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Übung AFB III

Beurteilen, planen, begründen: zehn anspruchsvolle Aufgaben rund um Pflanzen, Versuche und Fallen.

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Aufgabenblock — AFB III

Zehn Aufgaben zum Beurteilen und Übertragen: Du bewertest Versuche, planst selbst einen, prüfst Zeitungsaussagen und entdeckst, was an einer Erdbeere die echte Frucht ist. Lies jede Aufgabe genau — zwei davon sind Trickaufgaben.

A1
Einen Keimungsversuch beurteilen
AFB III

Lina will prüfen, ob Bohnen Wärme zum Keimen brauchen. Sie legt 5 Bohnen auf feuchte Watte ans Fenster und 5 Bohnen auf trockene Watte in den Kühlschrank. Beurteile den Versuch: Welche Aussagen sind richtig?

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Nur ein Faktor darf sich ändern. Mehrere Bohnen pro Ansatz sind gut — sie gleichen Zufälle aus.
Zähle die Unterschiede zwischen den Ansätzen.
Brauchen Bohnen Licht zum Keimen?
A2
Ein Zeitungsartikel
AFB III

Überprüfe die Aussagen eines Zeitungsartikels über Bienen und Obst.

In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Drei Zeilen waren falsch. Zeitungsartikel vereinfachen oft — prüfe jede Aussage mit den Fachbegriffen.
Drei Zeilen sind falsch.
Bestäubung ≠ Befruchtung.
A3
Wie weit fliegt der Löwenzahn?
AFB III

Eine Löwenzahnfrucht löst sich in 0,6 m Höhe und sinkt etwa 0,3 m pro Sekunde. Der Wind weht mit 5 m pro Sekunde. Ermittle die Flugweite.

Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Wie viele Sekunden ist die Frucht in der Luft (ohne Aufwind)? s
  2. Wie viele Meter weit trägt der Wind sie? m
  3. Ein Aufwind hebt die Frucht so, dass sie 60 Sekunden in der Luft bleibt. Wie weit fliegt sie jetzt? m
Mit Aufwind fliegen Löwenzahnfrüchte oft Hunderte Meter, manchmal Kilometer weit. Deshalb wächst Löwenzahn auch auf Dächern und Mauern.
0,6 m bei 0,3 m pro Sekunde.
Fallzeit mal Windgeschwindigkeit.
A4
Einen Versuch planen
AFB III

Du willst prüfen, ob Radieschen Mineralstoffe zum Wachsen brauchen. Plane den Versuch Schritt für Schritt.

Spiele die Situation Schritt für Schritt durch: Was ist jetzt richtig? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
    Frage — Kontrollansatz — Versuchsansatz mit genau einem fehlenden Faktor — genügend Pflanzen. So ist ein Versuch fair.
    Der Kontrollansatz hat alles.
    Destilliertes Wasser enthält kaum Mineralstoffe.
    A5
    Vor- und Nachteile abwägen
    AFB III

    Bewerte: Ist die Aussage ein Vorteil oder ein Nachteil der ungeschlechtlichen Vermehrung? Setze in jeder Zeile genau ein Kreuz.

    Setze in jeder Zeile das passende Kreuz — hier ist es genau eins pro Zeile. Enter setzt und löscht.
    AussageVorteilNachteil
    Es entstehen schnell viele Pflanzen.
    Eine Krankheit kann alle Pflanzen befallen.
    Es sind keine Insekten zur Bestäubung nötig.
    Es entstehen keine neuen Merkmalskombinationen.
    Eine besonders gute Sorte bleibt erhalten.
    Gleichheit ist Stärke und Schwäche zugleich: gut, um eine Sorte zu erhalten — schlecht, wenn sich die Umwelt ändert oder eine Krankheit kommt.
    Denke an Gärtner und an Krankheiten.
    Vielfalt entsteht nur über Samen.
    A6
    Trickaufgabe: Die Erdbeere
    AFB III

    Die rote Erdbeere entsteht aus dem Blütenboden, der nach der Befruchtung anschwillt. Die kleinen gelben „Körnchen“ auf ihrer Oberfläche sind winzige Früchte (Nüsschen), jede mit einem Samen. Beurteile die Aussagen.

    Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
    Die Falle: Was wir „Frucht“ nennen, ist bei der Erdbeere ein angeschwollener Blütenboden. Die echten Früchte sind die Nüsschen — die Erdbeere ist eine Sammelnussfrucht.
    Frucht = aus dem Fruchtknoten.
    Wie viele Nüsschen, so viele Fruchtblätter.
    A7
    Wind oder Insekt?
    AFB III

    Vergleiche windblütige und insektenblütige Pflanzen: Was gilt nur für eine Gruppe, was für beide?

    Ordne jede Aussage einem der drei Bereiche zu. Mit der Tastatur: Enter zum Auswählen, dann 1–3 für den Bereich, 0 zurück.
    1 nur Windbestäubung
    2 beide
    3 nur Insektenbestäubung
    Der Weg des Pollens ist verschieden, das Ziel bleibt gleich: die Narbe einer Blüte derselben Art.
    Welche Merkmale braucht man nur, wenn man jemanden anlocken muss?
    Befruchtung gibt es bei beiden.
    A8
    Ist das eine Frucht?
    AFB III

    Lege mit dem Entscheidungsbaum fest, ob eine Walnuss mit Schale eine Frucht ist.

    Beantworte die Fragen des Entscheidungsbaums mit Ja oder Nein und schau, wo du herauskommst.
      Die Walnuss ist eine Frucht: Aus dem Fruchtknoten der weiblichen Walnussblüte entsteht die Schale, aus der Samenanlage der essbare Kern.
      Walnussbäume blühen im Frühjahr.
      Der essbare Kern ist der Samen.
      A9
      Argumentationskette
      AFB III

      Begründe, warum Obstbauern Bienenvölker aufstellen. Bringe die Argumente in eine sinnvolle Reihenfolge.

      Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
      1Obstbäume bilden Früchte nur nach einer Befruchtung.
      2Vor der Befruchtung muss Pollen auf die Narbe gelangen.
      3Viele Obstsorten brauchen dafür Pollen von einem anderen Baum.
      4Bienen tragen Pollen von Baum zu Baum.
      5Mehr Bienen bedeuten mehr bestäubte Blüten — und damit mehr Früchte.
      Eine gute Begründung führt Schritt für Schritt vom Fachwissen zur Folgerung.
      Beginne beim Ziel: Früchte.
      Die Folgerung steht am Ende.
      A10
      Schätzen: Wann bricht die Bohne durch?
      AFB III

      Eine Bohne wird bei 20 °C in feuchte Erde gelegt. Schätze ab, nach wie vielen Tagen der Keimstängel die Erdoberfläche durchbricht.

      Schiebe den Regler auf deine Schätzung — Pfeiltasten bewegen ihn feiner. Nach dem Prüfen siehst du den Trefferbereich.
      0 Tage30 Tage
      Bei 20 °C dauert es etwa 6 bis 10 Tage: 1–2 Tage Quellung, dann wächst zuerst die Wurzel, danach schiebt sich der Keimstängel mit einem Haken nach oben. Bei Kälte dauert es viel länger.
      Quellung dauert 1 bis 2 Tage.
      Die Wurzel wächst zuerst — erst dann der Stängel.