Vier Systeme, ein Ziel
Jede Körperzelle braucht Energie — die Organsysteme arbeiten zusammen, um sie zu versorgen.
- Zellatmung:In den Zellen wird Traubenzucker mit Sauerstoff abgebaut; dabei wird Energie frei (siehe 1.3.1).
- Verdauungssystem:zerlegt die Nahrung; Nährstoffe wie Traubenzucker gelangen im Dünndarm ins Blut.
- Atmungssystem:nimmt Sauerstoff auf und gibt Kohlenstoffdioxid ab.
- Kreislaufsystem:Herz und Blut bringen Sauerstoff und Nährstoffe zu jeder Zelle und nehmen Abfallstoffe mit.
- Ausscheidung:Kohlenstoffdioxid verlässt den Körper über die Lunge, Harnstoff über die Nieren mit dem Urin.
Zellatmung: Traubenzucker + Sauerstoff → Kohlenstoffdioxid + Wasser (+ Energie)
Anpassung bei Belastung
Arbeiten die Muskeln stärker, brauchen sie mehr Energie — und damit mehr Sauerstoff und Traubenzucker.
- Atmung:Atemfrequenz und Atemtiefe steigen; pro Minute strömt ein Vielfaches an Luft durch die Lunge.
- Herz:Herzfrequenz und Schlagvolumen steigen; das Herz pumpt bis zu viermal so viel Blut wie in Ruhe.
- Blutverteilung:Die Blutgefäße der Muskeln weiten sich, die des Verdauungssystems werden enger.
- Wärme:Arbeitende Muskeln erzeugen viel Wärme; die Haut gibt sie ab — man schwitzt.
- Steuerung:Gehirn und Nerven stimmen die Systeme aufeinander ab.
Stelle mit dem Regler die Belastung ein und vergleiche untrainiert und trainiert. Beobachte, wie Atmung und Herz gemeinsam mitziehen.
Halte fest: Atmung und Kreislauf steigen immer gemeinsam — mehr Luft allein nützt nichts, wenn das Blut den Sauerstoff nicht schneller zu den Muskeln bringt.
Allgemeine Hinweise
In Ketten denken
Muskel arbeitet → braucht Energie → Zellatmung braucht Sauerstoff und Traubenzucker → Atmung, Verdauung und Kreislauf liefern.
Energie wird freigesetzt
Die Zellatmung erzeugt keine Energie aus dem Nichts. Sie setzt Energie frei, die im Traubenzucker steckt.
Mehr atmen allein reicht nicht
Ohne schnelleren Blutfluss käme der zusätzliche Sauerstoff nicht bei den Muskeln an. Deshalb steigen Puls und Atmung zusammen.
