Die Seefahrerkrankheit
AFB I–IIIm 18. Jahrhundert erkrankten auf langen Seereisen viele Matrosen an Skorbut: Das Zahnfleisch blutete, Wunden heilten nicht, die Männer wurden schwach.
Der Schiffsarzt James Lind gab 1747 kranken Seeleuten in Gruppen verschiedene Zusätze: Apfelwein, Essig, Meerwasser — oder täglich zwei Orangen und eine Zitrone. Nur die Orangen-Gruppe erholte sich schnell.
- Nenne drei Anzeichen von Skorbut.
- Erläutere , warum Lind mehrere Gruppen mit verschiedenen Zusätzen gebildet hat.
- Erkläre das Ergebnis mit deinem Wissen über Vitamine.
- Entwickle einen Vorschlag für den Proviant eines Schiffes ohne Kühlschrank, das Skorbut vorbeugt.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Zahnfleischbluten, schlecht heilende Wunden, Schwäche.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Durch den Vergleich der Gruppen konnte er erkennen, welcher Zusatz wirkt. Da sich nur die Orangen-Gruppe erholte, lag es an den Zitrusfrüchten und nicht an etwas anderem.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Skorbut ist eine Mangelkrankheit durch fehlendes Vitamin C. Orangen und Zitronen enthalten viel Vitamin C, deshalb verschwanden die Anzeichen.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Z. B. Sauerkraut, Zitrusfrüchte, Kartoffeln, getrocknete Hagebutten — Lebensmittel mit Vitamin C, die sich lange lagern lassen.
Leon ist immer müde
AFB II–IIILeon (14) ist seit Wochen müde und blass. Er isst mittags oft Pommes, abends Toast mit Nuss-Nougat-Creme und trinkt viel Cola. Fleisch, Hülsenfrüchte und Gemüse mag er nicht.
Die Ärztin stellt bei einer Blutuntersuchung einen Eisenmangel fest.
- Beschreibe Leons Ernährung mit Blick auf Nährstoffe und Mineralstoffe.
- Erkläre den Zusammenhang zwischen Eisenmangel und Müdigkeit.
- Entwickle drei Vorschläge, wie Leon mehr Eisen aufnehmen kann, die zu seinem Geschmack passen.
- Nimm Stellung zu Leons Idee: „Dann nehme ich eben Eisentabletten und esse weiter wie bisher.“
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Sehr viele Kohlenhydrate (Zucker, Stärke) und Fett; kaum Proteine aus Fleisch oder Hülsenfrüchten, kaum Gemüse — daher wenig Eisen und Vitamine.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Eisen ist Teil des roten Blutfarbstoffs, der Sauerstoff transportiert. Fehlt Eisen, kommt weniger Sauerstoff zu den Zellen; sie können weniger Energie freisetzen — Leon ist müde und blass.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Z. B. Vollkornbrot statt Toast, Haferflocken zum Frühstück, Linsen-Bolognese, Nüsse und Kerne; dazu Vitamin-C-reiche Getränke wie Orangensaft statt Cola, weil Vitamin C die Eisenaufnahme verbessert.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Tabletten können einen Mangel beheben, wenn die Ärztin sie verordnet. Die einseitige Ernährung bleibt aber: Es fehlen weiter andere Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Besser ist eine ausgewogene Ernährung, ggf. ergänzt durch Tabletten.
