MINT lernen

Übung AFB III

Fehler finden, Fallen erkennen, Stellung nehmen — hier reicht Auswendiglernen nicht.

Dein Fortschritt:
0 / 0 Aufgaben
1

Aufgabenblock — AFB III

Zehn Aufgaben zum Beurteilen und Übertragen: Fehler aufdecken, Trickfragen durchschauen, begründet Stellung nehmen. Das sind die Aufgaben, mit denen du dich in der Arbeit von „gut“ zu „sehr gut“ verbesserst.

A1
Fehlersuche in einem Zeitungsartikel
AFB III

In einer Jugendzeitschrift steht ein Artikel über die Pubertät. Überprüfe jede Zeile.

In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Beim Überprüfen hilft die Frage: Passt die Aussage zu dem, was ich über Hormone und Keimzellen weiß?
Drei Zeilen sind falsch.
Prüfe: Wer beginnt früher? Wann entstehen Eizellen?
A2
Trickaufgabe: Keine Menstruation
AFB III

Sophie (15) ist Leistungssportlerin. Seit drei Monaten hatte sie keine Menstruation. Sie hatte keinen Geschlechtsverkehr. Beurteile: Welche Aussagen stimmen?

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Die Falle: „Ausbleiben der Menstruation = schwanger“ gilt nur, wenn eine Befruchtung überhaupt möglich war. Stress, Krankheit, Untergewicht oder extremer Sport können den Zyklus ebenfalls durcheinanderbringen.
Ohne Geschlechtsverkehr ist eine Schwangerschaft nicht möglich.
Der Zyklus wird von Hormonen gesteuert — und die reagieren auf den ganzen Körper.
A3
Eineiig oder zweieiig?
AFB III

Deute die Beobachtungen: Handelt es sich um eineiige oder zweieiige Zwillinge?

Setze in jeder Zeile das passende Kreuz — hier ist es genau eins pro Zeile. Enter setzt und löscht.
Beobachtungeineiigzweieiignicht entscheidbar
Ein Junge und ein Mädchen
Zwei Mädchen, die sich zum Verwechseln ähnlich sehen und dieselben Erbanlagen haben
Zwei Jungen mit verschiedener Haarfarbe und Blutgruppe
Zwei Mädchen, sonst nichts bekannt
Eineiige Zwillinge entstehen aus einer befruchteten Eizelle und haben dieselben Erbanlagen — also immer dasselbe Geschlecht. Zweieiige entstehen aus zwei Eizellen und zwei Spermien.
Können eineiige Zwillinge verschiedenen Geschlechts sein?
Nur mit „zwei Mädchen“ weiß man es nicht sicher.
A4
Stellung nehmen
AFB III

Aussagen aus einer Diskussion in der 6b. Nimm Stellung: Welche Aussage ist fachlich richtig?

5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Eine gute Stellungnahme nennt die Aussage, prüft sie mit Fachwissen und kommt zu einem klaren Urteil.
Prüfe jede Aussage mit einem Fachbegriff aus dem Kapitel.
Zwei Aussagen stimmen.
A5
Ein Experiment planen?
AFB III

Ein Forscher will herausfinden, warum die Hoden außerhalb des Bauchs liegen. Entwickle einen sinnvollen Gedankengang: Bringe die Schritte in eine logische Reihenfolge.

Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Frage: Hängt die Spermienbildung von der Temperatur ab?
2Vermutung: Bei Körpertemperatur entstehen weniger Spermien.
3Man vergleicht Männer, die oft sehr warme Bäder nehmen, mit anderen Männern.
4Alles andere (Alter, Gesundheit) soll bei beiden Gruppen möglichst gleich sein.
5Man zählt die Spermien in einer Spermaprobe.
6Ergebnis: Bei häufiger Wärme sind es weniger — die Vermutung wird gestützt.
So arbeiten Naturwissenschaftler: Frage → Vermutung → fairer Vergleich (nur eine Sache verschieden) → Messung → Auswertung. Tatsächlich sinkt die Zahl der Spermien bei dauerhaft hoher Temperatur.
Am Anfang steht immer eine Frage.
Ein fairer Vergleich ändert nur eine Sache.
A6
Wachstum im Mutterleib
AFB III

Ein Kind wiegt in der 12. SSW etwa 14 g, in der 20. SSW etwa 300 g und bei der Geburt (40. SSW) etwa 3 400 g. Werte die Zahlen aus.

Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Um wie viel Gramm nimmt das Kind von der 20. SSW bis zur Geburt zu? g
  2. Wie viele Wochen liegen dazwischen? Wochen
  3. Wie viel Gramm nimmt es in dieser Zeit durchschnittlich pro Woche zu? g
In den letzten Wochen wächst das Kind vor allem in die Breite: Es legt Fett an, das es nach der Geburt warm hält.
3 400 g − 300 g = ?
3 100 g : 20 = ?
A7
Trickaufgabe: Zwei Kondome
AFB III

Max meint: „Wenn ich zwei Kondome übereinander ziehe, bin ich doppelt geschützt.“ Beurteile: Welche Aussagen stimmen?

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Die Falle: „Doppelt“ klingt sicherer, ist es aber nicht. Auch Kondom plus Femidom reiben aneinander. „Doppelschutz“ meint etwas anderes: Pille und Kondom.
Was passiert, wenn zwei Hüllen aneinander reiben?
Was meint man mit „Doppelschutz“?
A8
Welche Folgen hätte das?
AFB III

Begründe: Welche Folge hätte jeweils die Störung? Verbinde.

Wozu dient jedes der genannten Organe normalerweise?
Der Gelbkörper erhält die Schleimhaut.
A9
Fehlersuche im Protokoll
AFB III

Anna hat die Befruchtung für ein Plakat beschrieben. Überprüfe jede Zeile.

In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Drei Kernaussagen: Befruchtung im Eileiter, ein Spermium, Einnistung nach etwa 6 Tagen.
Drei Zeilen sind falsch.
Prüfe: Wie viele? Wo?
A10
Beratung am Sorgentelefon
AFB III

Spiele durch, wie eine Beraterin am Telefon auf eine Anruferin reagiert. Entscheide dich jeweils für die fachlich richtige Antwort.

Spiele die Situation Schritt für Schritt durch: Was ist jetzt richtig? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
    Gute Beratung ist sachlich, schnell und nennt Anlaufstellen: Apotheke, Frauenärztin, Beratungsstellen wie pro familia.
    Denk an die Anlaufstellen aus 3.2.3.
    Nur das Kondom schützt vor Infektionen.