Hormone von Hypophyse und Eierstock
Ab der Pubertät steuern vier Hormone im Wechselspiel den weiblichen Zyklus.
- FSH:follikelstimulierendes Hormon aus der Hypophyse; lässt im Eierstock ein Eibläschen (Follikel) reifen.
- Östrogen:vom reifenden Follikel gebildet; baut die Gebärmutterschleimhaut auf.
- LH:luteinisierendes Hormon aus der Hypophyse; seine Spitze löst den Eisprung aus, der Rest des Follikels wird zum Gelbkörper.
- Progesteron:Gelbkörperhormon; hält die Schleimhaut für die Einnistung eines Keims bereit.
- Beim Mann:LH regt die Hoden zur Bildung von Testosteron an, FSH fördert die Spermienbildung.
Ein Zyklus in 28 Tagen
Ein Zyklus dauert im Mittel 28 Tage; Tag 1 ist der erste Tag der Menstruation.
- Tag 1–5:Menstruation — die obere Schleimhaut wird abgestoßen.
- Tag 6–13:ein Follikel reift, Östrogen steigt, die Schleimhaut wächst.
- um Tag 14:LH-Spitze → Eisprung; die Eizelle wandert in den Eileiter.
- Tag 15–28:der Gelbkörper bildet Progesteron. Ohne Befruchtung zerfällt er, Progesteron sinkt → nächste Menstruation.
- Rückkopplung:viel Östrogen und Progesteron hemmen die Ausschüttung von FSH und LH (negative Rückkopplung).
Stelle mit dem Regler einen Zyklustag ein oder springe über die Knöpfe oben zu einem Beispiel. Mit der Tastatur: Regler mit Tab wählen, dann ←/→. Hormonkurven, Eierstock und Schleimhaut ändern sich mit.
Halte fest: Die LH-Spitze löst den Eisprung aus; sinkt das Progesteron des Gelbkörpers, beginnt die Menstruation.
Zyklus: FSH → Follikel reift, Östrogen steigt → LH-Spitze → Eisprung → Gelbkörper bildet Progesteron → Progesteron sinkt → Menstruation.
Allgemeine Hinweise
Namen als Merkhilfe
FSH stimuliert den Follikel. LH kommt von „luteus“ = gelb: Es macht aus dem Follikel den Gelbkörper.
28 Tage sind ein Mittelwert
Zyklen dauern oft 23 bis 35 Tage und schwanken — besonders in den ersten Jahren nach der ersten Menstruation.
Blutung ist nicht Eisprung
Die Menstruation ist nicht der Eisprung. Der Eisprung liegt etwa 14 Tage vor der nächsten Blutung.
