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Antibiotika und Resistenzen

Zwei Aufgaben zu Antibiotika — mit einem Hemmhoftest und dem Blick in den Maststall.

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Der Hemmhoftest

AFB I–II

Im Labor wird ein Nährboden gleichmäßig mit Bakterien aus einer Patientenprobe bestrichen. Darauf legt man kleine Plättchen mit drei verschiedenen Antibiotika. Nach einem Tag bei 37 °C ist der Nährboden trüb vom Bakterienrasen — nur um manche Plättchen bleibt ein klarer Ring (Hemmhof).

PlättchenDurchmesser des Hemmhofs
Antibiotikum A28 mm
Antibiotikum B0 mm
Antibiotikum C12 mm
  1. Lies ab, gegen welches Antibiotikum die Bakterien resistent sind.
  2. Erkläre die Entstehung des klaren Rings um Plättchen A.
  3. Lege fest, welches Antibiotikum die Ärztin verordnen sollte, und begründe.
  4. Begründe, warum ein solcher Test vor allem bei schweren Infektionen wichtig ist.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Wo wachsen die Bakterien bis an das Plättchen?
Hinweis zu Aufgabe b)
Der Wirkstoff verteilt sich im Nährboden.
Hinweis zu Aufgabe c)
Welcher Hemmhof ist am größten?
Hinweis zu Aufgabe d)
Was passiert, wenn man mit B behandelt?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Gegen Antibiotikum B: Es gibt keinen Hemmhof, die Bakterien wachsen bis an das Plättchen.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Das Antibiotikum wandert aus dem Plättchen in den Nährboden. Wo seine Menge ausreicht, sterben die Bakterien ab bzw. vermehren sich nicht — es entsteht ein klarer Hemmhof.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Antibiotikum A: Es hat den größten Hemmhof, die Bakterien sind dagegen am empfindlichsten.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Mit einem unwirksamen Antibiotikum verliert man Zeit, die Infektion schreitet fort und die resistenten Bakterien werden zusätzlich ausgelesen. Der Test zeigt, welches Mittel sicher wirkt.

2

Antibiotika in der Tiermast

AFB II–III

In manchen Ländern werden Antibiotika großen Tierbeständen vorbeugend über Futter oder Wasser gegeben. In Deutschland ist das zur Wachstumsförderung verboten, aber immer noch werden viele Tonnen Antibiotika in der Tierhaltung eingesetzt. In Proben von Hähnchenfleisch aus dem Supermarkt findet man immer wieder resistente Bakterien.

  1. Beschreibe, wie resistente Bakterien in einem Maststall häufig werden.
  2. Erläutere zwei Wege, auf denen resistente Bakterien aus dem Stall zum Menschen gelangen können.
  3. Bewerte das Verbot von Antibiotika als Wachstumsförderer.
  4. Entwickle drei Regeln für den Umgang mit Antibiotika in einer Familie.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Denk an Mutation und Auslese.
Hinweis zu Aufgabe b)
Fleisch, Gülle, Menschen im Stall.
Hinweis zu Aufgabe c)
Nutzen für wenige — Risiko für alle?
Hinweis zu Aufgabe d)
Einnahme, Reste, Erkältung.

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Unter den vielen Darmbakterien der Tiere sind durch Mutation einzelne resistent. Das Antibiotikum tötet die empfindlichen, die resistenten überleben und vermehren sich — ihr Anteil steigt mit jeder Gabe.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

z. B. über rohes oder nicht durchgegartes Fleisch (Küchenhygiene), über Gülle auf Feldern und Gemüse, über Menschen, die im Stall arbeiten.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Das Verbot ist sinnvoll: Jede unnötige Gabe liest resistente Bakterien aus. Resistenzen können auf Krankheitserreger des Menschen übergehen und Behandlungen unwirksam machen. Der wirtschaftliche Vorteil wiegt das Risiko nicht auf.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

z. B. nur auf ärztliche Verordnung einnehmen; genau so lange und in der Dosis wie verordnet; keine Reste aufheben oder weitergeben, Reste in den Restmüll bzw. zur Apotheke, nicht ins Klo; bei Erkältungen nicht nach Antibiotika fragen; Hände waschen.