MINT lernen

Übung AFB III

Schlüssel prüfen, Behauptungen widerlegen, Versuche planen — hier reicht Auswendiglernen nicht.

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Aufgabenblock — AFB III

Zehn Aufgaben für Profis: Fehler in Schlüsseln finden, Behauptungen mit Beobachtungen widerlegen, Versuche planen und Aussagen bewerten.

A1
Ein misslungener Schlüssel
AFB III

Nils hat für vier Bäume (Walnuss, Winter-Linde, Silber-Weide, Wald-Kiefer) einen Schlüssel gebaut. Überprüfe seine Zeilen.

In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Ein guter Schlüssel fragt pro Stufe ein Merkmal ab, zu dem es genau zwei sich ausschließende Antworten gibt. „Gesägt“ und „grün“ können gleichzeitig zutreffen — dann weiß niemand, wie es weitergeht.
Können beide Aussagen einer Stufe gleichzeitig zutreffen?
Wie viele Aussagen hat eine Stufe?
A2
Eine Behauptung widerlegen
AFB III

Lukas behauptet: „Die Blätter fallen ab, weil sie im Winter erfrieren.“ Welche Beobachtungen widerlegen seine Behauptung?

Markiere alle passenden Beobachtungen und klicke dann auf „Prüfen“.
Eine Behauptung widerlegt man mit Beobachtungen, die nicht zu ihr passen. Schnee und bunte Blätter sagen nichts darüber, warum die Blätter fallen.
Welche Beobachtungen passen nicht zum Erfrieren?
Wenn der Baum sich vorbereitet, ist es kein Unfall.
A3
Einen Versuch planen
AFB III

Frage: Braucht ein Krokus sein Speicherorgan, um im Frühjahr blühen zu können? Plane einen Versuch.

Spiele den Ablauf Schritt für Schritt durch: Was passiert als Nächstes? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
    So plant man einen fairen Versuch: eine Größe verändern, alles andere gleich halten, eine Kontrollgruppe mitführen und vorher sagen, welches Ergebnis die Vermutung stützt.
    Was unterscheidet die beiden Gruppen?
    Eine faire Planung hält alles andere gleich.
    A4
    Bestimmungs-App im Test
    AFB III

    Die Klasse testet eine Bestimmungs-App. Beurteile die Aussagen.

    Fünf Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
    Aussage 1 von 5

    Eine App ist ein Werkzeug, kein Ersatz für Fachwissen. Das beste Ergebnis: App-Vorschlag mit Schlüssel oder Buch überprüfen.
    Was bedeutet eine Prozentangabe bei einer Bestimmung?
    Ist ein Name allein schon ein Beleg?
    A5
    Angepasstheiten erklären
    AFB III

    Welche Angepasstheit löst welches Problem? Ordne zu.

    Setze in jeder Zeile genau ein Kreuz. Enter setzt und löscht.
    ProblemLaubfallSpeicherorganWachsschicht
    Laubbaum: kaum Wasser aus gefrorenem Boden
    Frühblüher: kalt, noch keine grünen Blätter
    Kiefer: Nadeln sollen im Winter wenig verdunsten
    Laubbaum: Schnee auf breiten Blättern
    Frühblüher: ab Mai dunkel am Boden
    Jede Angepasstheit löst ein bestimmtes Problem. Frühblüher lösen gleich zwei Probleme mit ihrem Speicher: den Start im Kalten und das kurze Lichtfenster.
    Was hilft einer Pflanze, die gerade keine grünen Blätter hat?
    Nadeln bleiben am Baum — was schützt sie?
    A6
    Fachlich richtig?
    AFB III

    Bewerte die Aussagen aus einem Schülerheft.

    Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
    1fachlich richtig
    2fachlich falsch
    Drei typische Fehler: Namen täuschen (Pfingstrose), Kälte statt Licht (Frühblüher), Alter statt Wuchsform (Strauch).
    Achte auf Namen, die täuschen können.
    Ein alter Haselstrauch ist immer noch ein Strauch.
    A7
    Laub in Zahlen
    AFB III

    Eine große Winter-Linde trägt im Sommer etwa 200 000 Blätter. Ein trockenes Lindenblatt wiegt etwa 0,5 g. Schätze die Laubmenge.

    Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
    1. Wie viel Gramm wiegt das trockene Laub des Baumes? g
    2. Wie viel Kilogramm sind das? kg
    3. Auf dem Schulhof stehen 6 solche Linden. Wie viel Kilogramm Laub fallen im Herbst? kg
    200 000 · 0,5 g = 100 000 g = 100 kg pro Baum, bei 6 Bäumen 600 kg. Diese Menge wird im Wald nicht weggeräumt: Bodenlebewesen machen daraus Humus.
    200 000 mal 0,5 ist dasselbe wie 200 000 geteilt durch 2.
    1 kg = 1000 g.
    A8
    Welche Pflanze ist es?
    AFB III

    Mix aus dem ganzen Kapitel: Eine Pflanze aus dem Laubwald wird beschrieben. Bestimme sie mit dem Schlüssel.

    Die Pflanze ist krautig, etwa 20 cm hoch, blüht im Mai mit weißen Glöckchen und bildet im Boden dichte Geflechte aus waagerechten Sprossen. Beantworte die Fragen.
      Das Maiglöckchen blüht später als die typischen Frühblüher, nutzt aber ebenfalls einen Erdspross als Speicher. Es verträgt schon etwas mehr Schatten.
      Blüht die Pflanze vor oder nach Ende April?
      Waagerechter Spross im Boden: Wie heißt dieses Speicherorgan?
      A9
      Trickaufgabe: Scharf und gelb
      AFB III

      Mara ordnet eine Pflanze den Kreuzblütlern zu, „weil sie gelb blüht und scharf schmeckt“. Welche Einwände sind berechtigt?

      Markiere alle berechtigten Einwände und klicke dann auf „Prüfen“.
      Die Falle: Maras Merkmale klingen nach Kreuzblütler, sind aber keine Familienmerkmale. Und Probieren ist gefährlich — Hahnenfuß oder Mauerpfeffer schmecken auch scharf und sind giftig.
      Welche Merkmale stehen im Familien-Steckbrief?
      Unbekannte Pflanzen in den Mund zu nehmen, ist nie eine gute Idee.
      A10
      Projekt: Das Pflanzenbuch der Schule
      AFB III

      Die Klasse will ein Pflanzenbuch des Schulgeländes erstellen. Entwickle einen sinnvollen Ablauf.

      Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
      1Seiten nach Familien ordnen und ein Inhaltsverzeichnis anlegen.
      2Belege aufkleben und Etiketten ausfüllen.
      3Das Schulgelände in Bereiche aufteilen und Gruppen einteilen.
      4Jede Pflanze mit Schlüssel oder Buch bestimmen.
      5Häufige Arten sammeln und pressen, geschützte nur fotografieren.
      6Pflanzen im eigenen Bereich suchen und fotografieren.
      Erst planen, dann erfassen, bestimmen, belegen und ordnen. Wer die Familien kennt, kann das Buch am Ende sinnvoll gliedern.
      Was muss vor der Suche geklärt sein?
      Ordnen kann man erst, wenn alle Belege fertig sind.