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Die Organe einer Blütenpflanze

Gemüse vom Markt und ein Stängel voller Tinte — zwei Fälle zu den Pflanzenorganen.

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Gemüse vom Wochenmarkt

AFB I–II

Emil kauft auf dem Markt ein: Möhren, Kartoffeln, Porree, Brokkoli und Petersilie.

Zu Hause sagt er: „Möhren und Kartoffeln wachsen beide unter der Erde, also sind beide Wurzeln.“

  1. Nenne die vier Organe einer Blütenpflanze und jeweils ihre Hauptaufgabe.
  2. Ordne jedem Gemüse das Organ zu, das wir davon essen.
  3. Überprüfe Emils Aussage.
  4. Erkläre am Beispiel der Möhre, warum der Bau eines Organs zu seiner Aufgabe passt.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Denk von unten nach oben: im Boden, Stängel, grüne Fläche, bunter Teil.
Hinweis zu Aufgabe b)
Brokkoli sieht aus wie ein kleiner Baum mit grünen Knospen.
Hinweis zu Aufgabe c)
Woran erkennt man eine Sprossachse, auch wenn sie unter der Erde liegt?
Hinweis zu Aufgabe d)
Die Möhre ist dick und orange. Was wird darin gelagert — und wann braucht die Pflanze es?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Wurzel: Halt im Boden, Wasser und Mineralstoffe aufnehmen. Sprossachse: Blätter und Blüten tragen, Wasser leiten. Laubblatt: mit Licht Nährstoffe herstellen. Blüte: Fortpflanzung, Bildung von Früchten und Samen.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Möhre: Wurzel (Speicherwurzel). Kartoffel: Sprossachse (Knolle). Porree: Blätter (die Blattscheiden bilden den Schaft). Brokkoli: Blütenknospen. Petersilie: Blätter.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Die Aussage ist falsch. Die Möhre ist eine Wurzel. Die Kartoffel wächst zwar im Boden, hat aber Augen (Knospen), aus denen Triebe wachsen. Das ist ein Merkmal der Sprossachse. Der Ort allein entscheidet nicht, welches Organ es ist.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Die Möhre ist eine dicke Speicherwurzel. Darin lagert die Pflanze Nährstoffe. Im zweiten Jahr nutzt sie diese Vorräte, um schnell einen Stängel mit Blüten zu bilden. Der dicke Bau passt also zur Aufgabe „Speichern“.

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Der Stängelversuch

AFB II–III

Die Klasse stellt einen weißen Nelkenstängel in Wasser mit blauer Tinte. Nach einem Tag sind die Blütenblätter blau gefärbt.

Ein zweiter Stängel wird in der Mitte fest zusammengedrückt und dann ebenfalls in blaues Wasser gestellt. Seine Blüte bleibt weiß und hängt am nächsten Tag schlaff herunter.

  1. Beschreibe die Beobachtungen bei beiden Stängeln.
  2. Deute die Beobachtung bei Stängel 1.
  3. Erkläre das Ergebnis bei Stängel 2.
  4. Entwickle einen Versuch, mit dem man zeigt, dass auch die Blattadern Wasser leiten.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Nur das, was man sieht — noch keine Erklärung.
Hinweis zu Aufgabe b)
Wie kommt die Farbe nach oben?
Hinweis zu Aufgabe c)
Was passiert mit den feinen Röhren, wenn man sie zusammendrückt?
Hinweis zu Aufgabe d)
Nutze die gleiche Idee mit der Tinte.

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Stängel 1: Nach einem Tag sind die weißen Blütenblätter blau. Stängel 2 (zusammengedrückt): Die Blüte bleibt weiß und hängt schlaff herunter.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Die Sprossachse enthält Leitungsbahnen. In ihnen steigt das gefärbte Wasser bis in die Blüte. Die Farbe zeigt den Weg des Wassers.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Durch das Zusammendrücken sind die Leitungsbahnen verschlossen. Es kommt kein Wasser mehr in die Blüte. Deshalb bleibt sie weiß und welkt.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Zum Beispiel: Ein Selleriestängel mit Blättern oder ein einzelnes helles Blatt mit Stiel in Wasser mit Tinte stellen. Nach einigen Stunden färben sich die Blattadern. Zum Vergleich ein gleiches Blatt in klares Wasser stellen (Kontrolle).