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Übung AFB III

Fehlvorstellungen aufdecken, Verwandtschaft beurteilen, Tieren im Winter auf die Spur kommen — hier reicht Auswendiglernen nicht.

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Aufgabenblock — AFB III

Begründen statt nur wiedergeben: Aussagen überprüfen, unbekannte Tiere einordnen, Verwandtschaft beurteilen und einen Versuch planen. Bei den beiden Aufgaben mit Aufklapp-Lösung formulierst du deine Antwort zuerst selbst in ganzen Sätzen — und Vorsicht: Eine Aufgabe ist eine Trickaufgabe.

A1
Tims Vortrag über den Wal
AFB III

Tim hält einen Kurzvortrag über den Blauwal. Überprüfe seine Sätze: Drei enthalten eine Fehlvorstellung.

In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
Die typische Falle: Tiere nach dem Lebensraum oder dem Aussehen einordnen. Entscheidend sind die Merkmale: Lungen, lebend geboren, Säugen, gleichwarm — das macht den Wal zum Säugetier. Die Fettschicht übernimmt bei ihm die Aufgabe des Fells.
Prüfe jeden Satz mit den Merkmalen der Säugetiere.
Ähnliche Form heißt nicht automatisch enge Verwandtschaft.
A2
Nach dem Lebensraum ordnen?
AFB III

Mia schlägt vor, Wirbeltiere einfach nach ihrem Lebensraum zu ordnen: Wassertiere, Landtiere und Lufttiere. Diskutiere ihren Vorschlag. Formuliere deine Antwort erst selbst, dann klappe beide Teile auf.

a) Was spricht für Mias Vorschlag?
Die Einteilung ist einfach und schnell: Man muss nur schauen, wo ein Tier lebt. Sie zeigt auch, dass Tiere an ihren Lebensraum angepasst sind — Wassertiere haben oft eine Stromlinienform und Flossen.
b) Was spricht dagegen? Zu welchem Ergebnis kommst du?
Viele Tiere passen nicht eindeutig: Der Frosch lebt im Wasser und an Land, der Pinguin schwimmt und läuft, die Fledermaus fliegt, ist aber ein Säugetier. In einer Gruppe „Wassertiere“ stünden Hering und Wal nebeneinander, obwohl der Wal ein Säugetier ist. Fazit: Die Einteilung nach Merkmalen (Körperbedeckung, Atmung, Fortpflanzung, Körpertemperatur) ist eindeutig und zeigt die Verwandtschaft — deshalb ordnet man so.
Denke an Tiere, die in zwei Lebensräumen zu Hause sind.
Wohin käme der Wal, wohin der Pinguin, wohin der Frosch?
A3
Steckbriefe unbekannter Tiere
AFB III

Die Tiere A bis F kennst du vielleicht nicht. Lege trotzdem für jedes Tier fest, zu welcher Klasse es gehört. Achte auf die entscheidenden Merkmale.

Setze in jeder Zeile genau ein Kreuz. Enter setzt und löscht.
SteckbriefFischeAmphibienReptilienVögelSäugetiere
A: Federn, kann nicht fliegen, taucht nach Fischen
B: Haare, lebt nur im Wasser, säugt seine Jungen
C: Kiemen und Schuppen, bringt lebende Junge zur Welt
D: nackte, feuchte Haut, Larven mit Kiemen im Teich
E: Hornschuppen, keine Beine, Eier mit ledriger Schale
F: Fell, Flughaut zwischen den Fingern, fliegt nachts
A ist ein Pinguin, B eine Seekuh, C ein Guppy (ein Fisch, der lebende Junge bekommt!), D ein Molch, E eine Schlange, F eine Fledermaus. Einzelne Merkmale wie „lebend geboren“ oder „fliegt“ können täuschen. Sicher sind Körperbedeckung und Atmung: Kiemen ein Leben lang und Schuppen — Fisch; Federn — Vogel; Haare — Säugetier.
Suche in jedem Steckbrief zuerst die Körperbedeckung.
Tier C bekommt lebende Junge — atmet aber mit Kiemen. Welches Merkmal wiegt schwerer?
A4
Wer ist im Januar unterwegs?
AFB III

Paul geht an einem frostigen Januartag durch einen Wald in Niedersachsen. Beurteile, welche Tiere er dort aktiv antreffen kann. Markiere alle.

Mehrere Antworten sind richtig. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
Winteraktiv sind gleichwarme Tiere mit dickem Winterfell oder dichtem Gefieder, die auch im Winter Nahrung finden: Reh, Fuchs, Wildschwein, Buntspecht. Igel und Siebenschläfer halten Winterschlaf. Eidechse und Grasfrosch liegen in Winterstarre im frostfreien Versteck. Der Weißstorch ist als Zugvogel in Afrika.
Sortiere im Kopf: Wer schläft, wer ist starr, wer ist weggeflogen?
Wechselwarme Tiere können bei Frost gar nicht aktiv sein.
A5
Reicht das Fett für den Winter?
AFB III

Ein Igel verliert im Winterschlaf etwa ein Drittel seines Körpergewichts. Er lebt dann nur von seinen Fettreserven. Berechne Schritt für Schritt und beurteile anschließend das Ergebnis.

Rechne die Kette Schritt für Schritt: Erst wenn ein Schritt stimmt, wird der nächste freigeschaltet. Enter prüft.
  1. Ein ausgewachsener Igel wiegt im Oktober 900 g. Wie viel Gramm verliert er im Winterschlaf? g
  2. Wie viel wiegt er im März, wenn er aufwacht? g
  3. Ein junger Igel wiegt im Oktober nur 450 g. Wie viel wiegt er im März, wenn er genauso ein Drittel verliert? g
  4. Igel sollten vor dem Winterschlaf mindestens 500 g wiegen. Wie viel Gramm fehlen dem jungen Igel dazu? g
Der junge Igel hat zu wenig Fettreserven: Er hat ein hohes Risiko, den Winter nicht zu überleben. Deshalb muss ein Igel im Herbst viel fressen. Der Winterschlaf spart Energie, weil der Körper stark abkühlt — ganz ohne Energie geht es aber nicht.
Ein Drittel von 900 g: Teile 900 durch 3.
Gewicht im März = Gewicht im Oktober minus Verlust.
A6
Sind Wechselwarme schlechter dran?
AFB III

Jonas meint: „Wechselwarme Tiere sind schlechter angepasst als gleichwarme. Sie sind ja bei Kälte ganz steif.“ Nimm Stellung zu seiner Aussage. Überlege zuerst selbst, dann klappe beide Teile auf.

a) Welche Vorteile haben gleichwarme Tiere?
Gleichwarme Tiere sind auch bei Kälte beweglich. Sie können im Winter jagen, fliehen und in kalten Gebieten leben (Eisbär, Pinguin). Dafür brauchen sie aber sehr viel Nahrung, denn das Warmhalten kostet viel Energie.
b) Welche Vorteile haben wechselwarme Tiere? Wie lautet dein Urteil?
Wechselwarme Tiere brauchen viel weniger Nahrung. Eine Eidechse kommt mit wenigen Insekten aus, eine gleich schwere Maus muss ständig fressen. In Winterstarre verbrauchen sie kaum Energie. Urteil: Jonas hat nur zum Teil recht. Beide Gruppen sind auf ihre Weise angepasst — die einen sind immer beweglich, die anderen sparen Nahrung.
Überlege: Was kostet es ein Tier, immer gleich warm zu sein?
Wie viel muss eine Maus fressen, wie viel eine Eidechse?
A7
Verwandt oder nur ähnlich?
AFB III

Ähnlichkeit kann auf Verwandtschaft hinweisen — muss aber nicht. Beurteile jede Aussage.

6 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 6

Gleicher Bauplan (gleiche Knochen an gleicher Stelle) weist auf Verwandtschaft hin. Ähnliche Form durch den gleichen Lebensraum (Pinguin, Delfin, Hai) ist dagegen kein Beleg für enge Verwandtschaft.
Unterscheide: Sind die Knochen gleich, oder nur die äußere Form?
Prüfe bei jedem Tierpaar, zu welcher Klasse die Tiere gehören.
A8
Hält Fell warm?
AFB III

Mit einem Modellversuch soll geprüft werden, ob ein Fell vor Wärmeverlust schützt. Als „Fell“ dient Wolle. Plane den Versuch: Bringe die Schritte in eine sinnvolle Reihenfolge.

Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Eine Vermutung aufschreiben: Das Glas mit Wolle bleibt länger warm.
2Zwei gleiche Gläser mit gleich viel warmem Wasser füllen.
3Ein Glas dick mit Wolle umwickeln, das andere nicht.
4In beiden Gläsern die Anfangstemperatur messen.
5Alle 2 Minuten beide Temperaturen messen und in eine Tabelle eintragen.
6Die Messwerte vergleichen und die Vermutung überprüfen.
Wichtig ist ein fairer Vergleich: gleiche Gläser, gleich viel Wasser, gleiche Anfangstemperatur — nur die Wolle unterscheidet die beiden Gläser. Ergebnis: Das Wasser im umwickelten Glas kühlt langsamer ab. So halten Fell, Federn und Fett gleichwarme Tiere warm.
Am Anfang eines Experiments steht immer eine Vermutung.
Du kannst erst vergleichen, wenn du gemessen hast.
A9
Hai und Delfin
AFB III

Hai und Delfin sehen sich erstaunlich ähnlich. Vergleiche die beiden Tiere und überlege, was die Ähnlichkeit über ihre Verwandtschaft aussagt.

Ordne jede Aussage einem der drei Bereiche zu. Mit der Tastatur: Enter zum Auswählen, dann 1–3 für den Bereich, 0 zurück.
1 nur Hai
2 beide
3 nur Delfin
Die ähnliche Stromlinienform ist eine Angepasstheit an das schnelle Schwimmen im gleichen Lebensraum. Die wichtigen Merkmale sind verschieden: Der Hai ist ein Fisch, der Delfin ein Säugetier. Beide sind Wirbeltiere und damit entfernt verwandt — eng verwandt sind sie aber nicht.
Denke an die Merkmale der Fische und der Säugetiere.
Bei der Schwanzflosse lohnt sich ein genauer Blick: Wie steht sie?
A10
Trickaufgabe: Schweben ohne Kraft
AFB III

Ein Karpfen steht ganz ruhig in 3 m Tiefe im Teich. Lina meint: „Er muss mindestens 30-mal pro Minute mit der Schwanzflosse schlagen, sonst sinkt er.“ Bewerte ihre Aussage: Wie viele Schläge mit der Schwanzflosse braucht der Karpfen pro Minute mindestens, um in dieser Tiefe zu bleiben?

Überlege oder rechne selbst und trage das Ergebnis ein — Enter prüft direkt.
Schläge
Der Karpfen braucht keinen einzigen Schlag: 0. Seine Schwimmblase ist mit Gas gefüllt. Sie macht ihn genau so schwer wie das Wasser, das er verdrängt — so schwebt er in jeder Tiefe ohne Kraft. Mit kleinen Bewegungen der Brustflossen hält er nur die Lage. Die Schwanzflosse braucht er erst, wenn er losschwimmen will.
Welches Organ lässt einen Fisch schweben?
Die Schwanzflosse ist der Antrieb — braucht man einen Antrieb, um stillzustehen?