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Der Lebenszyklus einer Pflanze

Eine Sonnenblume in sieben Monaten und ein Gärtner, der auf Möhrensamen wartet.

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Das Jahr der Sonnenblume

AFB I–II

Lina steckt im April einen Sonnenblumenkern in die Erde. Im Mai zeigen sich zwei Keimblätter, im Juli ist die Pflanze 2 m hoch. Im August blüht sie, Hummeln besuchen die Blüte. Im September hängt der Kopf voller Kerne, Meisen picken daran. Im Oktober ist die Pflanze braun und vertrocknet.

  1. Nenne die Stationen des Lebenszyklus, die im Text vorkommen, in der richtigen Reihenfolge.
  2. Ordne die Sonnenblume einer der Gruppen einjährig, zweijährig oder mehrjährig zu.
  3. Erkläre , welche Rolle die Meisen für den Lebenszyklus spielen können.
  4. Begründe , warum die Sonnenblume trotz ihres Absterbens im nächsten Jahr wieder im Garten wachsen kann.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Suche für jeden Monat die passende Station.
Hinweis zu Aufgabe b)
Wann stirbt sie ab?
Hinweis zu Aufgabe c)
Denke an die Ausbreitung.
Hinweis zu Aufgabe d)
Was überlebt den Winter?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Samen (April) → Keimung (Mai) → Wachstum (Juli) → Blüte (August) → Bestäubung durch Hummeln (August) → Früchte mit Samen (September) → Ausbreitung durch Meisen (September) → Absterben (Oktober).

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Die Sonnenblume ist einjährig: Sie keimt, blüht, bildet Samen und stirbt im selben Jahr.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Die Meisen fressen Kerne, verlieren oder verstecken aber einige. Diese Samen gelangen an neue Orte und können im nächsten Frühjahr keimen — die Meisen helfen bei der Ausbreitung.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

In den Samen steckt schon der Keimling der nächsten Pflanze. Die Samen überstehen den Winter in Ruhe und keimen im Frühjahr, wenn es warm und feucht ist.

2

Möhren für Samen

AFB II–III

Ein Gärtner will eigene Möhrensamen gewinnen. Sein Nachbar rät: „Säe im Frühjahr und warte bis zum Herbst, dann hast du Samen.“

Der Gärtner säte im April 2025. Im Oktober 2025 hatten die Pflanzen kräftige Blätter und dicke Rüben, aber keine Blüten.

  1. Überprüfe den Rat des Nachbarn.
  2. Erläutere die Aufgabe der Rübe im Lebenszyklus der Möhre.
  3. Entwickle einen Plan, wann der Gärtner mit Samen rechnen kann und was er dafür tun muss.
  4. Beurteile , ob der Gärtner seine Möhren im zweiten Jahr noch essen kann.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Einjährig oder zweijährig?
Hinweis zu Aufgabe b)
Speicher für …?
Hinweis zu Aufgabe c)
Überwintern lassen.
Hinweis zu Aufgabe d)
Was passiert mit den Vorräten in der Rübe?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Der Rat ist falsch: Die Möhre ist zweijährig. Im ersten Jahr bildet sie nur Blätter und die Rübe, Blüten und Samen erst im zweiten Jahr.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Die Rübe ist eine Speicherwurzel. In ihr lagert die Pflanze Nährstoffe, überwintert damit und nutzt sie im zweiten Jahr, um schnell einen hohen Blütenstängel mit Blüten und Samen zu bilden.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Einige kräftige Möhren im Herbst 2025 nicht ernten, sondern im Beet lassen (bei starkem Frost mit Laub abdecken). Im Sommer 2026 bilden sie Blütenstände, nach Bestäubung und Befruchtung im Spätsommer 2026 reife Samen, die er ernten kann.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Eher nicht: Die Pflanze verbraucht die gespeicherten Nährstoffe für die Blüte. Die Rübe wird holzig und wenig schmackhaft. Man muss sich also entscheiden: Rübe essen oder Samen gewinnen.