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Empfängnisverhütung

Ein Gespräch zu zweit und eine Tabelle zur Sicherheit: Wende an, was du über Verhütung weißt.

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Ein Gespräch zu zweit

AFB I–III

Lena und Jonas (beide 17) sind seit einem halben Jahr zusammen. Sie wollen verhüten und überlegen: Kondom, Pille — oder beides? Jonas meint: „Verhütung ist doch eigentlich Sache der Frau.“

  1. Nenne die beiden Wege, auf denen Verhütungsmittel eine Schwangerschaft verhindern, und je ein Beispiel.
  2. Vergleiche Kondom und Pille in drei Punkten.
  3. Erkläre, warum viele Paare Pille und Kondom gleichzeitig benutzen.
  4. Beurteile Jonas’ Aussage.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Was verhindert die Pille, was verhindert das Kondom?
Hinweis zu Aufgabe b)
Mögliche Punkte: Wirkweise, Schutz vor Infektionen, Anwendung, Rezept.
Hinweis zu Aufgabe c)
Wovor schützt die Pille nicht?
Hinweis zu Aufgabe d)
Wen betrifft eine ungewollte Schwangerschaft?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Kein Eisprung (z. B. Pille, Verhütungspflaster, Verhütungsring) oder Spermien gelangen nicht zur Eizelle (z. B. Kondom, Femidom, Diaphragma).

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Wirkweise: Die Pille verhindert mit Hormonen den Eisprung, das Kondom fängt das Sperma auf. Schutz vor Infektionen: nur das Kondom. Anwendung: Pille täglich von der Frau, Kondom bei jedem Geschlechtsverkehr vom Mann. Rezept: Pille ja, Kondom nein.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Die Pille ist bei richtiger Einnahme sehr sicher gegen eine Schwangerschaft, schützt aber nicht vor sexuell übertragbaren Infektionen wie HIV. Das Kondom schützt davor. Zusammen ergeben sie einen doppelten Schutz („Doppelschutz“) — und wenn eine Pille vergessen wurde, schützt das Kondom trotzdem vor einer Schwangerschaft.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Die Aussage ist falsch. Eine Schwangerschaft betrifft beide — die Verantwortung für ein Kind ebenso. Deshalb sollten beide Partner über Verhütung sprechen und sich beteiligen, zum Beispiel indem Jonas Kondome besorgt und benutzt.

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Wie sicher ist sicher?

AFB I–III

Die Tabelle zeigt, wie viele von 100 Frauen innerhalb eines Jahres schwanger werden (gerundete Angaben der Weltgesundheitsorganisation).

Methodetypische Anwendungimmer richtige Anwendung
keine Verhütung8585
„Aufpassen“204
Kondom132
Pille7unter 1
  1. Lies ab, wie viele von 100 Frauen bei typischer Anwendung der Pille in einem Jahr schwanger werden.
  2. Erkläre, warum sich die Werte für „typische“ und „immer richtige“ Anwendung unterscheiden.
  3. Begründe, warum „Aufpassen“ trotz der Zahl 4 als unsichere Methode gilt.
  4. Nimm Stellung zu Selins Aussage: „Mit Kondom wird man nie schwanger.“

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Suche die Zeile „Pille“.
Hinweis zu Aufgabe b)
Welche Fehler können im Alltag passieren?
Hinweis zu Aufgabe c)
Wie oft gelingt die „immer richtige“ Anwendung beim Aufpassen wirklich? Was passiert schon vor dem Samenerguss?
Hinweis zu Aufgabe d)
Was sagen die Zahlen 13 und 2?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Etwa 7 von 100 Frauen.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Bei der typischen Anwendung passieren Fehler: Die Pille wird vergessen, das Kondom zu spät aufgesetzt, ist abgelaufen oder rutscht ab. Werden alle Regeln immer eingehalten, ist die Methode viel sicherer.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Die „immer richtige“ Anwendung gelingt kaum, weil man den Zeitpunkt nicht sicher steuern kann. Außerdem können schon vor dem Samenerguss Spermien austreten. Im Alltag (typische Anwendung) wird jede fünfte Frau schwanger — das ist kaum besser als ohne Verhütung.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Die Aussage stimmt so nicht. Auch mit Kondom kann es zu einer Schwangerschaft kommen: bei richtiger Anwendung selten (etwa 2 von 100 Frauen pro Jahr), bei typischer Anwendung häufiger (etwa 13 von 100). Das Kondom ist aber sicher, wenn man es richtig benutzt — und schützt zusätzlich vor Infektionen.