Ein Nahrungsnetz im Eichenwald
AFB I–IIIn einem Eichenwald gelten diese Beziehungen: Raupen fressen Eichenblätter. Blaumeisen fressen Raupen. Eichelhäher fressen Eicheln und Raupen. Sperber jagen Blaumeisen und Eichelhäher. Waldmäuse fressen Eicheln und werden vom Waldkauz gefressen.
- Zeichne das Nahrungsnetz mit Pfeilen.
- Nenne zwei vollständige Nahrungsketten aus dem Netz.
- Ordne jedem Lebewesen die Rolle Pflanze, Pflanzenfresser, Fleischfresser oder Allesfresser zu.
- Erkläre, warum der Eichelhäher an zwei Stellen im Netz steht.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Eichenblätter → Raupe; Raupe → Blaumeise; Raupe → Eichelhäher; Eicheln → Eichelhäher; Blaumeise → Sperber; Eichelhäher → Sperber; Eicheln → Waldmaus; Waldmaus → Waldkauz.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
z. B. Eichenblätter → Raupe → Blaumeise → Sperber; Eicheln → Waldmaus → Waldkauz (auch: Eichenblätter → Raupe → Eichelhäher → Sperber; Eicheln → Eichelhäher → Sperber).
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Eiche: Pflanze. Raupe, Waldmaus: Pflanzenfresser. Blaumeise, Sperber, Waldkauz: Fleischfresser. Eichelhäher: Allesfresser.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Er frisst Eicheln (Pflanze) und Raupen (Tiere). Damit ist er sowohl Pflanzenfresser als auch Fleischfresser und steht in zwei Ketten an verschiedenen Stellen.
Die Raupenplage
AFB II–IIIIn einem Jahr vermehrt sich der Eichenwickler massenhaft. Im Mai sind viele Eichen kahl gefressen. Förster beobachten, dass im selben Jahr die Blaumeisen besonders viele Junge großziehen. Zwei Jahre später ist die Raupenzahl wieder normal.
- Beschreibe die Beobachtungen in zeitlicher Reihenfolge.
- Erkläre den Zusammenhang zwischen Raupen und Blaumeisen.
- Stelle eine Vermutung auf, wie sich die Zahl der Sperber in den folgenden Jahren entwickelt.
- Beurteile den Vorschlag, den Wald bei jeder Raupenplage mit Gift zu spritzen.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Zuerst vermehren sich die Raupen stark und fressen die Eichen kahl. Im selben Jahr ziehen die Blaumeisen viele Junge groß. Zwei Jahre später gibt es wieder normal viele Raupen.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Blaumeisen füttern ihre Jungen mit Raupen. Viele Raupen bedeuten viel Nahrung, deshalb überleben mehr Junge. Mehr Meisen fressen im nächsten Jahr mehr Raupen, die Raupenzahl sinkt wieder.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Mit mehr Meisen haben Sperber mehr Beute und ziehen mehr Junge groß — ihre Zahl steigt etwas, später sinkt sie wieder, wenn die Meisen weniger werden.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Das Gift tötet auch andere Insekten und nimmt den Meisen und anderen Vögeln die Nahrung. Die natürliche Regulation über das Nahrungsnetz wird gestört. Eichen überstehen meist einen Kahlfraß und treiben im Juni neu aus. Spritzen ist deshalb nur in Ausnahmefällen sinnvoll.
