Das Scharbockskraut
AFB I–IIDas Scharbockskraut wächst im feuchten Laubwald. Es treibt im Februar aus und blüht im März und April gelb. Unter der Erde bildet es kleine Wurzelknollen. Ende Mai sind die oberirdischen Teile verschwunden.
- Nenne drei abiotische Faktoren, die für das Scharbockskraut wichtig sind.
- Beschreibe die Lichtverhältnisse am Boden eines Buchenwalds im März und im Juli.
- Erkläre die Bedeutung der Wurzelknollen.
- Begründe, warum die oberirdischen Teile Ende Mai absterben.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Licht, Temperatur, Wasser (auch: Boden).
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Im März sind die Buchen kahl, viel Licht erreicht den Boden. Im Juli ist das Blätterdach geschlossen, am Boden kommt nur noch sehr wenig Licht an (weniger als 5 %).
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
In den Knollen sind Nährstoffe gespeichert. Damit kann die Pflanze sehr früh austreiben und blühen, bevor sie selbst genug Fotosynthese betreibt.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Ende Mai ist das Blätterdach geschlossen. Es kommt zu wenig Licht für die Fotosynthese an; die Blätter würden mehr verbrauchen als herstellen. Die Pflanze überdauert als Knolle.
Waldklima gegen Stadtklima
AFB II–IIIAn einem heißen Sommertag misst Jonas die Lufttemperatur und die Luftfeuchtigkeit im Stadtpark auf einem Platz ohne Bäume und im nahen Stadtwald.
| Messort | Temperatur | Luftfeuchtigkeit |
|---|---|---|
| Platz ohne Bäume | 32 °C | 35 % |
| Stadtwald | 24 °C | 65 % |
- Vergleiche die Messwerte der beiden Orte.
- Erkläre die Unterschiede.
- Stelle eine Vermutung auf, wie sich die Temperaturen der beiden Orte in der Nacht unterscheiden.
- Beurteile den Vorschlag, in heißen Städten mehr Bäume zu pflanzen.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Im Wald ist es 8 °C kühler als auf dem Platz. Die Luftfeuchtigkeit ist im Wald mit 65 % fast doppelt so hoch wie auf dem Platz (35 %).
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Die Kronen halten die Sonnenstrahlung ab, der Boden bleibt schattig und kühl. Der Waldboden speichert Wasser; Pflanzen geben Wasserdampf ab. Dadurch ist die Luft im Wald feuchter und kühler.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Nachts kühlt der offene Platz stärker ab, weil die Wärme ungehindert abstrahlt. Im Wald hält das Blätterdach die Wärme fest; der Unterschied ist kleiner, der Wald kann sogar wärmer sein.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Der Vorschlag ist sinnvoll: Bäume spenden Schatten und geben Wasserdampf ab, die Luft wird kühler und feuchter. Grenzen: Bäume brauchen Platz und in trockenen Sommern Wasser; einzelne Bäume wirken schwächer als ein ganzer Wald.
