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Schwangerschaft und Geburt

Eine Studie und ein Geburtsprotokoll: Wende an, was du über Schwangerschaft und Geburt weißt.

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Rauchen in der Schwangerschaft

AFB I–III

In einer Studie wurde das Gewicht von Neugeborenen verglichen. Kinder von Müttern, die in der Schwangerschaft geraucht haben, wogen bei der Geburt im Durchschnitt etwa 200 g weniger als Kinder von Nichtraucherinnen. Außerdem kamen sie häufiger zu früh zur Welt.

  1. Nenne drei Aufgaben der Plazenta.
  2. Erkläre, wie Schadstoffe aus dem Zigarettenrauch zum Kind gelangen.
  3. Deute das Ergebnis der Studie.
  4. Beurteile die Aussage einer Schwangeren: „Ich rauche nur fünf Zigaretten am Tag — das ist ja nicht viel.“

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Denk an Sauerstoff, Nährstoffe und Abfallstoffe.
Hinweis zu Aufgabe b)
Welchen Weg nehmen Stoffe aus der Lunge der Mutter bis zum Kind?
Hinweis zu Aufgabe c)
Was braucht das Kind zum Wachsen, was könnte fehlen?
Hinweis zu Aufgabe d)
Gibt es eine „harmlose“ Menge?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Die Plazenta versorgt das Kind mit Sauerstoff und Nährstoffen aus dem Blut der Mutter, nimmt Abfallstoffe und Kohlenstoffdioxid vom Kind auf und verbindet das Kind (über die Nabelschnur) mit der Gebärmutter.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Schadstoffe wie Nikotin gelangen beim Rauchen über die Lunge ins Blut der Mutter. In der Plazenta wandern sie, genau wie Nährstoffe, ins Blut des Kindes und über die Nabelschnur zum Kind.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Das geringere Geburtsgewicht zeigt, dass die Kinder schlechter gewachsen sind. Schadstoffe des Rauchs verengen zum Beispiel Blutgefäße, sodass weniger Sauerstoff und Nährstoffe beim Kind ankommen. Rauchen schadet also der Entwicklung des Kindes.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Die Aussage ist nicht haltbar. Auch wenige Zigaretten bringen Schadstoffe zum Kind, eine unschädliche Menge gibt es nicht. Das Kind kann sich nicht schützen. Am besten ist es, in der Schwangerschaft ganz auf das Rauchen zu verzichten — und auch Passivrauchen zu vermeiden.

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Protokoll einer Geburt

AFB I–III

Eine Hebamme notiert den Verlauf einer Geburt:

UhrzeitBeobachtung
01:00regelmäßige Wehen, etwa alle 10 Minuten
04:30die Fruchtblase platzt
07:00Muttermund 10 cm geöffnet, Presswehen beginnen
07:40das Kind ist geboren und schreit
08:00die Plazenta wird ausgestoßen
  1. Ordne die Beobachtungen den drei Phasen der Geburt zu.
  2. Berechne die Dauer der Eröffnungsphase und der Austreibungsphase.
  3. Beschreibe, was in der Austreibungsphase geschieht.
  4. Erläutere, warum der erste Schrei des Kindes wichtig ist und warum man danach die Nabelschnur durchtrennen kann.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Wann öffnet sich der Muttermund, wann kommt das Kind, wann die Plazenta?
Hinweis zu Aufgabe b)
Rechne von 01:00 bis 07:00 und von 07:00 bis 07:40.
Hinweis zu Aufgabe c)
Welche Wehen gibt es jetzt? Welchen Weg nimmt das Kind?
Hinweis zu Aufgabe d)
Womit wurde das Kind bis zur Geburt versorgt? Womit jetzt?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Eröffnungsphase: 01:00 bis 07:00 (Wehen, Fruchtblase platzt, Muttermund öffnet sich). Austreibungsphase: 07:00 bis 07:40 (Presswehen, Geburt des Kindes). Nachgeburtsphase: 07:40 bis 08:00 (Plazenta wird ausgestoßen).

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Eröffnungsphase: 6 Stunden. Austreibungsphase: 40 Minuten.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Kräftige Presswehen der Gebärmuttermuskeln schieben das Kind durch den geöffneten Muttermund und die Scheide nach außen. Meist kommt zuerst der Kopf, dann der übrige Körper.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Beim ersten Schrei füllt sich die Lunge des Kindes zum ersten Mal mit Luft — ab jetzt atmet es selbst. Die Versorgung mit Sauerstoff über Plazenta und Nabelschnur wird nicht mehr gebraucht. Deshalb kann die Nabelschnur durchtrennt werden. Das tut nicht weh, weil sie keine Nerven enthält.