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Züchtung durch Auswahl

Zehn Übungen rund um Zuchtziele, Rassen und Qualzucht — und die Frage, was sich überhaupt züchten lässt.

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Übungsaufgaben

Zehn interaktive Übungen zur Züchtung von Hunden — von AFB I bis AFB III. Jede Übung gibt dir sofort Rückmeldung; bei Schwierigkeiten helfen dir die gestuften Tipps.

A1
Welcher Hund für welche Aufgabe?
AFB I

Verbinde jede Gruppe von Hunderassen mit der Aufgabe, für die sie gezüchtet wurde.

Lies die Wörter genau: „hüten“, „jagen“, „wachen“ stecken schon im Namen.
Ein Schoßhund sitzt gern auf dem Schoß — er ist klein und leicht.
A2
Fachwörter der Züchtung
AFB I

Setze die Wörter an die richtige Stelle — ein Wort bleibt übrig.

Wort anklicken, dann Lücke anklicken (oder umgekehrt) — mit Tab und Enter geht es genauso. Ein Klick auf eine gefüllte Lücke legt das Wort zurück.

Zuerst legt die Züchterin ein fest. Dann wählt sie Tiere mit dem gewünschten Merkmal als aus. Weil der Mensch auswählt, heißt das Auslese. Die Auswahl wird über viele wiederholt. Am Ende haben fast alle Tiere das Merkmal — eine neue ist entstanden.

„Zufällige“ bleibt übrig — bei der Züchtung wird gerade nicht zufällig ausgewählt, sondern gezielt.
Was muss feststehen, bevor man überhaupt Tiere auswählen kann?
Eltern, dann Welpen, dann deren Welpen … — wie heißen diese Stufen?
A3
Stimmt das?
AFB I

Entscheide bei jeder Aussage, ob sie stimmt.

5 Aussagen nacheinander. Eine falsche Einschätzung reicht — dann startest du die Serie mit „Neue Runde“ neu.
Aussage 1 von 5

Die häufigste Falle: „Welpen sehen genau so aus wie die Eltern.“ Gerade die kleinen Unterschiede zwischen Geschwistern machen Züchtung erst möglich.
Denk an einen Wurf Welpen: Sind alle Geschwister gleich?
Zwei Aussagen sind falsch: eine über Welpen, eine über die Zahl der Rassen.
A4
Gute Eltern für Schlittenhunde
AFB II

Ein Musher (Schlittenhundeführer) in Norwegen will ausdauernde Schlittenhunde züchten. Welche Merkmale sprechen dafür, einen Hund als Elterntier zu wählen?

Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
1als Elterntier wählen
2nicht für die Zucht
Ein Zuchtziel besteht oft aus mehreren Merkmalen: Körperbau (Fell, Pfoten) und Verhalten (Ausdauer, Freude am Ziehen).
Stell dir eine lange Fahrt bei −20 °C durch tiefen Schnee vor.
Vier Merkmale helfen dabei, drei stören.
A5
Schritt für Schritt zur Rasse
AFB II

Bringe die Schritte der Züchtung in die richtige Reihenfolge.

Ziehe die Karten in die richtige Reihenfolge — mit der Tastatur: ↑/↓ verschiebt, Shift+↑/↓ wechselt nur den Fokus.
1Zuchtziel festlegen: Welche Merkmale sollen die Hunde haben?
2Zwei Hunde auswählen, die dem Zuchtziel am nächsten kommen.
3Die beiden Hunde bekommen Welpen.
4Unter den erwachsenen Welpen wieder die passendsten als Eltern auswählen.
5Das über viele Generationen wiederholen.
6Fast alle Hunde haben die gewünschten Merkmale: eine Rasse ist entstanden.
Schritt 2 bis 4 bilden eine Schleife: Auswählen, Nachwuchs, wieder auswählen — Generation für Generation.
Ohne Ziel weiß man nicht, welche Tiere man auswählen soll.
Die Rasse steht ganz am Ende — sie braucht viele Generationen.
A6
Rassen einordnen
AFB II

Zu welcher Gruppe gehört die Rasse? Achte auf die Beschreibung.

Setze in jeder Zeile das passende Kreuz — hier ist es genau eins pro Zeile. Enter setzt und löscht.
RasseHütehundJagdhundWachhundSchoßhund
Australian Shepherd: wendig, lenkt Rinder und Schafe
Labrador Retriever: bringt geschossene Enten aus dem Wasser
Dobermann: groß, wachsam, bellt bei Fremden
Pekinese: nur etwa 3 bis 5 kg schwer, lebt im Haus
Foxterrier: klein, aber mutig; kriecht in Fuchsbaue
Vorsicht beim Foxterrier: Er ist klein — aber gezüchtet wurde er für die Jagd im Fuchsbau, nicht als Schoßhund. Entscheidend ist die Aufgabe, nicht nur die Größe.
Achte auf die Tätigkeit in der Beschreibung: lenken, bringen, bellen, im Haus leben, in Baue kriechen.
Zwei Rassen sind Jagdhunde.
A7
Ein ruhiger Therapiehund
AFB II

Frau Kaya möchte Hunde züchten, die als Therapiehunde in Altenheimen arbeiten können. Spiele ihre Züchtung durch.

Spiele die Situation Schritt für Schritt durch: Was ist jetzt richtig? Nur die richtige Karte bringt dich weiter.
    Hier ist das Zuchtziel ein Verhalten, kein Aussehen. Der Ablauf ist aber derselbe: Ziel festlegen, passende Eltern wählen, über viele Generationen wiederholen.
    Stell dir vor, du bist in einem Altenheim: Welcher Hund wäre dort angenehm?
    Welpen ähneln ihren Eltern — aber nicht genau. Ein Wurf reicht nicht.
    A8
    Mix: Fehler in Finns Vortrag
    AFB III

    Finn hält einen Kurzvortrag „Vom Wolf zur Hunderasse“. Dafür brauchst du auch dein Wissen aus 1.2.1 Vom Wolf zum Hund.

    In diesem Text stecken Fehler. Klicke genau die falschen Zeilen an — die richtigen musst du stehen lassen.
    Alle Hunde — ob groß oder klein — haben denselben Vorfahren. Das unterschiedliche Aussehen hat der Mensch durch Züchtung „gemacht“, nicht die Natur.
    Drei Sätze sind falsch: einer über die Abstammung, einer darüber, wer auswählt, einer über Rasse und Art.
    Gibt es einen Hund, der nicht vom Wolf abstammt?
    A9
    Trickaufgabe: Der Schwanz des Boxers
    AFB III

    Früher schnitt man Boxern als Welpen den Schwanz ab (heute ist das verboten). Paul fragt: „Wenn man das viele Generationen lang macht, werden Boxer dann irgendwann ohne Schwanz geboren?“ Welche Antworten sind richtig?

    Mehrere Antworten können richtig sein. Markiere alle zutreffenden und klicke dann auf „Prüfen“.
    Die Falle: Was einem Tier im Leben passiert (Verletzung, Abschneiden, Training), gibt es nicht an seine Welpen weiter. Auslese wirkt nur auf vererbte Merkmale.
    Bekommt ein Hund mit gebrochenem Bein Welpen mit krummen Beinen?
    Drei Antworten sind richtig. Die beiden „Ja“-Antworten sind falsch.
    A10
    Zuchtziel oder Qualzucht?
    AFB III

    Beurteile jedes Zuchtziel: Ist es in Ordnung, oder leiden die Hunde darunter?

    Ziehe jede Karte in den passenden Korb — oder wähle sie mit Enter aus und drücke dann die Ziffer des Korbs (0 legt sie zurück).
    1Zuchtziel in Ordnung
    2Qualzucht
    Maßstab ist immer das Tier: Schadet das übertriebene Merkmal seiner Gesundheit, ist es Qualzucht — auch wenn es für manche Menschen „niedlich“ aussieht.
    Frag bei jeder Karte: Hat der Hund dadurch Schmerzen oder Probleme?
    Drei Zuchtziele sind in Ordnung, vier sind Qualzucht.