Die Wiesensalbei-Falle
AFB I–IIDer Wiesensalbei hat eine blaue Lippenblüte. Tief in der Blüte liegt Nektar. Davor sitzt eine Art Hebel. Drückt eine Hummel mit dem Kopf gegen den Hebel, klappen die Staubblätter von oben herunter und tupfen Pollen auf ihren Rücken.
In älteren Blüten ist der Griffel lang geworden und hängt so weit herunter, dass die Narbe genau den Rücken der Hummel berührt.
- Gib an, was die Hummel in der Salbeiblüte sucht.
- Beschreibe den Weg des Pollens von einer jungen zu einer älteren Salbeiblüte.
- Erkläre , warum es sich um Fremdbestäubung handeln kann, obwohl beide Blüten Salbeiblüten sind.
- Erläutere am Salbei, dass Bau und Aufgabe der Blüte zusammenpassen.
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Sie sucht Nektar als Nahrung.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
In der jungen Blüte drückt die Hummel den Hebel, die Staubblätter tupfen Pollen auf ihren Rücken. In der älteren Blüte streift die herunterhängende Narbe den Pollen vom Rücken ab.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Die Hummel besucht Blüten vieler verschiedener Salbeipflanzen. Stammt der Pollen von einer anderen Pflanze derselben Art, ist es Fremdbestäubung.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Der Hebel sorgt dafür, dass der Pollen genau auf dem Rücken landet. Die Narbe älterer Blüten hängt so, dass sie genau diese Stelle berührt. Der Bau der Blüte sichert die Bestäubung.
Erdbeeren unter dem Netz
AFB II–IIIIm Schulgarten werden Erdbeerpflanzen untersucht. Beet 1 bleibt offen. Beet 2 wird vor der Blüte mit einem feinen Netz abgedeckt, durch das keine Insekten kommen.
Ergebnis: Beet 1 trägt große, gleichmäßige Erdbeeren. In Beet 2 sind die Früchte klein und oft krumm.
- Beschreibe den Unterschied zwischen den beiden Beeten.
- Deute das Ergebnis.
- Stelle eine Vermutung auf , warum überhaupt Früchte in Beet 2 wachsen.
- Bewerte die Aussage eines Mitschülers: „Insekten sind im Garten nur lästig.“
Hinweise
Hinweis zu Aufgabe a)
Hinweis zu Aufgabe b)
Hinweis zu Aufgabe c)
Hinweis zu Aufgabe d)
Erwartungshorizont
Erwartungshorizont zu Aufgabe a)
Beide Beete haben gleiche Pflanzen; nur Beet 2 ist mit einem Netz abgedeckt, das Insekten fernhält. In Beet 1 wachsen große, gleichmäßige Früchte, in Beet 2 kleine und krumme.
Erwartungshorizont zu Aufgabe b)
In Beet 2 fehlen die Insekten, die Pollen übertragen. Viele Blüten werden schlecht bestäubt. Deshalb entwickeln sich die Früchte nur teilweise und bleiben klein und krumm.
Erwartungshorizont zu Aufgabe c)
Erdbeerblüten können sich zum Teil selbst bestäuben (Pollen fällt auf die eigenen Narben), auch Wind kann etwas Pollen bewegen. Das reicht für kleine Früchte, aber nicht für eine vollständige Bestäubung.
Erwartungshorizont zu Aufgabe d)
Die Aussage ist einseitig. Der Versuch zeigt, dass Insekten für eine gute Ernte wichtig sind, weil sie bestäuben. Einzelne Insekten mögen stören, insgesamt überwiegt ihr Nutzen.
