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Pflanzenfamilien

Im Gemüsebeet und im Sonnenblumenkorb — Verwandtschaft sichtbar machen.

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Im Gemüsebeet

AFB I–II

Familie Demir hat ein Gemüsebeet. Dort wachsen Kohlrabi, Radieschen, Erbsen, Buschbohnen, Pfefferminze und Erdbeeren. Im Juni blüht fast alles gleichzeitig.

Die Radieschen sind nach der Blüte hohe Stängel mit langen, schmalen Früchten. Die Erbsen tragen dicke grüne Früchte, die man in der Mitte aufbrechen kann.

  1. Ordne die sechs Pflanzen ihren Familien zu.
  2. Beschreibe den Bau einer Erbsenblüte mit den Fachbegriffen.
  3. Erkläre, warum Kohlrabi und Radieschen verwandt sind, obwohl man bei der einen Pflanze die Knolle, bei der anderen die Wurzel isst.
  4. Vergleiche die Frucht des Radieschens mit der Frucht der Erbse.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Nutze die fünf Steckbriefe. Zwei Pflanzen gehören in dieselbe Familie wie der Raps.
Hinweis zu Aufgabe b)
Fünf Kronblätter mit drei verschiedenen Namen.
Hinweis zu Aufgabe c)
Worauf achtet man bei der Verwandtschaft: auf die Teile, die wir essen, oder auf die Blüte?
Hinweis zu Aufgabe d)
Schote und Hülse — nenne je einen Namen und eine Familie.

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Kreuzblütler: Kohlrabi, Radieschen. Schmetterlingsblütler: Erbse, Buschbohne. Lippenblütler: Pfefferminze. Rosengewächse: Erdbeere.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Die Erbsenblüte hat 5 Kronblätter: oben die große Fahne, seitlich zwei Flügel und unten das Schiffchen aus zwei verwachsenen Kronblättern. Im Schiffchen liegen Staubblätter und Stempel. Außen sitzen die grünen Kelchblätter.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Verwandtschaft erkennt man am Bauplan der Blüte, nicht an den Teilen, die wir essen. Beide haben Blüten mit 4 Kronblättern über Kreuz und 6 Staubblättern und bilden Schoten. Sie gehören deshalb zur Familie der Kreuzblütler. Knolle und Wurzel sind Speicherorgane, die der Mensch durch Züchtung vergrößert hat.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Radieschen: Schote, lang und schmal, typisch für Kreuzblütler; in der Mitte trennt eine dünne Scheidewand die Samen. Erbse: Hülse, typisch für Schmetterlingsblütler; sie öffnet sich an zwei Nähten, die Samen sitzen an einer Naht. Gemeinsam: Beide entstehen aus dem Fruchtknoten und enthalten die Samen.

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Die Blüte der Sonnenblume

AFB II–III

Emma misst im Schulgarten einen Sonnenblumen-Korb: 25 cm Durchmesser. Außen stehen gelbe „Blütenblätter“, innen ist eine braune Scheibe. Im Herbst zählt sie auf einem Viertel der Scheibe 380 Kerne. Jeder Kern ist eine Frucht mit einem Samen.

Ihr Bruder sagt: „Die Sonnenblume hat die größte Blüte im ganzen Garten.“

  1. Deute die Beobachtung, dass aus einer „Blüte“ über tausend Kerne entstehen.
  2. Schätze die Zahl der Früchte auf der ganzen Scheibe.
  3. Beurteile die Aussage des Bruders.
  4. Entwickle ein Vorgehen, mit dem Emma beweisen kann, dass die braune Scheibe aus vielen Blüten besteht.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Aus wie vielen Blüten entsteht eine Frucht?
Hinweis zu Aufgabe b)
Ein Viertel der Scheibe → mal 4.
Hinweis zu Aufgabe c)
Ist der Korb eine einzige Blüte?
Hinweis zu Aufgabe d)
Was hat jede echte Blüte? Denk an Lupe und Pinzette.

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Aus jeder Blüte entsteht (nach Bestäubung und Befruchtung) eine Frucht. Wenn eine „Blüte“ über tausend Früchte bildet, muss sie aus über tausend Einzelblüten bestehen. Die Sonnenblume ist ein Korbblütler: Die braune Scheibe besteht aus vielen Röhrenblüten, der gelbe Rand aus Zungenblüten.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

380 · 4 = 1520, also etwa 1500 Früchte (Kerne) auf der ganzen Scheibe. Es ist eine Schätzung, weil die Kerne nicht überall gleich dicht stehen.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Die Aussage ist fachlich falsch. Was wie eine große Blüte aussieht, ist ein Blütenstand (Korb) aus über tausend kleinen Einzelblüten. Die einzelnen Blüten sind nur wenige Millimeter groß. Richtig wäre: Die Sonnenblume hat den größten Blütenstand im Garten.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Zum Beispiel: Mit einer Pinzette ein paar Röhrchen aus der Scheibe ziehen und mit der Lupe betrachten. In jedem Röhrchen findet man eigene Staubblätter und einen Stempel — das sind die Kennzeichen einer Blüte. Dasselbe mit einem gelben Zungenblatt wiederholen. Ergebnis zeichnen und beschriften. Später zeigen die vielen Kerne: Jede Blüte hat eine Frucht gebildet.