MINT lernen

Ein Herbar anlegen

Sammeln, pressen, beschriften — und dabei Fehler vermeiden, die einen Beleg wertlos machen.

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Übungsaufgaben

Zehn interaktive Übungen zu einem Herbar — von AFB I bis AFB III. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen dir die gestuften Tipps.

A1
Regeln beim Sammeln
AFB I

Welche Regeln gelten, wenn du Pflanzen für ein Herbar sammelst?

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Ein Herbar soll Arten zeigen, nicht Bestände plündern: ein Exemplar einer häufigen Art genügt. In Naturschutzgebieten ist das Pflücken verboten — dort hilft ein Foto.
Vier Aussagen sind richtig.
Was passiert mit seltenen Arten, wenn viele Klassen sammeln?
A2
Vom Wegrand ins Herbar
AFB I

Bringe die Arbeitsschritte in die richtige Reihenfolge.

Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Mit Büchern oder einer Pflanzenpresse beschweren.
2Nach ein bis zwei Wochen die trockene Pflanze auf festes Papier kleben.
3Pflanze ausgebreitet zwischen saugfähiges Papier legen.
4Das Etikett unten rechts ausfüllen.
5In den ersten Tagen täglich trockenes Papier nehmen.
6Pflanze sammeln und Fundort und Datum sofort notieren.
Die Angaben zum Fundort gehören an den Anfang — später weiß man sie nicht mehr genau. Aufgeklebt wird erst, wenn die Pflanze vollständig trocken ist.
Was musst du noch am Fundort erledigen?
Kleben kann man nur, was schon trocken ist.
A3
Lückentext: Das Etikett
AFB I

Setze die Angaben ein — ein Wort bleibt übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Auf das Etikett gehören der deutsche und der wissenschaftliche der Art, die , der genaue mit dem Lebensraum, das des Fundes und der Name der Sammlerin oder des Sammlers, zum Beispiel: „: Aylin S.“

„Preis“ bleibt übrig — ein Herbarbeleg ist ein wissenschaftliches Dokument, kein Verkaufsstück.
Fünf Angaben: Was, zu welcher Familie, wo, wann, wer?
Aylin ist die Person, die gesammelt hat.
A4
Was gehört aufs Etikett?
AFB II

Tom hat sich zu seiner Wiesen-Glockenblume vieles notiert. Was gehört auf das Etikett?

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1aufs Etikett
2nicht nötig
Das Etikett beantwortet fünf Fragen: Was (Name, Familie), wo (Fundort, Lebensraum), wann (Datum) und wer (Sammler/in). Persönliches gehört ins Heft, nicht auf den Beleg.
Frag bei jeder Karte: Braucht eine Forscherin in 100 Jahren diese Angabe?
Der Lebensraum ist Teil der Fundortangabe.
A5
Stimmt's? Richtig pressen
AFB II

Fünf Tipps zum Pressen. Stimmen sie?

Fünf Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Schnell, flach und luftig trocknen: Dann bleiben Farben und Formen erhalten, und der Beleg taugt zum Bestimmen.
Schimmel braucht Feuchtigkeit.
Ein Beleg soll möglichst viele Merkmale zeigen.
A6
Darf ich das sammeln?
AFB II

Entscheide für jeden Fund.

Setze in jeder Zeile genau ein Kreuz. Enter setzt und löscht.
Fundjaneinnur mit Erlaubnis
Löwenzahn am Wegrand
Echte Schlüsselblume
Orchidee im Naturschutzgebiet
Spitzwegerich auf der Wiese hinter der Schule
Tulpe im Garten der Nachbarn
Kornblume auf dem Feld eines Landwirts
Häufige Wildpflanzen am Wegrand darfst du in kleiner Menge sammeln. Geschützte Arten und alles im Naturschutzgebiet sind tabu. In Gärten und auf Feldern gehört die Pflanze jemandem — dort musst du fragen.
Zwei Funde sind geschützt oder stehen im Schutzgebiet.
Wem gehört ein Garten, wem ein Feld?
A7
Mix: Etikett mit Familie
AFB II

Für das Etikett brauchst du die Familie. Ordne zu — hier hilft dir 2.1.2 Pflanzenfamilien.

Hirtentäschel hat kleine weiße Blüten mit 4 Kronblättern.
Klee bildet Hülsen, Gänse-Fingerkraut hat 5 gelbe freie Kronblätter.
A8
Fehlersuche: Linas Herbarbeleg
AFB III

Lina beschreibt, wie sie ihren Beleg vom Wiesen-Storchschnabel angefertigt hat. Ihr Beleg ist fleckig geworden.

In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Zwei Fehler erklären die Flecken: Die Pflanze war nass und blieb zu lange feucht. Der dritte Fehler macht den Beleg wertlos — auch wenn er schön aussieht.
Zwei Fehler haben mit Feuchtigkeit zu tun, einer mit dem Etikett.
Wann ist es morgens feucht auf der Wiese?
A9
Trickaufgabe: Wertvolle alte Belege
AFB III

Naturkundemuseen bewahren Herbarbelege auf, die über 100 Jahre alt sind. Warum sind sie wertvoll?

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Ein Beleg ist ein Nachweis: Diese Art wuchs an diesem Ort zu dieser Zeit. Ohne Fundort und Datum fehlt genau diese Information — dann bleibt nur eine schöne, getrocknete Pflanze.
Was steht auf dem Etikett, was an der Pflanze?
Die Falle: Welche Angabe macht den Beleg erst wissenschaftlich brauchbar?
A10
Graue Flecken auf dem Beleg
AFB III

Nach drei Tagen in der Presse entdeckt Jan graue, pelzige Flecken auf den Blättern seines Wiesen-Bocksbarts. Was ist los — und was tut er?

Spiele den Ablauf Schritt für Schritt durch: Was passiert als Nächstes? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
    Schimmel ist das häufigste Problem beim Herbarisieren. Die Lösung: trocken sammeln, flach pressen, Papier oft wechseln.
    Pelzige Flecken auf feuchten Dingen kennst du von altem Brot.
    Was fehlt dem Schimmel, wenn das Papier trocken ist?