Ein Laubstreu-Versuch
AFB I–IIKlasse 8a legt je 20 Buchenblätter in zwei Netzbeutel. Beutel A hat große Maschen (5 mm), Beutel B sehr feine Maschen (0,1 mm), durch die keine Tiere, aber Pilze und Bakterien gelangen. Beide Beutel werden im Wald in die Laubstreu gelegt.
Nach einem Jahr sind in Beutel A noch 35 % der Blattmasse vorhanden, in Beutel B noch 70 %.
- Nenne drei Tiere, die durch die großen Maschen gelangen und Laub zerkleinern.
- Beschreibe das Ergebnis des Versuchs.
- Erkläre das Ergebnis.
- Begründe, warum trotzdem auch Beutel B an Masse verliert.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Regenwurm, Assel, Schnurfüßer (auch: Springschwänze, Milben, Schneckenarten).
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
In Beutel A sind nach einem Jahr 65 % der Blattmasse abgebaut, in Beutel B nur 30 %. Im Beutel mit großen Maschen ging die Zersetzung etwa doppelt so schnell.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
In Beutel A zerkleinern Streuzersetzer die Blätter. Die Oberfläche wird größer, Pilze und Bakterien können schneller angreifen. In Beutel B arbeiten nur Pilze und Bakterien, der Abbau ist langsamer.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Pilze und Bakterien sind klein genug, um durch die feinen Maschen zu gelangen. Sie bauen die Blätter auch ohne Tiere ab — nur langsamer.
Wölfe in Niedersachsen
AFB II–IIISeit einigen Jahren leben in Niedersachsen wieder Wölfe. Ein Rudel braucht ein Revier von etwa 200 bis 300 km². Rehe dagegen leben in viel größerer Zahl im selben Gebiet.
- Ordne Wolf, Reh und die Pflanzen, die das Reh frisst, in eine Nahrungskette ein und benenne die Rollen.
- Erkläre mit der 10-%-Regel, warum ein Wolfsrudel ein so großes Revier braucht.
- Berechne, wie viel Energie von 2 000 000 kJ in Pflanzen bei den Wölfen ankommt.
- Beurteile die Aussage: „Wenn der Wolf da ist, verschwinden alle Rehe.“
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Pflanzen (Produzent) → Reh (Konsument 1. Ordnung) → Wolf (Konsument 2. Ordnung).
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Beim Wolf kommt nur etwa 1 % der Energie der Pflanzen an (10 % von 10 %). Um genug Energie zu bekommen, braucht ein Rudel viele Beutetiere — und die leben nur auf einer großen Fläche.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
2 000 000 kJ · 0,1 = 200 000 kJ bei den Rehen; 200 000 kJ · 0,1 = 20 000 kJ bei den Wölfen.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Die Aussage ist falsch. Wölfe sind viel seltener als Rehe und fressen auch Wildschweine und Hirsche. Sie verringern die Zahl der Rehe, rotten sie aber nicht aus; mit weniger Beute würden auch die Wölfe weniger Junge aufziehen.
