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Die unspezifische Abwehr

Zwei Aufgaben zur unspezifischen Abwehr — mit einem Rosendorn und einem Fieberthermometer.

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1

Der entzündete Finger

AFB I–II

Beim Gärtnern hat sich Emil an einem Rosendorn gestochen. Zwei Tage später ist die Fingerkuppe rot, warm, geschwollen und pocht. In der Mitte hat sich ein gelblicher Punkt gebildet. Am vierten Tag ist alles abgeheilt.

  1. Nenne die vier Anzeichen einer Entzündung, die im Text beschrieben sind.
  2. Erkläre, wie die Erreger in den Finger gelangen konnten.
  3. Beschreibe, was Fresszellen an der Einstichstelle tun.
  4. Deute den gelblichen Punkt.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Achte auf die Adjektive.
Hinweis zu Aufgabe b)
Welche Barriere wurde durchbrochen?
Hinweis zu Aufgabe c)
Weg aus dem Blut, Aufnahme, Verdauung.
Hinweis zu Aufgabe d)
Woraus besteht Eiter?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Rötung, Wärme, Schwellung, Schmerz (Pochen).

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Der Dorn hat die Haut als Barriere durchbrochen. Bakterien von Dorn und Erde gelangten so direkt ins Gewebe.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Fresszellen wandern aus den erweiterten Blutgefäßen ins Gewebe, umfließen die Bakterien, schließen sie in ein Bläschen ein und verdauen sie (Phagozytose).

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Es ist Eiter: tote Fresszellen, tote Erreger und Gewebsreste. Er zeigt, dass die Abwehr an dieser Stelle viele Erreger beseitigt hat.

2

Fieber bei einer Erkältung

AFB II–III

Mila hat eine Erkältung mit 38,5 °C Fieber. Ihr Bruder rät: „Nimm sofort ein fiebersenkendes Mittel, Fieber ist gefährlich!“ In einem Versuch wuchsen bestimmte Erkältungsviren in Zellkulturen bei 33 °C gut, bei 37 °C deutlich schlechter.

  1. Interpretiere das Versuchsergebnis.
  2. Erläutere zwei Vorteile von Fieber für die Abwehr.
  3. Diskutiere den Rat des Bruders.
  4. Begründe, warum Mila trotz Barrieren und Fresszellen krank geworden ist.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Welche Temperatur mögen die Viren?
Hinweis zu Aufgabe b)
Erreger und Abwehrzellen.
Hinweis zu Aufgabe c)
Gibt es auch Grenzen, ab denen Fieber gefährlich wird?
Hinweis zu Aufgabe d)
Wie schnell vermehren sich Viren in den Zellen?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Die Viren vermehren sich bei höherer Temperatur schlechter. Eine erhöhte Körpertemperatur bremst also ihre Vermehrung.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Viele Erreger vermehren sich bei höherer Temperatur langsamer; Abwehrvorgänge wie die Tätigkeit der Fresszellen laufen bei höherer Temperatur schneller ab.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Mäßiges Fieber ist eine sinnvolle Abwehrreaktion und muss nicht sofort gesenkt werden. Sehr hohes Fieber (über etwa 39–40 °C), lange anhaltendes Fieber oder starke Beschwerden gehören aber in ärztliche Behandlung; dann kann Senken sinnvoll sein. Pauschal „sofort senken“ ist daher nicht richtig.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Die Viren sind über die Schleimhaut in Zellen eingedrungen und haben sich dort schneller vermehrt, als die unspezifische Abwehr sie beseitigen konnte. Viren in Zellen erreichen Fresszellen kaum.