MINT lernen

Wie Samen sich ausbreiten

Kletten an den Socken und ein Rennen der Flugfrüchte.

Dein Fortschritt:
0 / 0 Aufgaben
1

Nach dem Waldspaziergang

AFB I–II

Nach einem Herbstspaziergang findet Nora an ihren Socken kleine, runde Früchte mit Häkchen. In ihrer Jackentasche liegen eine Eichel und eine Ahornfrucht. Unterwegs hat sie beobachtet, wie eine Amsel rote Beeren frisst.

  1. Nenne für jede der drei Fundstücke die Art der Ausbreitung.
  2. Beschreibe , wie die Amsel zur Ausbreitung der Beeren-Samen beiträgt.
  3. Erläutere am Beispiel der Ahornfrucht den Zusammenhang zwischen Bau und Ausbreitung.
  4. Begründe , warum es für eine Pflanze vorteilhaft ist, dass ihre Samen nicht direkt unter ihr landen.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Häkchen, schwere Nuss, Flügel.
Hinweis zu Aufgabe b)
Was passiert im Darm?
Hinweis zu Aufgabe c)
Was macht der Flügel?
Hinweis zu Aufgabe d)
Konkurrenz um …

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Früchte mit Häkchen: Klettfrüchte (Tierausbreitung am Fell). Eichel: Versteckausbreitung durch Tiere (Eichhörnchen, Eichelhäher). Ahornfrucht: Windausbreitung (Schraubenflieger).

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Die Amsel frisst die Beeren. Das Fruchtfleisch wird verdaut, die harten Samen nicht. Sie werden später mit dem Kot an einer anderen Stelle ausgeschieden.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Der Flügel versetzt die Frucht beim Fallen in Drehung. Sie sinkt dadurch langsam, und der Wind kann sie in dieser Zeit weit forttragen.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Unter der Mutterpflanze fehlen Licht, Wasser und Platz; die Keimlinge müssten mit ihr und untereinander konkurrieren. Weit verteilt haben sie bessere Chancen und können neue Orte besiedeln.

2

Samen aus dem Vogelkot

AFB II–III

Eine Forschergruppe untersucht Samen der Eberesche (Vogelbeere).

Ansatz A: 60 Samen werden direkt aus reifen Beeren mit Fruchtfleisch ausgesät.
Ansatz B: 60 Samen werden aus dem Kot von Amseln gesammelt und ausgesät.

Beide Ansätze stehen in gleicher Erde am gleichen Platz. Nach sechs Wochen sind in Ansatz A 12 Samen gekeimt, in Ansatz B 36.

  1. Ermittle für beide Ansätze den Anteil der gekeimten Samen als Bruch.
  2. Deute das Ergebnis.
  3. Entwickle einen dritten Ansatz, mit dem man prüft, ob allein das Entfernen des Fruchtfleischs die Keimung verbessert.
  4. Bewerte die Aussage: „Amseln schaden der Eberesche, weil sie ihre Früchte fressen.“

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Gekeimte durch alle Samen, dann kürzen.
Hinweis zu Aufgabe b)
Was ist mit den Samen in Ansatz B passiert, bevor sie ausgesät wurden?
Hinweis zu Aufgabe c)
Ohne Vogel, aber ohne Fruchtfleisch.
Hinweis zu Aufgabe d)
Nutze die Ergebnisse und die Ausbreitung.

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Ansatz A: 12 von 60 = 1/5. Ansatz B: 36 von 60 = 3/5. In Ansatz B keimt ein dreimal so großer Anteil.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Die Samen aus Ansatz B sind durch den Darm der Amseln gewandert. Dabei wurde das Fruchtfleisch entfernt und die Samenschale vermutlich etwas angegriffen. Das erleichtert offenbar die Keimung.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Ansatz C: 60 Samen aus Beeren nehmen, das Fruchtfleisch gründlich abwaschen und unter gleichen Bedingungen aussäen. Keimen sie ähnlich gut wie in B, liegt es am Fruchtfleisch; keimen sie wie in A, spielt der Weg durch den Darm eine Rolle.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Die Aussage greift zu kurz. Die Amseln fressen zwar das Fruchtfleisch, aber sie verbreiten die Samen an neue Orte, und die Samen keimen danach sogar besser. Für die Eberesche überwiegt der Nutzen.