Konkurrenz um knappe Ressourcen
Im Wald nutzen viele Lebewesen dieselben Dinge — und davon gibt es nie unbegrenzt.
- Konkurrenz:Wettbewerb von Lebewesen um dieselben knappen Ressourcen: Nahrung, Licht, Wasser, Nistplätze.
- Innerartlich:zwischen Tieren oder Pflanzen derselben Art, z. B. zwei Buchenkeimlinge um Licht.
- Zwischenartlich:zwischen verschiedenen Arten, z. B. Buche und Eiche um Licht.
- Konkurrenzausschluss:Nutzen zwei Arten genau dieselben Ressourcen, verdrängt die überlegene Art die andere auf Dauer.
Konkurrenzausschluss: Zwei Arten mit gleicher ökologischer Nische können auf Dauer nicht nebeneinander leben.
Jede Art hat ihre Nische
Viele ähnliche Arten leben trotzdem im selben Wald — sie nutzen ihn unterschiedlich.
- Ökologische Nische:die Art und Weise, wie eine Art ihren Lebensraum nutzt: welche Nahrung, an welchem Ort, zu welcher Zeit.
- Meisen im Laubwald:Kohlmeise sucht am Boden und auf dicken Ästen, Blaumeise an dünnen Zweigen außen in der Krone.
- Weitere Meisen:Tannenmeise vor allem in Nadelbäumen, Sumpfmeise im unteren Bereich und in Sträuchern.
- Zeitlich getrennt:Mäusebussard jagt Mäuse am Tag, Waldkauz in der Nacht.
- Koexistenz:Unterschiedliche Nischen verringern die Konkurrenz — viele Arten können nebeneinander leben.
Kohlmeise und Blaumeise besiedeln ein neues Waldstück. Wähle oben, wie stark sich ihre Nischen überschneiden, und starte die Simulation mit ▶ — oder gehe mit „Ein Jahr“ Schritt für Schritt vor.
Halte fest: Je stärker sich die Nischen zweier Arten überschneiden, desto härter ist die Konkurrenz — bei gleicher Nische wird eine Art verdrängt.
Allgemeine Hinweise
Nische ist kein Ort
Die ökologische Nische ist keine Höhle oder Ecke, sondern die Art, wie eine Art ihre Umwelt nutzt.
Innerartlich zuerst
Die stärkste Konkurrenz herrscht meist innerhalb einer Art — dieselben Tiere haben genau dieselben Ansprüche.
Drei Fragen
Um Nischen zu vergleichen, frag: Was frisst die Art? Wo sucht sie? Wann ist sie aktiv?
