Ein Blatt unter dem Mikroskop
AFB I–IIIm Biologieunterricht mikroskopiert Mira einen dünnen Querschnitt durch ein Blatt der Christrose. Sie notiert von oben nach unten:
A — dünne, glänzende Schicht ohne Zellen
B — eine Reihe flacher, durchsichtiger Zellen
C — lange, senkrecht stehende Zellen mit sehr vielen grünen Körnchen
D — rundliche Zellen mit wenigen grünen Körnchen, dazwischen viele Lücken
E — flache Zellen, dazwischen immer wieder zwei bohnenförmige grüne Zellen
- Gib die Fachbegriffe für die Schichten A bis E an.
- Beschreibe die „grünen Körnchen“ und ihre Aufgabe.
- Erläutere die Bedeutung der Lücken in Schicht D.
- Begründe , warum die Zellen von Schicht B durchsichtig sind.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
A Cuticula, B obere Epidermis, C Palisadengewebe, D Schwammgewebe, E untere Epidermis mit Spaltöffnungen (die bohnenförmigen Zellen sind Schließzellen).
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Die grünen Körnchen sind Chloroplasten. Sie enthalten den grünen Farbstoff Chlorophyll, der Licht aufnimmt. In den Chloroplasten läuft die Fotosynthese ab.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Die Lücken sind luftgefüllte Räume. In ihnen verteilen sich Kohlenstoffdioxid, das durch die Spaltöffnungen hereinkommt, sowie Sauerstoff und Wasserdampf, die hinausgehen. So erreicht Kohlenstoffdioxid schnell alle Zellen.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Die obere Epidermis hat keine Chloroplasten und ist durchsichtig, damit möglichst viel Licht bis zum Palisadengewebe gelangt, wo die Fotosynthese abläuft.
Seerose und Kaktus
AFB II–IIIDie Blätter der Seerose liegen flach auf dem Wasser. Anders als bei den meisten Pflanzen liegen ihre Spaltöffnungen auf der Oberseite des Blattes.
Kakteen wachsen in der Wüste. Ihre Blätter sind zu Dornen umgebildet; die grüne Sprossachse übernimmt die Fotosynthese. Sie ist von einer sehr dicken Wachsschicht überzogen und hat nur wenige Spaltöffnungen, die tagsüber meist geschlossen sind.
- Vergleiche die Lage der Spaltöffnungen beim Seerosenblatt und bei einem Buchenblatt.
- Erkläre , warum die Lage der Spaltöffnungen beim Seerosenblatt sinnvoll ist.
- Stelle zwei Angepasstheiten des Kaktus an trockene Standorte dar.
- Beurteile die Aussage: „Je mehr Spaltöffnungen ein Blatt hat, desto besser für die Pflanze.“
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Beim Buchenblatt liegen die Spaltöffnungen in der unteren Epidermis, beim Seerosenblatt in der oberen. Bei beiden dienen sie dem Gasaustausch.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Die Unterseite des Seerosenblatts liegt auf dem Wasser. Dort könnten keine Gase mit der Luft ausgetauscht werden. Nur auf der Oberseite erreicht Kohlenstoffdioxid aus der Luft das Blatt und können Sauerstoff und Wasserdampf entweichen.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Die dicke Wachsschicht verringert die Verdunstung über die Oberfläche. Wenige und tagsüber geschlossene Spaltöffnungen verhindern, dass in der Hitze viel Wasserdampf entweicht. (Auch: kleine Oberfläche durch Dornen statt Blätter.)
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Die Aussage stimmt nur teilweise. Viele Spaltöffnungen erleichtern die Aufnahme von Kohlenstoffdioxid und damit die Fotosynthese. Gleichzeitig verliert die Pflanze über offene Spaltöffnungen viel Wasser. An trockenen Standorten ist das ein Nachteil. Wie viele Spaltöffnungen günstig sind, hängt vom Lebensraum ab.
