Vom Staubbeutel zur Narbe
Damit aus einer Blüte eine Frucht wird, muss zuerst Pollen auf die Narbe gelangen.
- Bestäubung:Übertragung von Pollen vom Staubbeutel auf die Narbe.
- Nur dieselbe Art:Pollen einer anderen Pflanzenart passt nicht — er bleibt wirkungslos.
- Selbstbestäubung:Pollen gelangt auf die Narbe derselben Blüte oder derselben Pflanze.
- Fremdbestäubung:Pollen stammt von einer anderen Pflanze derselben Art. Viele Obstbäume wie Süßkirschen brauchen sie, um Früchte zu bilden.
Ein Tauschgeschäft
Blüte und Insekt haben beide etwas davon.
- Anlocken:Farbe, Duft und Saftmale — Muster, die zum Nektar führen.
- Belohnung:Nektar (süßer Saft) und ein Teil des Pollens dienen den Insekten als Nahrung.
- Übertragen:Beim Sammeln bleibt Pollen im Pelz hängen und wird an der nächsten Blüte auf die Narbe gestreift.
- Blütenstetigkeit:Eine Biene fliegt oft viele Blüten derselben Art nacheinander an — so kommt der richtige Pollen an.
- Windbestäubung:Gräser und Hasel: unscheinbare Blüten ohne Nektar, riesige Mengen leichter Pollen, fedrige Narben.
Bestäubung: Pollen gelangt vom Staubbeutel auf die Narbe einer Blüte derselben Art — durch Insekten, die Nektar und Pollen sammeln, oder durch den Wind.
Zieh die Biene von Blüte zu Blüte (Maus, Finger oder Pfeiltasten). Sie trinkt Nektar, nimmt Pollen mit und gibt ihn an der nächsten Blüte ab. Welche Blüten werden richtig bestäubt?
Halte fest: Bestäubt wird eine Blüte nur durch Pollen derselben Art. Kirschen brauchen dafür Pollen von einem anderen Kirschbaum — die Biene bringt ihn mit, während sie Nektar sammelt.
Allgemeine Hinweise
Bestäubung ≠ Befruchtung
Bestäubung heißt nur: Pollen liegt auf der Narbe. Die Befruchtung passiert erst danach im Fruchtknoten (nächstes Unterkapitel).
Bienen helfen nicht absichtlich
Die Biene sucht Nahrung. Dass sie dabei bestäubt, ist ein Nebeneffekt, von dem die Pflanze profitiert.
Windblüte erkennen
Keine bunten Kronblätter, kein Duft, aber stäubende Kätzchen oder Ähren? Dann bestäubt der Wind.
