie alle zutreffenden Urteile.

Mehrere Antworten können richtig sein. Markieren Sie alle zutreffenden und klicken Sie dann auf „Prüfen“.
Maßstab: Ursachen, Dauerhaftigkeit, Übertragbarkeit von Modellen. Der Kormoran ist ein Nahrungsgeneralist — das Lotka-Volterra-Modell mit einer Beuteart passt nicht. Erwärmung und Sediment wirken dauerhaft auf den Toleranzbereich und die Fortpflanzung der Äsche.
Strategie: Prüfen Sie jedes Urteil daran, ob es alle genannten Ursachen berücksichtigt.Warum so? Ein Urteil muss auch fragen, ob ein Modell auf den Fall überhaupt passt.
Lösungsskizze: Abschuss: kurzfristig · Erwärmung: eigene Ursache · Kiesbänke: dauerhaft · Lotka-Volterra passt nicht, weil der Kormoran viele Beutearten nutzt.
Musterlösung anzeigen

Musterlösung: Der Kormoran frisst Äschen und kann einen bereits geschwächten Bestand weiter verringern; ein Abschuss senkt den Fraßdruck aber nur kurzfristig, da neue Vögel zuwandern. Er beseitigt nicht die Ursachen: Die Äsche ist auf kühles, sauerstoffreiches Wasser angewiesen — 2 °C Erwärmung verschieben ihre Lebensbedingungen Richtung Pessimum. Verschlammte Kiesbänke verhindern die Fortpflanzung.

Das Lotka-Volterra-Modell ist nicht übertragbar, weil der Kormoran viele Fischarten frisst und nicht von der Äsche abhängt. Urteil: Die Forderung greift zu kurz; nachhaltiger sind Beschattung durch Ufergehölze, Gewässerrandstreifen gegen Feinsediment und freigelegte Kiesbänke — ergänzend allenfalls Vergrämung an besonders sensiblen Stellen.

A2
Unbedenklich, weil verdünnt?
AFB III

Ein Hersteller argumentiert: „Hormonartig wirkende Stoffe aus unseren Produkten sind im Flusswasser nur in Spuren nachweisbar und daher für Tiere unbedenklich.“ Nehmen Sie Stellung zu dieser These: Prüfen Sie zuerst jede Aussage, die in Ihre Stellungnahme eingehen soll.

5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann starten Sie die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Die These übersieht Biomagnifikation und die Wirksamkeit hormonartiger Stoffe in kleinsten Mengen. Beurteilt werden muss die Konzentration in den Organismen, besonders den Endkonsumenten, und ihre Wirkung.
Strategie: Unterscheiden Sie zwischen der Konzentration im Wasser und in den Lebewesen.Warum so? Eine Stellungnahme prüft, ob die Begründung der These überhaupt trägt.
Lösungsskizze: Biomagnifikation · Wirkung in Spuren · Beispiel TBT · Wasserlösliches reichert sich kaum an · These zurückweisen.
Musterlösung anzeigen

Musterlösung: Die These schließt von der geringen Konzentration im Wasser auf Unbedenklichkeit. Das ist nicht haltbar: Fettlösliche, schwer abbaubare Stoffe reichern sich über die Nahrungskette an, sodass Endkonsumenten ein Vielfaches der Wasserkonzentration enthalten. Zudem binden hormonartige Stoffe an Hormonrezeptoren und wirken wie körpereigene Hormone schon in Spuren.

Das Beispiel Tributylzinn zeigt, dass Spuren im Wasser Fortpflanzungsorgane von Schnecken verändern können. Stellungnahme: Die These ist zurückzuweisen; nötig sind Messungen der Konzentration in Organismen verschiedener Trophieebenen und Wirkungstests.

A3
Der maximale Dauerertrag
AFB III
Material: Logistisches Modell eines Heringsbestands (Modellwerte)

Für einen Heringsbestand gilt: Zuwachs pro Jahr = r · N · (1 − N/K) mit r = 0,4 pro Jahr und der Kapazität K = 400 000 t. Derzeit umfasst der Bestand nach jahrelanger Überfischung nur noch 100 000 t.

Legen Sie fest, auf welche Bestandsgröße das Management zielen sollte, wie hoch der Fang dort dauerhaft sein darf und wie viel beim heutigen Bestand höchstens gefangen werden darf, ohne dass er schrumpft.

Füllen Sie alle Felder aus und prüfen Sie dann. Enter in einem Feld prüft ebenfalls. Dezimalzahlen mit Komma oder Punkt.
FestlegungIhre Angabe in t
Zielbestand mit dem größten jährlichen Zuwachs
Maximaler Dauerertrag pro Jahr
Höchster Fang pro Jahr beim heutigen Bestand, ohne dass er schrumpft
Größter Zuwachs bei K/2 = 200 000 t: 0,4 · 200 000 · 0,5 = 40 000 t/a (maximaler Dauerertrag). Heute: 0,4 · 100 000 · 0,75 = 30 000 t/a — wer so viel fängt, hält den Bestand nur konstant; damit er auf 200 000 t anwächst, muss deutlich weniger gefangen werden.
Strategie: Der Zuwachs ist bei halber Kapazität am größten — setzen Sie N = K/2 ein.Warum so? Eine Festlegung muss auch den Weg vom heutigen Bestand zum Ziel berücksichtigen.
Lösungsskizze: K/2 = 200 000 t · 40 000 t/a · heute 30 000 t/a als Obergrenze.
Musterlösung anzeigen

Musterlösung: Nach dem logistischen Modell ist der jährliche Zuwachs bei K/2 = 200 000 t am größten; dort beträgt er 0,4 · 200 000 · 0,5 = 40 000 t — das ist der maximale Dauerertrag. Beim heutigen Bestand von 100 000 t beträgt der Zuwachs nur 30 000 t; ein Fang dieser Höhe hielte den Bestand gerade konstant.

Festlegung: Ziel ist ein Bestand von 200 000 t. Bis dahin muss der Fang deutlich unter 30 000 t liegen, damit der Bestand wächst; erst danach sind etwa 40 000 t pro Jahr möglich. Da Modellwerte unsicher sind und Umweltfaktoren schwanken, sollte man sicherheitshalber unter dem maximalen Dauerertrag bleiben.

A4
Artenvielfalt zweier Wälder
AFB III

Eine Schülergruppe will untersuchen, ob in einem naturnahen Buchenwald mehr Arten der Krautschicht vorkommen als in einem benachbarten Fichtenforst. Planen Sie die Freilanduntersuchung — ordnen Sie dazu die Schritte.

Ziehen Sie die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Fragestellung und Hypothese formulieren: Die Krautschicht des Buchenwalds ist artenreicher.
2In beiden Wäldern gleich große Untersuchungsflächen mit ähnlicher Hangneigung und ähnlichem Boden auswählen.
3In jeder Fläche 15 Probequadrate von 1 m² nach dem Zufallsprinzip festlegen.
4Am selben Tag in allen Quadraten die Pflanzenarten bestimmen und ihren Deckungsgrad schätzen.
5Abiotische Faktoren wie Lichtstärke und Boden-pH an jedem Quadrat messen.
6Artenzahl und Diversitätsindex beider Wälder berechnen und die Hypothese prüfen.
Eine Freilanduntersuchung braucht vergleichbare Flächen, eine zufällige Stichprobe, gleiche Erhebungsbedingungen und begleitende Messungen abiotischer Faktoren — sonst lässt sich ein Unterschied nicht der Waldart zuordnen.
Strategie: Legen Sie Grundgesamtheit, Stichprobe, Durchführung und Auswertung fest.Warum so? Nur wenn sich die Flächen möglichst nur in der Baumart unterscheiden, lässt sich ein Ergebnis ihr zuschreiben.
Lösungsskizze: Hypothese → vergleichbare Flächen → Zufallsquadrate → Erfassung → abiotische Messung → Auswertung.
Musterlösung anzeigen

Musterlösung: Aus der Frage wird die Hypothese abgeleitet, dass die Krautschicht im Buchenwald artenreicher ist. Grundgesamtheit sind die Krautschichten beider Wälder; ausgewählt werden gleich große Flächen mit ähnlichem Boden und ähnlicher Neigung, damit sich die Flächen möglichst nur in der Baumart unterscheiden. In jeder Fläche werden 15 Quadrate zufällig festgelegt.

Am selben Tag werden Arten und Deckungsgrad erfasst sowie Licht und pH-Wert gemessen, um Unterschiede erklären zu können (unter Fichten ist es dunkler und saurer). Ausgewertet werden Artenzahl und Diversitätsindex; die Hypothese wird bestätigt oder verworfen.

A5
Fichten im Harz
AFB III
Material: Waldsterben 2.0

Im Harz wurden im 19. und 20. Jahrhundert großflächig Fichten gepflanzt, auch in tieferen Lagen, wo natürlicherweise Buchenwälder wachsen. Nach den Dürresommern ab 2018 starben dort auf zehntausenden Hektar die Fichten ab, befallen vom Borkenkäfer Buchdrucker.

Diskutieren Sie, ob Fichten-Monokulturen eine nachhaltige Nutzung des Waldes sind — spielen Sie die Argumentation Schritt für Schritt durch.

Spielen Sie den Gedankengang Schritt für Schritt durch: Was ist jetzt richtig? Nur die richtige Karte bringt Sie weiter.
    Die Diskussion wägt den kurzfristigen ökonomischen Vorteil gegen ökologische Risiken (Trockenstress, Massenvermehrung des Borkenkäfers) und deren wirtschaftliche und soziale Folgen ab. Ergebnis: Fichten-Monokulturen außerhalb ihres natürlichen Standorts sind nicht nachhaltig.
    Strategie: Sammeln Sie Pro- und Contra-Argumente und prüfen Sie sie an den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit.Warum so? Eine Diskussion endet mit einem begründeten Ergebnis, nicht mit einer bloßen Liste.
    Lösungsskizze: Pro: Ertrag · Contra: Trockenstress, Borkenkäfer, Verluste in allen Dimensionen · Ergebnis: standortgerechter Mischwald.
    Musterlösung anzeigen

    Musterlösung: Für Fichten-Monokulturen spricht der hohe, schnelle Holzertrag. Dagegen spricht, dass Fichten in tieferen Lagen am Rand ihres Toleranzbereichs wachsen: Flache Wurzeln und der Bedarf an kühlem, feuchtem Klima machen sie in Dürren anfällig. Geschwächte Bäume wehren Borkenkäfer schlechter ab, und in gleichartigen, dichten Beständen kann sich der Käfer massenhaft ausbreiten.

    Das Absterben großer Flächen trifft die Forstwirtschaft (Preisverfall), die Gesellschaft (Erholung, Wasserschutz) und das Klima (Kohlenstoffspeicher). Ergebnis: Die Monokultur war nur kurzfristig ertragreich; nachhaltig ist ein standortgerechter Mischwald, der Risiken verteilt und dennoch genutzt werden kann.

    A6
    Leonies Fußabdruck
    AFB III
    Material: Ökologischer Fußabdruck (Modellwerte)

    Leonies ökologischer Fußabdruck beträgt 4,6 globale Hektar (gha): Wohnen 1,1 · Ernährung 1,6 · Mobilität 1,2 · Konsum 0,7. Die Biokapazität der Erde liegt bei rund 1,6 gha pro Mensch. Leonie prüft drei Handlungsoptionen:

    A überwiegend pflanzliche Ernährung: −0,6 gha · B Bahn statt Flugreise in den Urlaub: −0,4 gha · C Ökostrom: −0,3 gha

    Bewerten Sie die Optionen: Markieren Sie alle zutreffenden Urteile.

    Mehrere Antworten können richtig sein. Markieren Sie alle zutreffenden und klicken Sie dann auf „Prüfen“.
    Maßstab ist der Vergleich mit der Biokapazität: 4,6 : 1,6 ≈ 2,9. Die Ernährung hat den größten Einzelposten und das größte Einsparpotenzial. Selbst A + B + C (−1,3 gha) führen nur auf 3,3 gha — individuelles Handeln hilft, reicht allein aber nicht.
    Strategie: Rechnen Sie zuerst: Um welchen Faktor liegt der Fußabdruck über der Biokapazität, und was bleibt nach den Optionen?Warum so? Bewerten heißt, an einem Maßstab zu messen — hier: die Biokapazität pro Mensch.
    Lösungsskizze: 4,6 : 1,6 ≈ 2,9 · A spart am meisten · 4,6 − 1,3 = 3,3 gha.
    Musterlösung anzeigen

    Musterlösung: Der ökologische Fußabdruck gibt die biologisch produktive Fläche an, die nötig ist, um Leonies Verbrauch an Nahrung, Energie und Gütern zu decken und ihr CO₂ aufzunehmen. Mit 4,6 gha beansprucht sie fast dreimal so viel, wie pro Mensch zur Verfügung steht. Option A spart am meisten, weil tierische Lebensmittel viel Futterfläche benötigen; B und C senken vor allem den CO₂-Anteil.

    Alle drei Optionen zusammen verringern den Fußabdruck auf 3,3 gha — ein deutlicher Schritt, aber noch doppelt so viel wie die Biokapazität. Bewertung: A ist am wirksamsten und B und C sind sinnvolle Ergänzungen; für einen nachhaltigen Fußabdruck sind zusätzlich gesellschaftliche Änderungen, etwa bei Energieversorgung und Verkehr, nötig.

    A7
    Grauhörnchen gegen Eichhörnchen
    AFB III
    Material: Hypothese britischer Forscher

    „Das aus Nordamerika eingeschleppte Grauhörnchen verdrängt das heimische Eichhörnchen in Großbritannien durch Konkurrenz um Nahrung.“

    Überprüfen Sie die Hypothese, indem Sie jeden Befund einordnen.

    Ziehen Sie jede Karte in den passenden Korb — oder wählen Sie sie mit Enter aus und drücken Sie dann die Ziffer des Korbs (1, 2, 3; 0 legt sie zurück).
    1stützt die Konkurrenz-Hypothese
    2spricht für eine andere Ursache
    3ohne Aussagekraft für die Ursache
    Nahrungskonkurrenz wird durch geringeres Wachstum und schlechtere Fortpflanzung neben Grauhörnchen gestützt. Das Pockenvirus (Parasitismus) und Lebensraumverlust sind alternative Ursachen, die zusätzlich wirken. Herkunft und Beliebtheit sagen über die Ursache nichts aus.
    Strategie: Fragen Sie bei jedem Befund: Welcher Mechanismus würde ihn erklären?Warum so? Überprüfen heißt auch, konkurrierende Erklärungen zu erkennen, statt jeden Befund als Beleg zu werten.
    Lösungsskizze: Je zwei: stützt (Wachstum, Eicheln) · andere Ursache (Virus, Abholzung) · ohne Aussagekraft (Herkunft, Beliebtheit).
    Musterlösung anzeigen

    Musterlösung: Für Nahrungskonkurrenz sprechen Befunde, die einen Nachteil der Eichhörnchen bei der Nahrung zeigen, ohne dass Krankheit im Spiel ist: langsameres Wachstum und weniger Nachwuchs neben Grauhörnchen sowie die bessere Verwertung von Eicheln.

    Das Pockenvirus beschreibt dagegen einen Parasiten, den Grauhörnchen übertragen — eine zweite Ursache. Der Rückgang nach Abholzung zeigt, dass auch Lebensraumverlust wirkt. Herkunft und Beliebtheit sind für die Ursache bedeutungslos. Ergebnis: Die Hypothese ist gestützt, erklärt den Rückgang aber nicht allein.

    A8
    Vier Allaussagen
    AFB III

    Widerlegen Sie jede Aussage, indem Sie das passende Gegenbeispiel wählen.

    Wählen Sie in jedem Menü den passenden Eintrag. Alle Felder müssen stimmen.
    AussageGegenbeispiel
    „Parasiten töten ihren Wirt immer.“
    „In einer Symbiose profitieren beide Partner immer gleich stark.“
    „Arten mit ähnlichen Ansprüchen können nie im selben Wald leben.“
    „Destruenten sind ausschließlich Bakterien.“
    Eine Allaussage fällt schon durch ein Gegenbeispiel: Parasiten schwächen meist nur, Symbiosen können einseitig abhängig sein, Einnischung ermöglicht Koexistenz, und Destruenten umfassen Tiere, Pilze und Bakterien.
    Strategie: Ein Gegenbeispiel ist ein Fall, in dem die Voraussetzung gilt, die Behauptung aber nicht.Warum so? Eine Allaussage fällt schon durch ein einziges überzeugendes Gegenbeispiel.
    Lösungsskizze: Fuchsbandwurm · Flechte · Meisen · Streuzersetzer.
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    Musterlösung: „Parasiten töten ihren Wirt immer“: Der Fuchsbandwurm lebt jahrelang im Fuchs, ohne ihn deutlich zu schwächen — ein toter Wirt nützt dem Parasiten nicht. „Symbionten profitieren gleich“: In der Flechte ist der Pilz auf die Alge angewiesen, die Alge dagegen kann auch frei leben; der Nutzen ist ungleich verteilt.

    „Ähnliche Arten können nicht zusammenleben“: Blau- und Kohlmeise nutzen verschiedene Bereiche der Baumkrone — Einnischung ermöglicht Koexistenz. „Destruenten sind nur Bakterien“: Auch Pilze sowie Tiere wie Regenwürmer und Asseln zersetzen tote Biomasse.

    A9
    Wasserflöhe im Wärmebad
    AFB III

    Eine Gruppe möchte die Toleranz von Wasserflöhen gegenüber der Wassertemperatur untersuchen und misst dazu die Herzschlagfrequenz. Entwickeln Sie das Experiment, indem Sie die Versuchsplanung vervollständigen — zwei Wörter bleiben übrig.

    Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

    Die unabhängige Variable ist die , die abhängige Variable ist die . Wassermenge, Alter der Tiere und Beleuchtung werden in allen Ansätzen gehalten. Bei jeder Temperatur werden Tiere gemessen, und aus ihren Werten wird der gebildet. Die Ergebnisse werden in einem dargestellt, aus dem sich das Optimum und die Grenzen der Toleranz ablesen lassen.

    Ein Experiment zur Toleranz braucht ein klares Variablengefüge: eine unabhängige Variable, eine messbare abhängige Variable und konstant gehaltene Kontrollvariablen. Wiederholungen und Mittelwerte machen das Ergebnis belastbar, ein Diagramm macht die Toleranzkurve sichtbar.
    Strategie: Klären Sie zuerst: Was wird verändert, was gemessen, was konstant gehalten?Warum so? Nur wenn sich genau eine Größe ändert, lässt sich eine Veränderung eindeutig ihr zuschreiben.
    Lösungsskizze: Temperatur → Herzschlag · Kontrollvariablen gleich · mehrere Tiere, Mittelwert, Diagramm.
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    Musterlösung: Unabhängige Variable ist die Wassertemperatur, z. B. in Stufen von 5 °C bis 30 °C; abhängige Variable ist die Herzschlagfrequenz, unter dem Mikroskop pro 15 s gezählt. Kontrollvariablen wie Wassermenge, Alter der Tiere, Beleuchtung und Eingewöhnungszeit bleiben gleich.

    Pro Temperatur werden mehrere Tiere gemessen und Mittelwerte gebildet; so fallen Zufallsschwankungen weniger ins Gewicht. Aus dem Diagramm Herzschlagfrequenz gegen Temperatur lassen sich Optimum und Toleranzgrenzen ablesen — aus Tierschutzgründen ohne Messungen bis zum Tod der Tiere.

    A10
    Gras überwächst die Heide
    AFB III
    Material: Beobachtung in der Lüneburger Heide

    Seit Jahrzehnten gelangen mit dem Regen Stickstoffverbindungen aus Landwirtschaft und Verkehr in die Heide. Auf vielen Flächen wird das Heidekraut von hochwüchsigen Gräsern wie dem Pfeifengras verdrängt. Heidekraut ist an sehr nährstoffarme Sandböden angepasst.

    Formulieren Sie eine prüfbare Hypothese zur Beobachtung, indem Sie die Bausteine in die richtige Reihenfolge bringen.

    Klicken Sie die Bausteine in der richtigen Reihenfolge an — sie wandern nacheinander in die Plätze. 2 Bausteine passen nicht. Ein Klick auf einen belegten Platz gibt den Baustein zurück.
    Eine gute Hypothese nennt Ursache (Stickstoffeintrag), Wirkung (Verdrängung durch Beschattung) und Begründung (Konkurrenzverhältnisse ändern sich) — und lässt sich prüfen, z. B. mit Düngungsversuchen auf Probeflächen.
    Strategie: Eine Hypothese verbindet Ursache und Wirkung und begründet den Zusammenhang.Warum so? Nur eine prüfbare Vermutung lässt sich durch ein Experiment bestätigen oder widerlegen.
    Lösungsskizze: Wenn Stickstoff … dann Pfeifengras schneller … beschattet … weil Heidekraut an Nährstoffarmut angepasst ist.
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    Musterlösung: Hypothese: Wenn der Boden durch Stickstoffeinträge nährstoffreicher wird, wächst das Pfeifengras schneller als das Heidekraut und beschattet es, weil das Heidekraut an nährstoffarme Böden angepasst ist und bei reichlich Stickstoff konkurrenzschwächer ist.

    Prüfen ließe sich die Hypothese mit Versuchsflächen, auf denen Heidekraut und Pfeifengras gemeinsam mit und ohne Stickstoffdüngung wachsen, sowie mit Reinkulturen als Kontrolle. Die Heidepflege durch Schafe, Mahd oder Abplaggen entzieht dem Boden Nährstoffe und wirkt der Verdrängung entgegen.