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Sexualhormone und Zyklus

Zwei Aufgaben zum Zyklus — mit zwei Zykluslängen und drei Laborwerten.

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Der Zyklus im Überblick

AFB I–II

Lenas Zyklus dauert meistens 28 Tage. Ihre Freundin Mara hat einen längeren Zyklus von etwa 32 Tagen. Beide haben im Biologieunterricht gelernt, dass die Länge des Zyklus vor allem durch die Zeit bis zum Eisprung bestimmt wird; die Zeit vom Eisprung bis zur nächsten Menstruation beträgt ziemlich gleichbleibend etwa 14 Tage.

  1. Nenne die vier Hormone, die den weiblichen Zyklus steuern, und ihren Bildungsort.
  2. Beschreibe die Veränderungen der Gebärmutterschleimhaut während eines Zyklus.
  3. Bestimme den Zyklustag, an dem bei Mara etwa der Eisprung stattfindet.
  4. Erkläre , warum die Menstruation einsetzt, wenn keine Befruchtung stattfindet.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Zwei kommen aus dem Kopf, zwei aus dem Unterleib.
Hinweis zu Aufgabe b)
Beginne mit Tag 1.
Hinweis zu Aufgabe c)
Rechne von der nächsten Menstruation zurück.
Hinweis zu Aufgabe d)
Welches Hormon hält die Schleimhaut?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

FSH und LH aus der Hypophyse; Östrogen (vom Follikel) und Progesteron (vom Gelbkörper) aus dem Eierstock.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Tag 1–5: Die obere Schleimhaut wird abgestoßen (Menstruation). Danach wird sie unter dem Einfluss von Östrogen wieder aufgebaut. Nach dem Eisprung hält Progesteron sie dick und gut durchblutet. Am Ende des Zyklus wird sie wieder abgestoßen.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Die nächste Menstruation beginnt an Tag 33 (Tag 1 des neuen Zyklus). 14 Tage davor: 32 − 14 = 18. Der Eisprung liegt etwa an Zyklustag 18.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Ohne Befruchtung zerfällt der Gelbkörper nach etwa zwei Wochen. Er bildet dann kein Progesteron mehr. Ohne Progesteron kann die Schleimhaut nicht erhalten werden und wird abgestoßen — die Menstruation beginnt.

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Hormonwerte im Labor

AFB II–III

Bei einer Frau wurden an drei Tagen ihres Zyklus die Hormonwerte im Blut bestimmt.

Messung 1: FSH erhöht, Östrogen niedrig, Progesteron niedrig, Blutung. Messung 2: LH sehr hoch, Östrogen hoch, Progesteron niedrig. Messung 3: Progesteron hoch, Östrogen mittel, FSH und LH niedrig.

  1. Ordne jeder Messung eine Zyklusphase zu.
  2. Erkläre , warum FSH und LH bei Messung 3 niedrig sind.
  3. Erläutere die Bedeutung des Gelbkörpers für eine mögliche Schwangerschaft.
  4. Beurteile die Aussage: „Mit einer Zyklus-App kann man den Tag des Eisprungs sicher vorhersagen.“

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Achte auf das jeweils auffälligste Hormon.
Hinweis zu Aufgabe b)
Welche Hormone sind hoch — und was bewirken sie an der Hypophyse?
Hinweis zu Aufgabe c)
Was braucht ein Keim zum Einnisten?
Hinweis zu Aufgabe d)
Ist jeder Zyklus gleich lang?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Messung 1: Menstruation / Beginn der Follikelphase. Messung 2: kurz vor bzw. am Eisprung (LH-Spitze). Messung 3: Gelbkörperphase.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

In der Gelbkörperphase sind Progesteron und Östrogen hoch. Sie hemmen die Hypophyse, sodass sie wenig FSH und LH ausschüttet (negative Rückkopplung). Dadurch reift in dieser Zeit kein weiterer Follikel.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Der Gelbkörper bildet Progesteron. Es hält die Gebärmutterschleimhaut dick und gut durchblutet, sodass sich ein Keim einnisten kann. Kommt es zur Einnistung, bleibt der Gelbkörper erhalten und die Menstruation bleibt aus.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Die Aussage ist nicht haltbar. Eine App rechnet mit Durchschnittswerten vergangener Zyklen. Zyklen schwanken aber — durch Stress, Krankheit oder besonders in den ersten Jahren. Der Eisprung kann deshalb früher oder später liegen; eine sichere Vorhersage (z. B. zur Verhütung) ist so nicht möglich.