Bau der Dünndarmwand
Die Innenwand des Dünndarms ist mehrfach gefaltet.
- Dünndarm:3 bis 5 m lang, etwa 2,5 cm dick.
- Ringfalten:etwa 1 cm hohe Querfalten der Darmwand.
- Darmzotten:etwa 1 mm hohe, fingerförmige Ausstülpungen auf den Falten.
- Mikrovilli:winzige Ausstülpungen der Zellen, die die Zotten bedecken.
- Im Inneren der Zotte:feine Blutgefäße (Kapillaren) und ein Lymphgefäß.
Große Fläche, schnelle Aufnahme
Die verdauten Bausteine gelangen durch die Darmwand ins Blut.
- Aufnahme:Glucose und Aminosäuren gehen ins Blut, Fettbausteine vor allem in die Lymphe.
- Prinzip:Je größer die Oberfläche, desto mehr Stoffe werden in derselben Zeit aufgenommen.
- Rechnung:Falten × 3, Zotten × 10, Mikrovilli × 20 — zusammen etwa × 600.
- Kurzer Weg:Die Zottenwand ist nur eine Zellschicht dick; die Blutgefäße liegen direkt darunter.
- Überall im Körper:Dasselbe Prinzip nutzen Wurzelhaare und Lungenbläschen.
Oberflächenvergrößerung: Ringfalten, Darmzotten und Mikrovilli vergrößern die innere Oberfläche des Dünndarms etwa 600-fach.
Wähle einen Ausschnitt und ziehe den Griff unten nach rechts (oder Pfeiltasten, ▶). Die gefaltete Oberfläche wird zu einer geraden Linie abgewickelt. Vergleiche mit dem blauen Balken.
Halte fest: Jede Faltungsstufe vergrößert die Oberfläche um ein Vielfaches: 3 · 10 · 20 = 600. So werden die Bausteine der Nahrung schnell ins Blut aufgenommen.
Allgemeine Hinweise
Stufen multiplizieren
Die Faktoren werden malgenommen, nicht addiert: 3 · 10 · 20 = 600, nicht 3 + 10 + 20.
Zotten ≠ Mikrovilli
Eine Zotte besteht aus vielen Zellen. Mikrovilli sind viel kleinere Ausstülpungen einer einzelnen Zelle.
Wie groß genau?
Ältere Bücher nennen etwa 200 m², neuere Messungen etwa 30 m² — in jedem Fall ein Vielfaches eines glatten Rohres.
