Wer ist größer?
AFB I–IIIDie Tabelle zeigt, wie groß Mädchen und Jungen in Deutschland im Durchschnitt in einem bestimmten Alter sind (gerundet).
| Alter | Mädchen | Jungen |
|---|---|---|
| 8 Jahre | 128 cm | 129 cm |
| 10 Jahre | 139 cm | 139 cm |
| 12 Jahre | 152 cm | 150 cm |
| 14 Jahre | 161 cm | 165 cm |
| 16 Jahre | 164 cm | 175 cm |
| 18 Jahre | 165 cm | 178 cm |
- Lies ab, wie groß Mädchen und Jungen mit 12 Jahren im Durchschnitt sind.
- Bestimme, in welchem Zwei-Jahres-Abschnitt Mädchen und in welchem Jungen am meisten wachsen.
- Erkläre, warum Mädchen mit 12 im Durchschnitt größer sind als Jungen, mit 16 aber kleiner.
- Nimm Stellung zu Pauls Satz: „Jungen sind immer größer als Mädchen.“
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Mädchen: 152 cm, Jungen: 150 cm.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Mädchen: 10 → 12 Jahre (+13 cm). Jungen: 12 → 14 Jahre (+15 cm) und 14 → 16 Jahre (+10 cm); der größte Zuwachs liegt bei 12 → 14 Jahren.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Mädchen kommen im Durchschnitt ein bis zwei Jahre früher in die Pubertät, ihr Wachstumsschub beginnt früher. Mit 12 sind sie deshalb vorn. Bei Jungen setzt der Wachstumsschub später ein, dauert länger und ist stärker — mit 16 sind sie im Durchschnitt größer.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Die Aussage ist falsch. Mit etwa 12 Jahren sind Mädchen im Durchschnitt sogar etwas größer. Außerdem sind das Durchschnittswerte: Einzelne Mädchen sind auch als Erwachsene größer als viele Jungen. Richtig wäre: „Erwachsene Männer sind im Durchschnitt größer als erwachsene Frauen.“
Streit ums Badezimmer
AFB I–IIIJana ist 13. Seit einigen Monaten braucht sie morgens viel länger im Bad: Sie wäscht sich die Haare jeden Tag, benutzt Deo und cremt Pickel auf der Stirn ein. Ihr jüngerer Bruder Ben (10) mault: „Früher warst du viel schneller!“
Abends ist Jana manchmal ohne erkennbaren Grund traurig, eine Stunde später wieder gut gelaunt. Ben sagt: „Ich bin schon zehn, und bei mir passiert gar nichts — ich bekomme das nie.“
- Nenne drei körperliche Veränderungen der Pubertät, die Janas neue Morgenroutine erklären.
- Erläutere, warum Körperpflege in der Pubertät wichtiger wird.
- Erkläre, wie es zu Janas Stimmungsschwankungen kommen kann.
- Beurteile Bens Befürchtung.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Zum Beispiel: Die Haut wird fettiger (Pickel), die Haare fetten schneller, es bildet sich mehr Schweiß, Achselhaare wachsen.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
Schweiß- und Talgdrüsen arbeiten durch die Geschlechtshormone stärker. Schweiß wird von Bakterien auf der Haut zersetzt und riecht dann. Talg macht Haut und Haare fettig und kann Poren verstopfen (Pickel). Tägliches Waschen, frische Kleidung und Deo helfen.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
In der Pubertät bilden Gehirn und Geschlechtsorgane mehr Hormone, und im Gehirn werden viele Verbindungen umgebaut. Das beeinflusst auch die Gefühle: Die Stimmung kann schneller wechseln, ohne dass es einen erkennbaren Grund gibt. Das ist normal und geht vorbei.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Die Befürchtung ist unbegründet. Bei Jungen beginnt die Pubertät meist erst zwischen 10 und 14 Jahren, im Durchschnitt ein bis zwei Jahre später als bei Mädchen. Mit 10 noch keine Veränderungen zu bemerken, ist ganz normal. Jeder Mensch hat sein eigenes Tempo — auch Ben wird geschlechtsreif werden.
