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Typische Fehler

Zwölf Stolperfallen rund um Laubblatt, Wortgleichung, Nachweise und Zellatmung — und wie du sie vermeidest.

Hier sind die 12 häufigsten Fehler zum Kapitel „Pflanzen stellen Nährstoffe her“ — vom Laubblatt über die Wortgleichung bis zur Zellatmung. Lies sie durch: Wer einen Fehler kennt, macht ihn seltener.

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Die 12 häufigsten Fehler

1Pflanzen ernähren sich aus der Erde

So wird es oft gemacht: „Pflanzen nehmen ihre Nahrung mit den Wurzeln aus dem Boden auf.“

Richtig ist: Pflanzen stellen ihre Nährstoffe (Traubenzucker) durch Fotosynthese selbst her. Aus dem Boden nehmen sie nur Wasser und Mineralstoffe auf.

Nahrung selbst gemacht — aus Luft, Wasser und Licht.

2Licht als Ausgangsstoff aufschreiben

So wird es oft gemacht: „Kohlenstoffdioxid + Wasser + Licht → Traubenzucker + Sauerstoff“

Richtig ist: Licht ist kein Stoff. Es liefert die Energie und steht deshalb über dem Reaktionspfeil, zusammen mit Chlorophyll darunter.

Stoffe links und rechts, Licht an den Pfeil.

3„Pflanzen atmen nicht“

So wird es oft gemacht: „Pflanzen machen Fotosynthese statt Atmung.“

Richtig ist: Pflanzen betreiben beides: Fotosynthese nur bei Licht, Zellatmung in jeder Zelle Tag und Nacht.

Zellatmung: alle Zellen, immer.

4Fotosynthese als „Atmung“ bezeichnen

So wird es oft gemacht: „Pflanzen atmen Kohlenstoffdioxid ein und Sauerstoff aus.“

Richtig ist: Die Aufnahme von Kohlenstoffdioxid gehört zur Fotosynthese, nicht zur Atmung. Bei der Zellatmung nehmen auch Pflanzen Sauerstoff auf.

Fotosynthese ≠ Atmung.

5Sauerstoff als Ziel der Pflanze

So wird es oft gemacht: „Die Pflanze macht Fotosynthese, um Sauerstoff herzustellen.“

Richtig ist: Für die Pflanze ist Traubenzucker das Ziel: Nährstoff, Energiespeicher und Baustoff. Sauerstoff entsteht nebenbei.

Ziel: Traubenzucker. Nebenprodukt: Sauerstoff.

6Iod weist Traubenzucker nach

So wird es oft gemacht: „Das Blatt wird blauschwarz, also enthält es Traubenzucker.“

Richtig ist: Iod-Kaliumiodid-Lösung weist Stärke nach. Die Blaufärbung zeigt, dass Traubenzucker gebildet und zu Stärke umgebaut wurde.

Iod → Stärke.

7Blatt vor der Iodprobe nicht entfärben

So wird es oft gemacht: „Ich tropfe Iod auf das grüne Blatt und sehe keine Blaufärbung — also keine Stärke.“

Richtig ist: Das Chlorophyll überdeckt die Färbung. Das Blatt muss vorher in heißem Ethanol (im Wasserbad) entfärbt werden.

Erst entfärben, dann färben.

8Chloroplasten in der Epidermis

So wird es oft gemacht: „Die obere Epidermis ist grün, dort läuft die Fotosynthese ab.“

Richtig ist: Die Epidermis ist durchsichtig und hat keine Chloroplasten (außer den Schließzellen). Die meisten Chloroplasten liegen im Palisadengewebe.

Epidermis = Fenster, Palisaden = Fabrik.

9Spaltöffnungen oben einzeichnen

So wird es oft gemacht: „Die Spaltöffnungen liegen auf der Blattoberseite im Licht.“

Richtig ist: Bei den meisten Laubblättern liegen sie in der unteren Epidermis — dort verdunstet weniger Wasser. Ausnahme: Schwimmblätter wie die Seerose.

Spaltöffnungen meist unten.

10Zellatmung mit Luftholen verwechseln

So wird es oft gemacht: „Zellatmung ist, wenn die Lunge Luft einatmet.“

Richtig ist: Zellatmung ist der Abbau von Traubenzucker mit Sauerstoff in den Zellen. Die Lunge nimmt nur den Sauerstoff dafür auf — und Pflanzen haben gar keine Lunge.

Zellatmung findet in der Zelle statt.

11„Mehr Licht hilft immer“

So wird es oft gemacht: „Mit einer helleren Lampe wächst die Pflanze auf jeden Fall schneller.“

Richtig ist: Mehr Licht hilft nur, wenn Licht der begrenzende Faktor ist. Ist es zu kalt oder fehlt Kohlenstoffdioxid, bleibt die Fotosynthese langsam.

Der knappste Faktor bestimmt das Tempo.

12Mehrere Faktoren gleichzeitig ändern

So wird es oft gemacht: „Pflanze A am warmen Fenster, Pflanze B im kalten Keller — also braucht die Pflanze Licht.“

Richtig ist: Hier unterscheiden sich Licht und Temperatur. Ein fairer Versuch verändert nur einen Faktor und hat einen Kontrollansatz.

Ein Versuch — ein veränderter Faktor.