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Angepasst an den Lebensraum

Zwei Aufgaben zu Angepasstheiten — mit dem Buntspecht und Blättern aus zwei Höhen.

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1

Der Buntspecht

AFB I–II

Der Buntspecht klettert an Baumstämmen senkrecht nach oben. Mit dem Schnabel hackt er Löcher in Totholz und holt mit seiner langen, klebrigen Zunge mit Widerhaken Käferlarven aus den Gängen. Seine Bruthöhle zimmert er selbst in einen Stamm.

  1. Nenne drei Angepasstheiten des Buntspechts.
  2. Beschreibe den Zusammenhang zwischen Zunge und Nahrung.
  3. Erläutere am Beispiel des Spechts den Zusammenhang von Bau und Funktion.
  4. Begründe, warum der Buntspecht auf Totholz im Wald angewiesen ist.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Schnabel, Fuß, Schwanz, Zunge.
Hinweis zu Aufgabe b)
Wo sitzen die Larven?
Hinweis zu Aufgabe c)
Wähle ein Merkmal und nenne seine Aufgabe.
Hinweis zu Aufgabe d)
Nahrung und Nistplatz.

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Meißelschnabel, Kletterfuß (zwei Zehen nach vorn, zwei nach hinten), Stützschwanz mit steifen Federn, lange Zunge mit Widerhaken.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Die Larven sitzen tief in Gängen im Holz. Die lange, klebrige Zunge mit Widerhaken reicht in die Gänge hinein und hält die Larven fest.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Der Stützschwanz hat steife Federn (Bau). Damit stützt sich der Specht beim Hacken am Stamm ab und kann nicht nach hinten kippen (Funktion). Der Bau passt zur Aufgabe.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

In Totholz leben viele Käferlarven, seine Hauptnahrung. Weiches, altes Holz lässt sich leichter bearbeiten — dort legt er auch Bruthöhlen an. Ohne Totholz fehlen Nahrung und Nistplätze.

2

Blätter aus zwei Höhen

AFB II–III

Eine Schülergruppe sammelt an einer freistehenden Buche 20 Blätter von der Südseite außen und 20 Blätter aus dem Inneren der Krone. Sie zeichnet die Umrisse auf Karopapier und zählt die Kästchen.

Blättermittlere Flächemittlere Dicke
Südseite außen19 cm²0,21 mm
Kroneninneres34 cm²0,10 mm
  1. Ermittle, um wie viel Prozent die Fläche der inneren Blätter größer ist.
  2. Deute die Messergebnisse.
  3. Erkläre den Nutzen der großen Fläche für die inneren Blätter.
  4. Beurteile die Methode der Gruppe.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
34 − 19 = 15; dann auf 19 beziehen.
Hinweis zu Aufgabe b)
Wo ist es hell, wo schattig?
Hinweis zu Aufgabe c)
Wie viel Licht kommt im Inneren an?
Hinweis zu Aufgabe d)
Stichprobengröße, Messgenauigkeit, Vergleichbarkeit.

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

(34 − 19) : 19 · 100 % ≈ 79 %. Die inneren Blätter sind etwa 79 % größer.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Die Blätter außen auf der Südseite sind Sonnenblätter (klein, dick), die inneren sind Schattenblätter (groß, dünn). Die Buche bildet je nach Lichtangebot unterschiedliche Blätter.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Im Inneren kommt wenig Licht an. Eine große Fläche fängt möglichst viel des schwachen Lichts für die Fotosynthese ein.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Positiv: je 20 Blätter und Mittelwerte machen Zufälle unwahrscheinlicher; beide Gruppen stammen vom selben Baum. Einschränkungen: Kästchenzählen ist ungenau, die Dicke ist schwer zu messen; weitere Bäume würden das Ergebnis absichern.