Filter:
01
Formel
Allelfrequenz
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Antwort
\(p(A)=\dfrac{n(A)}{2N}\)n(A) = Anzahl der A-Allele, N = Zahl der diploiden Individuen
02
Formel
Summe der Allelfrequenzen
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Antwort
\(p+q=1\)für die beiden Allele eines Gens; allgemein: alle Frequenzen eines Gens ergeben 1
03
Formel
Molekulare Uhr
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Antwort
\(t=\dfrac{d}{2\,r}\)t = Zeit seit der Trennung, d = Unterschiede, r = Rate je Linie
04
Formel
Eichung der Uhr
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Antwort
\(r=\dfrac{d}{2\,t}\)t aus einer fossil datierten Trennung; r gilt dann nur für dieses Gen
05
Formel
Keimzelltypen ohne Crossing-over
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Antwort
\(2^n\)n = Zahl der Chromosomenpaare; Mensch: 2²³ ≈ 8,4 Millionen
06
Formel
Relative Fitness
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Antwort
\(w=\dfrac{F}{F_{\max}}\)F = mittlere Zahl fortpflanzungsfähiger Nachkommen eines Genotyps; der beste Genotyp hat w = 1
07
Formel
Nettonutzen
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Antwort
Nutzen − Kostenbeide in derselben Währung, oft Energie; das Optimum hat den größten Nettonutzen
08
Formel
HAMILTON-Regel
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Antwort
\(r\cdot N>K\)r = Verwandtschaftsgrad, N = Nutzen für den Empfänger, K = Kosten für den Helfer (in Nachkommen)
09
Formel
Gesamtfitness
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Antwort
direkte + indirekte Fitnessdirekt: eigene Nachkommen; indirekt: zusätzliche Nachkommen von Verwandten durch eigene Hilfe
10
Formel
Verwandtschaftsgrad r
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Antwort
Eltern–Kind 0,5 · Vollgeschwister 0,5Halbgeschwister 0,25 · Cousins 0,125
11
Begriff
Homologie
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Antwort
Ähnlichkeit durch gemeinsame Abstammung; Kriterien: Lage, spezifische Qualität, Stetigkeit — die Funktion kann verschieden sein.
12
Begriff
Analogie
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Antwort
gleiche Funktion bei unabhängiger Entstehung durch Konvergenz, z. B. Vogel- und Insektenflügel; kein Verwandtschaftsbeleg.
13
Begriff
Rudiment und Atavismus
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Antwort
Rudiment: zurückgebildete homologe Struktur (Walbecken); Atavismus: gelegentlich wieder auftretendes Ahnenmerkmal.
14
Begriff
Synapomorphie
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Antwort
gemeinsames abgeleitetes Merkmal; entstand einmal bei einem gemeinsamen Vorfahren und begründet nähere Verwandtschaft.
15
Begriff
Außengruppe
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Antwort
Art sicher außerhalb der untersuchten Gruppe; was sie mit der Gruppe teilt, gilt als ursprünglich.
16
Begriff
Sparsamkeitsprinzip
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Antwort
Von mehreren Stammbäumen gilt der mit den wenigsten Merkmalsänderungen als am besten begründet.
17
Begriff
Genpool
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Antwort
Gesamtheit aller Allele aller Individuen einer Population.
18
Begriff
Synthetische Evolutionstheorie
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Antwort
DARWINs Selektionstheorie + Genetik + Populationsgenetik: Evolutionsfaktoren verändern die Allelfrequenzen im Genpool.
19
Begriff
Mutation
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Antwort
zufällige, ungerichtete Veränderung der Erbinformation; einzige Quelle neuer Allele; vererbt nur in der Keimbahn.
20
Begriff
Rekombination
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Antwort
Neukombination vorhandener Allele: interchromosomal, intrachromosomal (Crossing-over) und durch zufällige Befruchtung.
21
Begriff
Reproduktive Fitness
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Antwort
Beitrag eines Individuums zum Genpool der nächsten Generation, im Vergleich zu anderen Individuen der Population.
22
Begriff
Selektionsformen
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Antwort
stabilisierend: Mittelwert bleibt, Streuung sinkt; gerichtet: Mittelwert verschiebt sich; disruptiv: zwei Gipfel.
23
Begriff
Sexuelle Selektion
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Antwort
Selektion durch Konkurrenz um Partner: intrasexuell (Rivalenkampf) oder intersexuell (Partnerwahl).
24
Begriff
Gendrift
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Antwort
zufällige, ungerichtete Veränderung der Allelfrequenzen; umso stärker, je kleiner die Population.
25
Begriff
Flaschenhals- und Gründereffekt
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Antwort
Sonderfälle der Drift: Wenige Überlebende bzw. wenige Gründer tragen eine zufällige Auswahl der Allele weiter.
26
Begriff
Allopatrisch und sympatrisch
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Antwort
Artbildung nach geografischer Trennung bzw. im selben Gebiet, etwa durch Polyploidie bei Pflanzen.
27
Begriff
Isolationsmechanismen
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Antwort
präzygotisch: ökologisch, zeitlich, ethologisch, mechanisch, gametisch; postzygotisch: Hybridsterblichkeit, Hybridsterilität.
28
Begriff
Populationsgenetischer Artbegriff
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Antwort
Art = Gesamtheit der Populationen, die sich unter natürlichen Bedingungen fruchtbar miteinander fortpflanzen können.
29
Begriff
Koevolution
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Antwort
wechselseitige evolutive Anpassung zweier Arten, die füreinander als Selektionsfaktor wirken — Mutualismus oder Wettrüsten.
30
Begriff
Proximat und ultimat
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Antwort
proximat: Wie wird ein Verhalten ausgelöst? Ultimat: Warum hat es sich durch Selektion durchgesetzt?
31
Begriff
Exogen und endogen
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Antwort
Ursachen des Sozialverhaltens: exogen Nahrungsverteilung und Feinddruck, endogen Hormone, Körpergröße, Fortpflanzungsbiologie.
32
Begriff
Einmann-Haremsgruppe
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Antwort
ein Männchen mit mehreren Weibchen (Gorilla); Kämpfe um Gruppen → großer Geschlechtsdimorphismus, relativ kleine Hoden.
33
Begriff
Vielmännergruppe
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Antwort
mehrere Männchen und Weibchen paaren sich untereinander (Schimpanse); Spermienkonkurrenz → relativ große Hoden.
34
Begriff
Infantizid
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Antwort
Tötung von Jungtieren durch Männchen, etwa nach Gruppenübernahme bei Hanuman-Languren; Mütter werden früher empfängnisbereit.
35
Begriff
Homininen
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Antwort
alle Arten der Menschenlinie seit der Trennung vom Schimpansen vor etwa 6–7 Mio. Jahren; zuerst aufrechter Gang, später großes Gehirn.
36
Begriff
Out-of-Africa mit Einkreuzung
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Antwort
Homo sapiens entstand in Afrika und breitete sich aus; dabei kreuzten sich Neandertaler und Denisova-Menschen in geringem Umfang ein.
37
Begriff
Kulturelle Evolution
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Antwort
Veränderung erlernter Information durch Weitergabe vertikal, schräg und horizontal — viel schneller als über Gene.
38
Begriff
Gen-Kultur-Koevolution
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Antwort
Kultur verändert Selektionsbedingungen und damit Allelfrequenzen — z. B. Laktasepersistenz bei Milchviehhaltern.
Keine Karten in dieser Auswahl.
Gehen Sie die Karten dreimal durch: erst alle umdrehen, dann nur noch die ungelernten, zuletzt alles gemischt. Die Formeln üben Sie am besten zusätzlich mit eigenen Zahlen — etwa eine Allelfrequenz aus Genotypen oder eine Trennungszeit mit der molekularen Uhr.
