Drei Greifvögel, ein Wald
AFB I–IIIn einem Mischwald jagen drei Greifvögel. Der Mäusebussard sitzt tagsüber am Waldrand und stößt auf Mäuse im offenen Feld. Der Habicht jagt tagsüber im Wald Vögel wie Tauben und Eichelhäher. Der Waldkauz jagt nachts im Wald Mäuse.
- Gib an, was man unter der ökologischen Nische einer Art versteht.
- Vergleiche die Nischen der drei Greifvögel in einer Tabelle.
- Erkläre, warum Mäusebussard und Waldkauz kaum konkurrieren.
- Stelle eine Vermutung auf, was passiert, wenn der Wald zu einer großen Lichtung gerodet wird.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Die ökologische Nische ist die Art und Weise, wie eine Art ihren Lebensraum nutzt: welche Nahrung sie frisst, wo sie sucht und wann sie aktiv ist.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Mäusebussard: Mäuse, offenes Feld, Tag. Habicht: Vögel, Wald, Tag. Waldkauz: Mäuse, Wald, Nacht.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Sie fressen zwar beide Mäuse, jagen aber zu verschiedenen Zeiten (Tag/Nacht) und an verschiedenen Orten (Feld/Wald). Ihre Nischen unterscheiden sich, die Konkurrenz ist gering.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Habicht und Waldkauz verlieren ihren Lebensraum im Wald. Der Waldkauz müsste im Offenen jagen und träfe dort häufiger auf den Bussard (mehr Konkurrenz); beide Waldarten würden seltener.
Buche gegen Eiche
AFB II–IIIAuf einem feuchten, nährstoffreichen Boden wachsen Buchen und Eichen nebeneinander auf. Junge Buchen vertragen viel Schatten, junge Eichen brauchen viel Licht. Nach 80 Jahren besteht der Wald fast nur noch aus Buchen. Auf trockenen, sandigen Böden dagegen setzen sich Eichen und Kiefern durch.
- Beschreibe die Entwicklung des Waldes auf dem feuchten Boden.
- Erkläre diese Entwicklung mit dem Begriff Konkurrenz.
- Erläutere, warum auf trockenen, sandigen Böden die Eichen bestehen.
- Beurteile die Aussage: „Die Buche ist immer der stärkere Baum.“
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Am Anfang wachsen Buchen und Eichen gemischt. Nach 80 Jahren sind die Eichen fast ganz verschwunden, der Wald besteht fast nur aus Buchen.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Buche und Eiche konkurrieren um Licht. Junge Buchen wachsen auch im Schatten weiter und überwachsen die Eichen. Die lichtbedürftigen jungen Eichen bekommen zu wenig Licht und sterben ab (zwischenartliche Konkurrenz).
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Auf trockenen Böden wächst die Buche schlecht, weil sie viel Wasser braucht. Dort ist sie nicht überlegen; Eichen und Kiefern vertragen die Trockenheit besser und setzen sich durch.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Die Aussage ist zu allgemein. Welche Art sich durchsetzt, hängt von den abiotischen Faktoren ab: Auf feuchten Böden ist die Buche überlegen, auf trockenen die Eiche. Konkurrenzstärke gilt immer nur für bestimmte Bedingungen.
