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Laubfall im Herbst

Gelbe Linden, eine goldene Lärche und ein Versuch mit zwei Zweigen.

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Bunte Blätter im Oktober

AFB I–II

Im Oktober färben sich die Linden auf dem Schulhof gelb, der Feld-Ahorn leuchtet orange bis rot. Im November liegt das Laub am Boden. Der Hausmeister kehrt es zusammen und bringt es auf den Kompost.

An den kahlen Zweigen erkennt man kleine, halbrunde Narben. Direkt darüber sitzt jeweils eine Knospe.

  1. Beschreibe, was im Herbst im Blatt passiert, bevor es abfällt.
  2. Erkläre, warum die Lindenblätter gelb werden.
  3. Nenne zwei Gründe, warum das Laub auf dem Kompost oder am Waldboden nützlich ist.
  4. Erläutere die Bedeutung der Narben und der Knospen an den Zweigen.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Blattgrün, Stoffe zurückholen, Trennschicht.
Hinweis zu Aufgabe b)
War der gelbe Farbstoff vorher schon da?
Hinweis zu Aufgabe c)
Was entsteht aus Laub?
Hinweis zu Aufgabe d)
Was saß vorher an der Narbe, was kommt aus der Knospe?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Der Baum baut das Blattgrün ab und holt wertvolle Stoffe aus dem Blatt in Zweige und Stamm zurück. Andere Farbstoffe werden sichtbar. Am Blattstiel wächst eine Trennschicht aus Kork, die die Wasserleitung abschließt. Schließlich fällt das Blatt ab.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Gelbe Farbstoffe sind das ganze Jahr im Blatt, werden im Sommer aber vom grünen Blattgrün überdeckt. Wird das Blattgrün im Herbst abgebaut, kommt das Gelb zum Vorschein.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Bodenlebewesen zersetzen das Laub zu Humus, der den Boden fruchtbar macht und Nährstoffe liefert. Außerdem schützt eine Laubschicht den Boden vor Austrocknung und Frost und bietet Tieren (z. B. Igeln, Insekten) Unterschlupf.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Die Narben sind die verschlossenen Stellen, an denen die Blattstiele saßen (Blattnarben). Die Trennschicht hat sie abgedichtet, damit kein Wasser verloren geht und keine Krankheitserreger eindringen. In den Knospen sind die Blätter und Triebe für das nächste Frühjahr schon angelegt — der Baum ist also nicht tot, sondern vorbereitet.

2

Die Lärche — ein Nadelbaum ohne Nadeln

AFB II–III

Im Oktober färben sich die Nadeln der Lärche goldgelb und fallen ab. Die Fichte daneben bleibt grün. Lärchen wachsen natürlich in den Hochgebirgen, wo der Boden im Winter lange gefroren ist und kalte, trockene Winde wehen. Ihre Nadeln sind weich und dünn, die der Fichte hart und mit einer dicken Wachsschicht.

Mia meint: „Immergrüne Bäume sind an den Winter besser angepasst als Bäume, die ihre Blätter abwerfen.“

  1. Vergleiche Lärche und Fichte im Herbst und Winter.
  2. Erkläre, warum die Lärche ihre Nadeln abwirft.
  3. Beurteile Mias Aussage.
  4. Entwickle einen Versuch, mit dem man zeigen kann, dass Zweige mit Blättern mehr Wasser abgeben als kahle Zweige.

Hinweise

Hinweis zu Aufgabe a)
Nadeln, Wachsschicht, Verhalten im Herbst.
Hinweis zu Aufgabe b)
Denk an gefrorenen Boden und dünne, weiche Nadeln.
Hinweis zu Aufgabe c)
Beide Wege haben Vor- und Nachteile.
Hinweis zu Aufgabe d)
Wasser in einem Gefäß, Zweige hineinstellen — wie misst du, wie viel verschwindet?

Erwartungshorizont

Erwartungshorizont zu Aufgabe a)

Gemeinsam: Beide sind Nadelbäume mit schmalen Nadeln und Zapfen. Unterschied: Die Fichte behält ihre harten Nadeln mit dicker Wachsschicht im Winter, sie verdunsten wenig. Die Lärche hat weiche, dünne Nadeln ohne dicke Wachsschicht und wirft sie im Herbst ab — im Winter ist sie kahl wie ein Laubbaum.

Erwartungshorizont zu Aufgabe b)

Die dünnen Nadeln der Lärche würden im Winter viel Wasser verdunsten. Aus dem lange gefrorenen Boden kann die Lärche aber kaum Wasser aufnehmen, und trockene Winde verstärken die Verdunstung. Ohne Nadeln verliert sie fast kein Wasser und vertrocknet nicht.

Erwartungshorizont zu Aufgabe c)

Die Aussage ist so nicht richtig. Beide Wege sind Angepasstheiten: Immergrüne Bäume sparen Wasser durch kleine, wachsige Blätter und können sofort im Frühjahr Nährstoffe bilden. Laubabwerfende Bäume verlieren im Winter fast kein Wasser und können dafür im Sommer große, dünne Blätter nutzen. Welcher Weg besser ist, hängt vom Lebensraum ab.

Erwartungshorizont zu Aufgabe d)

Zum Beispiel: Zwei gleich große Messzylinder mit gleich viel Wasser füllen. In den einen einen belaubten Zweig stellen, in den anderen einen gleich großen Zweig, von dem alle Blätter entfernt wurden. Auf das Wasser einen Tropfen Öl geben, damit es nicht direkt verdunstet. Beide nebeneinander ins Helle stellen und nach 2 Tagen den Wasserstand ablesen. Beim belaubten Zweig fehlt deutlich mehr Wasser.