Was Artenvielfalt ausmacht
Ein naturnaher Wald ist einer der artenreichsten Lebensräume in Mitteleuropa.
- Biodiversität:Vielfalt des Lebens: Vielfalt der Arten, der Lebensräume und der Erbanlagen innerhalb einer Art.
- Mischwald:viele Baumarten, alle Altersstufen, alle Stockwerke — viele ökologische Nischen.
- Totholz:stehende und liegende tote Bäume; Lebensraum und Nahrung für Tausende Arten von Käfern, Pilzen und Spechten.
- Waldrand:gestufter Übergang mit Sträuchern und Kräutern — hier leben Arten des Waldes und des Offenlands.
Artenvielfalt: Je vielfältiger ein Wald aufgebaut ist, desto mehr ökologische Nischen gibt es — und desto mehr Arten leben dort.
Eingriffe des Menschen
Fast alle Wälder in Deutschland werden vom Menschen genutzt und verändert.
- Monokultur:Forst aus einer Baumart, gleich alt, dicht gepflanzt — dunkel, kaum Kraut- und Strauchschicht, wenige Arten.
- Anfälligkeit:Fichtenforste leiden unter Sturm und Trockenheit; der Borkenkäfer (Buchdrucker) vermehrt sich dann massenhaft.
- Weitere Eingriffe:Totholz entfernen, Böden entwässern, Straßen bauen, die Wälder zerschneiden.
- Schutz:Mischwald aus heimischen Arten, Totholz und Höhlenbäume stehen lassen, Schutzgebiete wie Nationalparks.
Sechs Eingriffe des Menschen. Lies, was passiert, tippe zuerst deine Vorhersage an und klicke dann auf „Ausführen“. Die Zeichnung zeigt den Wald vorher und nachher.
Halte fest: Eingriffe, die Strukturen entfernen (Baumarten, Totholz, Feuchtstellen, zusammenhängende Flächen), verringern die Artenvielfalt — Eingriffe, die Strukturen schaffen, erhöhen sie.
Allgemeine Hinweise
Strukturen zählen
Frag bei jedem Eingriff: Entstehen neue Strukturen (Totholz, Sträucher, Baumarten) oder verschwinden welche?
Grün heißt nicht artenreich
Ein dichter Fichtenforst ist grün und voller Bäume — trotzdem leben dort viel weniger Arten als im Mischwald.
Totholz ist kein Abfall
Tote Bäume sind für viele Arten die wichtigste Lebensgrundlage im Wald.
