Zwei Präparate im Vergleich
AFB I–IIEmma mikroskopiert ein Blättchen des Sternmooses und Zellen aus ihrer Mundschleimhaut, die sie mit Methylenblau gefärbt hat.
Im Moosblättchen sieht sie eckige, dicht aneinanderliegende Zellen mit vielen grünen Körnchen. Die Mundschleimhautzellen sind flach, unregelmäßig rundlich und haben einen blauen Fleck in der Mitte.
- Ordne die beiden Präparate Pflanzen- und Tierzelle zu.
- Gib die Bestandteile an, die in beiden Zellen vorkommen.
- Vergleiche die beiden Zelltypen tabellarisch.
- Erkläre , warum die Moosblattzellen eckig sind, die Mundschleimhautzellen aber nicht.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Moosblättchen: Pflanzenzellen (eckig, mit Chloroplasten). Mundschleimhaut: Tierzellen (rundlich, ohne Chloroplasten).
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Zellmembran, Zellplasma, Zellkern.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
| Merkmal | Moos | Mundschleimhaut |
|---|---|---|
| Zellwand | ja | nein |
| große Vakuole | ja | nein |
| Chloroplasten | ja | nein |
| Form | eckig | rundlich |
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Moosblattzellen besitzen eine feste Zellwand aus Cellulose; die Zellen drücken gegeneinander und behalten eine eckige Form. Mundschleimhautzellen haben nur eine dünne, verformbare Zellmembran und sind deshalb unregelmäßig rundlich.
Warum steht die Tulpe?
AFB II–IIIEine Tulpe in der Vase lässt nach einigen Tagen den Kopf hängen. Nachdem Lisa den Stiel frisch angeschnitten und frisches Wasser eingefüllt hat, richtet sich die Blume nach einigen Stunden wieder auf.
Ihr Bruder meint: „Die Tulpe hat Muskeln im Stiel, die sich wieder angespannt haben.“
- Beschreibe die Beobachtung.
- Erkläre das Aufrichten mithilfe von Vakuole und Zellwand.
- Widerlege die Aussage des Bruders.
- Stelle eine Vermutung auf , was mit der Tulpe geschieht, wenn Lisa Salzwasser statt Leitungswasser nimmt.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Zuerst hängt die Blüte schlaff herunter. Nach dem Anschneiden und frischem Wasser richtet sich der Stiel innerhalb einiger Stunden wieder auf.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Die Zellen nehmen Wasser auf, die Vakuolen füllen sich mit Zellsaft. Sie drücken von innen gegen die feste Zellwand. Dadurch werden die Zellen prall und der Stiel wird wieder fest.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Muskelzellen gibt es nur bei Tieren. Pflanzen besitzen keine Muskeln; ihre Festigkeit entsteht durch den Wasserdruck in den Vakuolen gegen die Zellwände.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Salzwasser entzieht den Zellen eher Wasser, als dass es aufgenommen wird. Die Vakuolen bleiben klein, die Tulpe bleibt schlaff oder welkt noch stärker.
