Im Samen steckt eine Pflanze
Schneidet man eine eingeweichte Bohne auf, sieht man ihren Bau.
- Samenschale:feste Hülle, schützt vor Austrocknung und Verletzung.
- Keimblätter:zwei dicke Hälften voller Nährstoffe (vor allem Stärke) — der Vorrat für den Keimling.
- Keimling:die winzige junge Pflanze: Keimwurzel, Keimstängel und die ersten Laubblätter.
- Nabel:Stelle, an der der Samen in der Hülse festgewachsen war.
Was Samen zum Keimen brauchen
Ein trockener Samen ruht — manchmal jahrelang. Erst unter den richtigen Bedingungen beginnt er zu keimen.
- Quellung:Der Samen saugt Wasser auf, wird dicker und die Samenschale platzt auf.
- Keimung:Zuerst wächst die Keimwurzel nach unten, dann der Keimstängel mit einem Haken nach oben.
- Bedingungen:Wasser, Wärme und Sauerstoff aus der Luft. Licht ist bei den meisten Samen nicht nötig.
- Vorrat:Bis die ersten Laubblätter grün sind, lebt der Keimling von den Nährstoffen der Keimblätter; die Keimblätter schrumpfen dabei.
Keimung: Ein Samen keimt, wenn er Wasser, Wärme und Sauerstoff hat. Bis die Laubblätter selbst Nährstoffe herstellen, lebt der Keimling von den Vorräten der Keimblätter.
Stelle die Bedingungen ein und starte mit ▶ — oder gehe mit „+1 Tag“ Schritt für Schritt vor. Ändere dann jeweils einen Faktor und vergleiche.
Halte fest: Ohne Wasser, Wärme oder Sauerstoff keimt die Bohne nicht. Licht braucht sie erst, wenn die Laubblätter Nährstoffe herstellen sollen.
Allgemeine Hinweise
Quellen ist noch nicht Keimen
Auch ein toter Samen quillt im Wasser auf. Keimen heißt: Der Keimling beginnt zu wachsen.
Nur einen Faktor ändern
Bei Keimungsversuchen gilt die Regel aus 1.1.3: Der Kontrollansatz hat alles, in jedem anderen Ansatz fehlt genau ein Faktor.
Licht zum Keimen?
Bohne, Erbse und Kresse keimen auch im Dunkeln. Nur wenige Samen, z. B. vom Salat, brauchen dafür Licht.
